Unterkünfte werden nicht benötigt

Afghanistan: Nun sollen doch keine Geflüchteten nach Grafenwöhr kommen

27.8.2021, 17:20 Uhr
Schutzbedürftige Menschen betreten kurz nach dem Flug aus Kabul sicheren Boden zum Weiterflug nach Deutschland. Aus Afghanistan geflüchtete Personen werden nun doch nicht vorübergehend auf dem US-Truppenübungsplatz in Grafenwöhr untergebracht, die dort errichteten Notunterkünfte werden derzeit nicht benötigt.

Schutzbedürftige Menschen betreten kurz nach dem Flug aus Kabul sicheren Boden zum Weiterflug nach Deutschland. Aus Afghanistan geflüchtete Personen werden nun doch nicht vorübergehend auf dem US-Truppenübungsplatz in Grafenwöhr untergebracht, die dort errichteten Notunterkünfte werden derzeit nicht benötigt. © Marc Tessensohn/dpa

Diese Entscheidung habe das Hauptquartier der US Army für Europa und Afrika mit Sitz in Wiesbaden am Donnerstagabend getroffen. Zu den Hintergründen konnte der Sprecher zunächst nichts sagen. Zwar hätte Grafenwöhr nur „eventuell“ Schutzsuchende aufnehmen sollen. Die Absage am Vorabend sei dennoch überraschend gekommen.


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Flüchtlinge aus Afghanistan würden nach wie vor auf dem Luftwaffenstützpunkt in Ramstein untergebracht, zudem sei der Standort Kaiserslautern noch eine Option. Die Großraumzelte in Grafenwöhr, in denen etwa 3000 Geflüchtete vorübergehend hätten unterkommen können, müssten aber nicht abgebaut werden, sie würden unter anderem von den Soldaten für ihr Training genutzt. Nun seien sie eben nur eigens für die Flüchtlinge mit Stockbetten und mit nach Mekka hin ausgerichteten Gebetsflächen ausgestattet worden.

Auch nach dem Terroranschlag am Donnerstagnachmittag flogen die USA weiterhin gefährdete Afghanen aus Kabul aus. Ramstein nutzt das US-Militär als ein Drehkreuz.

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