NZ-Musiktalentcheck: Der Kontrabass

13.7.2010, 12:32 Uhr
Rolf Schamberger

Rolf Schamberger © nz

Ab welchem Alter ist es günstig, Kontrabass zu lernen?
Ab zwölf bis vierzehn Jahren. 1,5 Meter sollte das Kind etwa groß sein.

Wie oft und wie lange sollte das Kind üben?
Zu Beginn reichen 20 Minuten täglich, dann 30 – 45 Minuten.

Wie lange dauert es, bis das Kind ein Lied oder kleines Stück spielen kann?
In der Regel nach ca. sechs Wochen.

Was kostet ein Anfänger-Bass?
Für 1500 Euro bekommt man einen ganz guten Anfänger-Kontrabass.

Kann man das Instrument auch leihen?
Musikschulen verleihen oft Bässe, auch Geigenbauer bieten einen Verleih oder Mietkauf an.

Sollte das Kind besondere Eigenschaften haben?
Man muss für den Bass keine «Pranken« haben: Auch Mädchen mit zierlicheren Händen können den Bass prima bewältigen. Was man braucht ist etwas Geduld und ein Faible für tiefe Klänge.

Wo kann ich Kontrabass spielen?
In der Popp-Musik, in der Jazz-Band, im (Schul-)Orchester, oder in der Kammermusik mit kleinen Besetzungen (Trio, Quartett etc.).

Zu welcher Instrumentengruppe gehört der Kontrabass?
Zu den Streichinstrumenten.

In welchem Werk ist der Bass besonders gut zu hören?
U.a. in der 1. Mahler-Symphonie, 4. Satz und zu Beginn der 2. Mahler-Symphonie; in Solo-Konzerten und -Sonaten, z.B. von Dragonetti oder Kussevizky. Große Bass-Soli sind in den Opern «Rigoletto« und «Othello«: Hier ist der Bass für die dunklen Stimmungen zuständig.

Wo kann man Unterricht nehmen?
Privatlehrer oder Musikschule.

Welche Vorteile hat der Bass?
Die Spielhaltung ist relativ bequem, der Tonumfang enorm groß. Er ist ein ideales Begleitinstrument, ob es nun um Rhythmus oder Klang geht.

Ist musikalische Vorbildung nötig?
Nein. Man kann auch mit 14 Jahren erst einsteigen – und dann für immer ein Bass-Fan bleiben.

Die anderen Folgen der Serie und Informationen zu den Symphonikern finden Sie im Franken-Wiki.
Mehr über die Nürnberger Symphoniker erfahren Sie auch auf deren Homepage.

Zu den Nürnberger Symphonikern.

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