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Mit Stadler kehrte der Glaube zurück bei Pettensiedel

A-Klasse 2

Der missglückte Saisonstart ist Geschichte, das Rennen um den Verbleib in der A-Klasse 2 wieder offen. Unter der neuen Leitung von Spielertrainer Stefan Stadler hat sich der ASV Pettensiedel stabilisiert, weshalb sie sich gerade im Kellerduell mit Herpersdorf II mehr erhofft haben.

Verbesserte Pettensiedeler (weiße Trikots) mussten sich gegen Herpersdorf II mit einem Remis abfinden.

 / © Maxbauer

Nach dem 0:8 zu Hause gegen die SG Siemens Erlangen, der siebten Niederlagen im siebten Spiel samt einem Torverhältnis von 2:30, wurde beim ASV Pettensiedel reagiert. Yavuz Minaz musste seinen Hut nehmen, die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Benno Buchta trauten dem Aufstiegstrainer das Erreichen des Saisonziels nicht mehr zu. Der Klassenerhalt besitzt in Pettensiedel einen enorm hohen Stellenwert, zu bitter sind die Erinnerungen an die beiden Abstürze in die unterste Liga 2011 und 2016.

„Geregelte Abläufe im Verein zu haben und einen Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, wird immer schwieriger, wenn du in der B-Klasse spielst“, sagt Buchta, der sich zum Ergreifen der Maßnahme gezwungen sah. Trotz der Enttäuschung bei Minaz sei die Trennung sauber und ohne böses Blut über die Bühne gegangen, das Verhältnis sei weiter freundschaftlich. Es überwiege nach wie vor die Dankbarkeit über die Meisterschaft und den Wiederaufstieg aus der B-Klasse, dennoch sei eine Veränderung nötig gewesen.

Mit Stefan Stadler übernahm im Oktober ein Mann, der den Verein noch nicht lange kennt und selber erst als Spieler vor der Saison zur Mannschaft gestoßen war. Im hiesigen Spielkreis ist der 37-Jährige ein unbeschriebenes Blatt, in jüngeren Jahren spielte er in Oberbayern bis zur Regionalliga. Beruflich zog es ihn später nach Nürnberg, weshalb er fußballerisch eine Pause einlegte. Der Weg nach Pettensiedel entstand über die Reitbeteiligung seiner Freundin. „Er hat sich hier gut eingefunden, weshalb wir angefragt haben, ob er sich ein solches Engagement zutrauen würde“, erzählt Buchta. Stadler spürte das Vertrauen der Spieler und sagte zu.

Fortan stimmten auch die Ergebnisse wieder, in sechs Partien unter ihm sammelte der ASV nun zehn Punkte und hat damit den Anschluss ans rettende Ufer wieder gefunden. „Ich versuche, das Training und die Ansprache etwas einfacher zu gestalten, wieder zurück zu den Grundlagen zu gehen. Damit fahren wir im Moment ganz gut“, erklärt Stadler, der überzeugt ist, dass die Qualität der Mannschaft für die A-Klasse reicht: „Gegen die oberen Mannschaften tun wir uns nach wie vor schwer, aber ansonsten können wir gegen jeden Gegner punkten.“ 

Ein Punkt sprang jetzt beim Wiedersehen mit dem ASV Herpersdorf II heraus, ein 1:2 im Vergleich mit dem Mitaufsteiger zu Saisonbeginn gab damals den Vorgeschmack auf die folgende Misere. Mit einer gelungenen Revanche hätte der ASV die Abstiegsränge verlassen können. Tatsächlich wäre ein Start nach Maß möglich gewesen, doch Kapitän Dominik Siebert versagten die Nerven bei einem Foulelfmeter. „Da dürfen wir uns in Zukunft nicht mehr so beirren lassen. Es war natürlich nicht förderlich, dass der Gegner seine erste Chance dann auch gleich nutzt“, berichtet Stadtler hinterher. Die Führung der Gäste resultierte aus einem weiteren Foulelfmeter. Erst nach Beendigung der laut Stadler schwächsten Spielhälfte in seiner Amtszeit wachte Pettensiedel auf und kam vermehrt zu Offensivszenen. Letztlich sorgte der Spielertrainer persönlich per direktem Freistoß für den Ausgleich.

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