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Torjäger Weber trifft mit Buckenhofen auf seinen Heimatklub

Neuzugang des ambitionierten SV Buckenhofen führte sich dreifach ein

Der zweite Spieltag in der Kreisliga 1 führt zwei Nachbarklubs und ihre Brüder zusammen, die sich — für eine Seite etwas ungeahnt — im Spitzenduell begegnen. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt der SV Buckenhofen die DJK Hallerndorf.

Buckenhofen führte sich standesgemäß mit einem 3:0 ein. 

 / © Thomas Hahn

Helmut Wolff bemüht sich erst gar nicht um Tiefstaplerei. „Wir werden der Favorit sein und so wollen wir auch auftreten“, sagt Buckenhofens Trainer. Der 47-Jährige übernahm vor etwas mehr als einem Jahr das Ruder an der Staustufe. Zuvor führte er den ATSV Erlangen in die Landesliga. Mit dem ehemaligen Landesligisten verpasste Wolff in seiner Debütsaison, die als Findungsjahr deklariert war, hingegen die Aufstiegs-Relegation knapp.

Nun ist der selbst auferlegte Druck wesentlich höher, zumal mit Stürmer Felix Burkel (Jahn Forchheim), Co-Trainer Florian Eichinger (SV Hetzles) oder Defensivspezialist Johannes Schmidt (FC Burk) hochklassig erfahrene Kräfte verpflichtet wurden. Der aktuell am hellsten glänzende Mosaikstein im Personalpuzzle ist indes ein 21 Jahre alter Jungspund. Jonas Weber, der mit zweistelliger Trefferzahl maßgeblichen Anteil am Kreisliga-Aufstieg und Klassenerhalt seines Heimatvereins hatte, gelangen beim Premierenauftritt alle drei SVB-Tore. „Hoffentlich hat er sein Pulver damit fürs erste verschossen“, scherzt Bernd Renner vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Schützling. Nicht verhehlen will Hallerndorfs Trainer, dass sie über den Wechsel ihres Leistungsträgers schon enttäuscht waren. Der Kontakt sei aber nach wie vor gut „und wir werden sicher nach dem Spiel ein Bier zusammen trinken“.

Sportlich zeigt sich die DJK mit Maximilian Weber zuversichtlich, die Lücke durch Michael Runda füllen zu können. Immerhin zweimal traf der 28-jährige Routinier gleich am ersten Spieltag. Ein 4:1-Erfolg gegen Burk katapultierte die Aischgründer überraschend an die Tabellenspitze und schrieb die Erfolgsgeschichte fort.

Im März 2015 löste die vorab verkündete Trennung von Spielertrainer Marcus Schock zum Saisonende eine Abwärtsspirale aus. Nachdem sich die Hallerndorfer erst spät aus dem Tabellenkeller befreit hatten, formte der aus Hirschaid gekommene Renner in kurzer Zeit ein Spitzenteam, das im Sommer 2016 den Sprung in die Kreisliga schaffte und als Neuling drinblieb. Buckenhofens Helmut Wolff ist vor diesem Gegner gewarnt, zumal Hallerndorf bei seinem traumhaften Auftakt 2017 fast die gesamte Spielzeit in Unterzahl agierte. „Die werden nicht kommen und uns etwas schenken. Die haben eine kampfstarke Mannschaft. Da müssen wir dagegenhalten, um erfolgreich zu sein. Zuletzt reichte es zweimal nur zu einem Remis.“ Einen Vorteil erkennt Wolff, der auf seinen 18-fachen Torschützen der Vorsaison Felix Pfister verzichten muss, „in unserem ausgeglichenen Kader, auch wenn derzeit noch fünf Mann fehlen.“ Mit größeren Engpässen muss derzeit Bernd Renner auskommen, zumal Abwehrspieler Johannes Weiß nach seiner Roten Karte gesperrt ist. „Ich habe nur zwölf Spieler, daher müssen wir aus der zweiten Mannschaft auffüllen. Trotzdem gibt es für uns Möglichkeiten, wenn wir alles, was wir haben, in die Waagschale werfen. Den Druck hat Buckenhofen.“

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