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Nach der Pause erwacht die SVL-Tormaschine

Kreisklasse 2 - 4. Spieltag

Der SV Langensendelbach kommt aus dem Feiern gar nicht mehr heraus: Mit dem 7:3 gegen die DJK FC Schlaifhausen gelang dem Vorjahres-Aufsteiger in der Kreis­klasse 2 der vierte Sieg in Serie. Vier Spiele, vier Siege kann auch Verfolger Baiersdorf vorweisen. Die BSV-Reserve gewann bereits am Donnerstag mit 5:0 gegen Weilersbach. Knapp hinter dem Spitzenduo liegt weiterhin der TSV Ebermannstadt, der auch gegen Schlusslicht Willersdorf ohne Gegentor blieb.

Wenn die Jubeltraube zur Gewohnheit wird: Langensendelbach ist noch immer ungeschlagen.

 / © Sportfoto Zink

Nach dem Abpfiff fällt es auch dem Spielertrainer schwer, nicht völlig abzuheben. Schon wieder hat sein Sportverein gewonnen. Diesmal war Schlaifhausen fällig, am Ende hatten die Gäste sieben Tore kassiert. „Wir haben in den bis­herigen Spielen sehr über­zeugt“, sagt Alexander Schliff­ka. Er selbst steht auf dem Platz, ist aber auch Coach. Eigentlich keine leichte Aufga­be. Doch in Langensendelbach gelingt gerade so gut wie alles. Am Sonntag musste Schliffka groß rotieren, weil einige Spie­ler im Urlaub waren. „Aber auch die zweite Reihe hat es sehr gut gemacht. Jeder zieht mit.“ Auf dem Platz sei der Teamgeist spürbar. „Wir leben das vor. Fußball ist kein Einzel­sport, es geht nur gemeinsam.“ In der Kreisklasse ist das der Schlüssel zum Erfolg. „Team­geist wie diesen haben ich bis­lang nirgends so erlebt.“
Dadurch ins Rollen gekom­men ist vor allem die Offensi­ve. 21 Tore hat Langensendel­bach in vier Spielen erzielt, mindestens vier Treffer pro Partie. Doch das Gleichge­wicht zwischen Angriff und Abwehr stimmt noch nicht, weshalb der Spielertrainer auch nach einem 7:3 noch ein wenig kritisieren muss: „Wir haben wieder drei Gegentore kassiert, die wir zu einfach bekommen haben.“ Die Hausherren waren nach einem Eckball sogar mit 0:1 in Rückstand geraten (8.). „Durch Unkonzentriertheiten passiert das immer wieder“, sagt Schliffka. „Eine richtige Spitzenmannschaft ist da abge­zockter. Stärkere Mannschaf­ten nutzen diese Fehler auch besser aus.“ Schlaifhausen ist Tabellenelfter. „Wir hatten vor dem Spiel besprochen, fokussiert bleiben zu wollen, auch wenn es nicht der stärks­te Gegner ist.“ Gelungen war das erst nach einer holprigen Anfangsphase. Dann aber kam die Tormaschinerie in Gang.
Das mussten die Langensen­delbacher dann natürlich auch gebührend feiern, zuerst noch mit den eigenen Fans, dann auf der Kirchweih im Nachbar­ort Igelsdorf. „Da wird getanzt und gesungen. Es ist eine Belohnung für das, was die Mannschaft unter der Woche im Training leistet“, sagt Schliffka. Den Aufstieg als Ziel ausgeben will der 29-Jäh­rige nicht. „Auch wenn ich lügen würde, wenn die jungen Spieler sich nun mit Rang zwei oder drei begnügen würden. Wir schwimmen auf einer Euphoriewelle, intern ist der Wille da.“ Die starken Gegner allerdings kommen mit Baiers­dorf und Ebermannstadt erst noch. Katharina Tontsch

Zu Beginn waren die Kräfte­verhältnisse nach früher Führung zu Gunsten der Gäste klar verteilt, doch nach dem Ausgleichstreffer der Hause­ner bot sich bis zum Wechsel ein neu­trales Bild. Danach kam wiederum der SVK stärker aus der Kabine und zog per Doppelschlag davon. Ein berechtigter Foulelfmeter brachte den Gastgeber zurück in die Partie, nach dem erneuten Ausgleich entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ein Angriff durch die Mitte brachte Klein­sendelbach kurz vor dem Ende erneut auf die Siegerstraße. 

Aufopferungsvoll kämpften sich die Gäste nach einer verpatzten ersten halben Stunde zurück ins Spiel. Die Heimelf hatte sich offenbar viel vorgenommen und begann furios, während die Forchheimer den wichti­gen Anschlusstreffer vor der Pause noch knapp verpassten. Dennoch war die Partie nach dem späten Joker-Tref­fer am Ende nochmal offen, ein drittes Tor wollte nicht gelingen. 

Über weite Strecken im Mittel­feld begegneten sich die Kontrahen­ten, die Gäste hielten den Favoriten vom eigenen Tor fern. In die Karten spielte zudem ein früher Foulelfme­ter, nach dessen erfolgreicher Ausfüh­rung es ein zäher Nachmittag für die Eggolsheimer wurde. Beide Seiten hat­ten zwar mit je einem Aluminiumtref­fer noch die Chance auf Erfolg, doch so richtig brenzlig wurde es für gut verteidigende Poxdorfer nicht mehr. 

Ausgeglichen konnte der Aufsteiger zwar den ersten Durch­gang gestalten, am Ende wurde es mit dem ersten Sieg dennoch nichts. Bereits nach drei Minuten lag Dürr­brunn vorne, während die Heimelf Schwierigkeiten hatte. Mit zunehmen­der Spieldauer kam Effeltrich dann zu Chancen: Zwei Eins-gegen-Eins-Situationen konnte Torwart Schmidt noch entschärfen, ehe er beim dritten Mal den Schritt zu spät kam und den Elfmeter zum Ausgleich verursachte. Mit zwei ansehnlichen Spielzügen kam der Gastgeber zur Entscheidung. 

Weiterhin ohne Gegen­tor bleibt der Titelkandidat, der gegen den ersatzgeschwächten Aufsteiger keine Torchance zuließ. Nach den bei­den frühen Treffern schaltete der Favorit beim Tabellenletzten einen Gang zurück. Bei zwei scharfen Her­eingaben legten sich die Willersdorfer bei Abwehraktionen die Bällte selbst ins Netz. 

Weiterhin auf seinen ersten Sieg wartet der SV Hetzles, weil die Hausherren in einer insgesamt ansehn­lichen Partie dem Torerfolg zumeist näher waren und sich ein Chancen­plus erspielten. Zur Führung benötig­ten die Wimmelbacher dann einen direkten Freistoßtreffer. In der Folge fanden die Gäste zu wenige Mittel, um Fediouk vor Probleme zu stellen. Geb­hardt bereitete dann den finalen Nadelstich vor. 

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