Wöhrder See soll verlanden

28.3.2011, 07:15 Uhr
Soll verlanden: der Wöhrder See.

© Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz Soll verlanden: der Wöhrder See.

Bei einer Ortsbegehung des Wöhrder Sees sagte Rainer Edelmann, Ortsgruppenleiter vom Bund Naturschutz für den Bereich Nürnberg-Süd: „Die Pegnitz soll wie früher fließen." Eine Verlandung des Sees könnte dazu beitragen. Die von Söder vorgeschlagene Renaturierung des Oberen Wöhrder Sees und die Aufwertung des Unteren Wöhrder Sees zu einem attraktiven Freizeitgelände sei nur eine „halbe Lösung“. Noch dazu sei es eine „kitschige Idee“. Der Bund Naturschutz möchte das „Sandgeschiebe“ der Pegnitz im Oberen Wöhrder See nicht mehr aufhalten, so dass die Verlandung fortschreiten könne, meinte Edelmann.

Söder und das Wasserwirtschaftsamt hatten vorgeschlagen, mit kleinen Inseln und dem Ausbaggern des Sees die Fließgeschwindigkeit der Pegnitz zu erhöhen, so dass es weniger Algen gibt und Staub- sowie Sandpartikel ausgeschwemmt werden. Im Zuge dieser Maßnahmen sollen ein Sandstrand am Nordufer, eine Kinderlandschaft am Südufer und andere Freizeiteinrichtungen entstehen, die NZ berichtete.

Der Bund Naturschutz glaubt nicht, dass mit diesen Maßnahmen die Verlandung des Wöhrder Sees verhindert wird, so dass auch künftig ausgebaggert werden muss, was teuer ist und eigentlich durch die Umgestaltung vermieden werden soll.

„Die Pegnitz soll sich selber überlassen bleiben“, fordert Edelmann. Sie würde dann wieder mäandern, und es würde eine Flusslandschaft entstehen, wie es sie vor dem Bau des Wöhrder Sees gegeben hat. Es wäre mehr Platz für Spaziergänger, vielleicht auch für Schafe. Altwasserbereiche, in denen Kinder spielen, könnten entstehen, so Edelmann. Boote und andere Freizeiteinrichtungen werden vom BN abgelehnt, so Edelmann. Der Ortsgruppenleiter ist sich sicher, dass sich dann noch mehr Vogelarten am Wöhrder See ansiedeln würden. Schon jetzt können Wacholderdrosseln, Ringeltauben, Eichelhäher, Reiher, Störche, Gänse- und Zwergsäger beobachtet werden.


 

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