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Pettensiedel setzt nach Fehlstart auf die üblichen Gesetze

Die A-Klasse im Flutlicht

Zwei Jahre musste der ASV Pettensiedel ein Schattendasein in der Bedeutungslosigkeit des Fußballs fristen. Nach der Rückkehr in die A-Klasse 2 sprechen die ersten Ergebnisse noch nicht für eine angestrebte Etablierung des Igensdorfer Ortsteilklubs. Doch der Trainer ist weiterhin optimistisch.

Der ASV Pettensiedeln muss weiterhin auf seinen ersten Punkt in der A-Klasse 2 warten.

 / © Klaus-Dieter Schreiter

Yavuz Minaz kennt die Gesetze in den Niederungen des Ligensystems. „Es gibt in der Breite nicht viele gute Mannschaften, aber immer wieder herausragende Individualisten“, stellt der 48-Jährige Nürnberger fest. Erfahrungen sammelte er in den vergangenen Jahren in der A-Klasse Neumarkt-Jura, wo er die Reserve des TSV Katzwang betreute, und zeichnete in Nürnberg für die zweite Garde des TSV Johannis 83 verantwortlich.

In den südlichen Landkreis Forchheim hatte es ihn ebenfalls schon verschlagen. Mit dem ASV Pettensiedel, der kurz nach der Jahrtausendwende einen kurzen Abstecher in die Kreisklasse machte, ist Minaz seit 2008 verbunden. „Ich habe meinen Freunden gelegentlich noch ausgeholfen, solang es das Alter zuließ“, berichtet er. 2011 stieg der ASV mit seinem ehemaligen Spielertrainer als Teilzeit-Akteur jedoch erstmals in die B-Klasse ab, kämpft seitdem um seine Liga-Zugehörigkeit.

„Bald werden keine Schiedsrichter mehr eingeteilt. Es kann für einen Fußballer nicht erstrebenswert sein, dort zu spielen“, erklärt Minaz seine Motivation, zur Vorsaison als Nachfolger seiner Nachfolger wieder einzusteigen. Die Spielzeit erlebte er mit gemischten Gefühlen. „Es ist nicht so einfach, im Rhythmus zu bleiben.“ Zweite Mannschaften präsentierten sich als wild zusammengewürfelte Gruppen, traten manchmal gar nicht an. Zwei von zehn Dreiern zum Rundenstart, die schließlich einen vorentscheidenden Abstand zum Verfolger Hedersdorf schufen, gab es auf dem grünen Tisch. Selbst eingegriffen hätte der Routinier wohl so manches Mal noch gerne, stand aber nach einem leichten Herzinfarkt im Herbst vor Jahresfrist nicht mehr auf dem Platz.

Eine Etage höher ist es die fehlende Erfahrung, die der Mannschaft zu schaffen macht. Nach knappen Niederlagen gegen Mitaufsteiger Herpersdorf II und die Offensiv-Haudegen vom Türkischen SV Erlangen setzte es für die vormals beste Abwehr der B-Klasse nun beim SV Bubenreuth eine deutliche Abfuhr. Da konnten allerdings selbst die Aushilfs-Kräfte aus der Altherren nur bedingt etwas ausrichten. Zur Pause mit 0:2 noch moderat im Hintertreffen, besiegelte ein Doppelschlag der Gastgeber die 0:6-Schlappe. Anstatt auf dem Weg in etablierte Gefilde, findet sich Pettensiedel am Tabellenende wieder.

„Ich hatte gehofft, bis September schon den einen oder anderen Punkt auf dem Konto zu haben“, verrät Yavuz Minaz. Doch eine Sinnkrise löst die Situation, auch bedingt durch Urlaubs- oder Verletzungs„Ich hatte gehofft, bis September schon den einen oder anderen Punkt auf dem Konto zu haben“, verrät Yavuz Minaz. Doch eine Sinnkrise löst die Situation, auch bedingt durch Urlaubs- oder Verletzungsabsenzen, bei ihm noch nicht aus. „Wir werden uns noch akklimatisieren. Unsere Fitness werden wir uns nach und nach erarbeiten und dann bin ich auch überzeugt, dass wir die Liga halten können“, verspricht Minaz. Dabei rechnet er sicher Leistungsschwankungen von Konkurrenten mit ein. Die üblichen Gesetze eben. 

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