Wolfram Weber und seine Kinos

25.10.2010, 15:10 Uhr
Zwei Kinofreaks und ihre Vision: Die Gebrüder Weber, Wolfram Weber (links) und Eckhart Weber (rechts). 1970 gründeten sie die Meisengeige, 1976 das Casablanca.
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© Privat

Heute ist Wolfram Weber der Kino-Mogul von Nürnberg. Dem 63-Jährigen gehören das Cinecitta, das Cinemagnum (ehemaliges IMAX), das Metropolis und die Meisengeige.
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© Uwe Niklas

Das Schild der ehemaligen Bäckerei haben die Webers über dem Kino bis heute hängen lassen.
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Erst in den 70er Jahren wurden die provisorischen Sitzgelegenheiten - Sofas vom Sperrmüll und eine Sitzbadewanne - durch richtige Kinosessel ersetzt.
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© Archiv: Karlheinz Daut

1976 eröffnete Wolfram Weber zusammen mit seinem Bruder das Casablanca am Kopernikusplatz.
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Doch Weber ließ das Casablanca verkommen. Dringende Renovierungen wurden nicht vorgenommen.
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Auch die Zuschauer blieben fern. Die veraltete Technik hat mit dazu beigetragen.
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Ende März 2009 wurde ein großer Teil der Einrichtung des Casablancas verkauft.
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© Archiv: Uwe Niklas

Doch die Geschichte des Casablanca endete glücklich. Der Verein Casa e.V. hat das Kino überommen und renoviert...
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© Roland Fengler

...und eröffnete es im September 2009 wieder mit viel lokaler Polit-Prominenz. Der große Kinosaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Politiker Michael Frieser (links mit Hut), Günther Gloser (rechts) und Hiltrud Gödelmann waren in einer nachzuspielenden Szene aus dem Film Casablanca gefordert.
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© Archiv: Harald Sippel

Schlechter erging es da dem Atrium-Kino in der Wölckernstraße, das 1984 von Weber eröffnet wurde. Kurz vor der Premiere hatten die Handwerker noch allerhand zu tun.
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Die Kinosäle versprühten bis zum Schluss den Charme der 80er Jahre.
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Doch auch im Atrium-Kino blieben dringende Renovierungs-, Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen aus. Die Filmprojektoren entsprachen schon lange nicht mehr dem modernen, digitalen Standard.
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2008 wurde das Atrium endgültig geschlossen. Bis heute sieht man die alten Schilder in der Wölckernstraße an der Hauswand hängen.
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Noch immer in Webers Besitz ist das Metropolis am Stresemannplatz. 1988 hatte es Weber eröffnet. Zusammen mit der Meisengeige bildet es heute das sogenannte Programmkino.
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In allen Kinos von Weber hat der digitale Film Einzug gehalten (die kleine Box in der Hand). Der Kino-Betreiber Weber hat schon frühzeitig auf die digitale Technik gesetzt. Die klassische Filmrolle hat in seinen Kinos vor fünf Jahren endgültig ausgedient.
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1991 packte Weber das bisher größte Projekt seines Lebens an. Das Cinecitta. Hier mit einem Modell aus dem Jahr 1993.
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© Hagen Gerullis

Nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit wurde Europas größter Kinokomplex feierlich eröffnet.
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In 21 Kinosälen finden fast 5.000 Menschen Platz.
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© Stefan Hippel

Es geht aber noch größer: Den Titel Kino-Mogul verdiente sich Weber endgültig mit dem Bau des IMAX-Kinos im Jahr 2000 am Gewerbemuseumsplatz in Sichtweite zum Cinecitta.
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Spatenstich war Mitte 2000. Nicht nur der Spaten war überdimensional...
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© Eduard Weigert

...auch die Baugrube. Für einige Zeit war sie Deutschlands tiefste Baugrube.
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Auch ein Bungee-Springer wagte sich bei der Grundsteinlegung in Deutschlands tiefste Baugrube hinunter.
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© Günter Distler

Bei der Grundsteinlegung wurde der Kupfer-Behälter mit Urkunden versenkt - in eine neun Meter hohe Säule.
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Nach Abschluß der Tiefbauarbeiten für das benachbarte IMAX-Kino waren im März 2003 in der Stadtbibliothek Risse parallell zur Grube aufgetreten.
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© Hagen Gerullis

Die Bauarbeiten 30 Meter unter dem Boden gingen indes weiter voran.
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© Karlheinz Daut

Die bewegliche Kuppel hat eine Fläche von 600m² und einen Durchmesser von 27 Metern.
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Die Filme werden auf eine Leinwand in der Höhe eines siebenstöckigen Hauses projiziert. Es ist die größte 3D Leinwand Deutschlands.
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Der Gang zum ehemaligen IMAX-Kino und heutigen Cinemagnums ist nichts für Leute mit Höhenangst. Es geht sieben Stockwerke in die Tiefe.
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Eigentlich war noch ein zweites IMAX-Kino am Busbahnhofs am Willy-Brandt-Platz geplant. Auf dem Modell von 1998 ist im Vordergrund ein L-förmiger Bürotrakt zu sehen, in der Mitte der Block des Imax-Kinos. Doch der Plan verstaubte in der Schublade. Die IMAX-Filme gelten heute als unrentabel und teuer.
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Die beiden kleinen quadratischen, begrünten Blöcke sind unter der Erde um ein Vielfaches größer. Das Cinecitta (links) und das Cinemagnum (rechts) sind Goldesel für den Kino-Mogul Wolfram Weber.
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© Luftbild Bischof & Broel