Was ist ein Nutzen- Kosten-Verhältnis?

22.11.2011, 00:00 Uhr

Nutzen-Kosten-Analysen prüfen die Wirtschaftlichkeit einer Investition. Um eine solche Bewertung im Nahverkehrsentwicklungsplan durchzuführen, werden alle voraussichtlich anfallenden Kosten, der wahrscheinliche Nutzen für die Kunden und die möglichen Einnahmen einer neuen Straßenbahnlinie berechenbar gemacht. Die Analyse macht Erfolge und Risiken quantifizierbar und unterzieht die Planfälle einer standardisierten Bewertung. Sie können dann miteinander verglichen werden. Der Nutzen setzt sich u. a. aus folgenden Komponenten zusammen: Verkehrlicher und betriebswirtschaftlicher Nutzen sowie Reisezeit. Am Ende ist der Nutzen-Kosten-Faktor für die Bewertung entscheidend: Liegt er über 1, dann ist das Projekt bauwürdig, da der gesamtwirtschaftliche Nutzen höher als die Investitionskosten ist. Fördergelder von Bund und Land dürfen fließen – wenn welche vorhanden sind. Liegt der Faktor unter 1, dann wird das Vorhaben in der Regel nicht angepackt, da es sich gesamtwirtschaftlich nicht rechnet. Die Stadt kann sich darüber hinwegsetzen, dann muss sie aber eine solche Linie alleine bezahlen. Ein hoher Nutzen-Kosten-Faktor bedeutet aber nicht, dass eine so bewertete Linie automatisch gebaut wird. Am Ende muss der Stadtrat entscheiden.

Keine Kommentare