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Neuer Trainer trotz Tabellenplatz zwei: Henfenfeld holt Mayer

Kreisklasse 4

Der SV Henfenfeld vollzieht zum Jahreswechsel einen Trainerwechsel: Matthias Mayer löst Peter Morawietz ab. Der Verein erhofft sich frischen Wind für das Aufstiegsrennen.

Ein Bild aus dem Jahre 2006: Matthias Mayer (rechts) spielte damals beim FC Schnaittach. Nun übernimmt er in Henfenfeld seine erste Trainerstation.

 / © Zink

Eins möchte Henfenfeld-Abteilungsleiter Jörg Eichenmüller im Vorfeld loswerden: "Es ist uns auf persönlicher Ebene nicht leichtgefallen, es war eine schwierige Entscheidung. Wir wünschen Peter für die Zukunft auch viel Glück". Peter - gemeint ist Peter Morawietz, der Henfenfeld im Sommer 2017 übernahm. Für den 55-Jährigen war es damals die zweite Station beim SVH, bereits von 2008 bis 2010 trainierte er hier. 

Die Entscheidung, als Tabellenzweiter den Trainer zu wechseln, wirft natürlich Fragen auf: "Wir waren mit der sportlichen Entwicklung gerade im spielerischen Bereich nicht zufrieden", erklärt Eichenmüller, "mit dem Trainerwechsel wollen wir neue Reizpunkte setzen." Im engen Verfolgerfeld hinter dem enteilten Primus Rückersdorf ist Henfenfeld punktgleich mit drei weiteren Teams notiert, Heuchling und FC Hersbruck II haben zudem eine Partie weniger absolviert. Auch innerhalb des Teams fand die Idee Unterstützung: "Wir haben viel gesprochen, die Mannschaft versteht die Entscheidung."

Mit dem Trainer werden auch seine beiden Söhne Henfenfeld verlassen. Sascha Morawietz wechselt zum FC Reichenschwand, Daniel Morawietz hat noch keinen neuen Verein. Als Neuzugänge stehen bereits Chalil Gurur und Acar Kagan vom SV Bronn fest.

Mayer übernimmt - für ein halbes Jahr

Neuen Wind soll nun Matthias Mayer reinbringen. Der 38-Jährige ist ein bekanntes Gesicht im Verein, war er doch von 2014 bis 2016 als Spieler in Henfenfeld aktiv. "Viele aus der Mannschaft haben mit ihm schon zusammengespielt. Er war damals schon eine Führungsfigur und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen." Für Mayer, der höherklassige Erfahrung unter anderem bei der SpVgg Bayreuth, dem SK Lauf und dem FC Schnaittach sammelte, ist es die erste Station als hauptverantwortlicher Coach. Als "Co-" schnupperte er aber bereits beim FSV Erlangen/Bruck Trainerluft. "Er war unsere Wunschlösung", sagt Eichenmüller, "er ist Lehrer, ein junger Trainer, der die Mannschaft mit in die Verantwortung nimmt. Ich glaube, er hat eine besondere Ansprache." Selbst auflaufen wird Mayer aber nicht mehr, musste er doch 2016 seine aktive Karriere wegen eines Knorpelschadens beenden. Die Zusammenarbeit mit dem 38-Jährigen ist zudem auf ein halbes Jahr beschränkt - für die kommende Saison muss sich der SV Henfenfeld einen neuen Trainer suchen.

Einfacher wird diese Suche natürlich, wenn man mit einer potentiell künftigen Kreisliga-Zugehörigkeit wuchern kann. Und die ist auch das erklärte Ziel des SV Henfenfeld: "Platz eins ist vergeben, dafür agiert Rückersdorf zu souverän. Auf den Plätzen dahinter kann jeder jeden schlagen. Es wird ein Mehrkampf um Platz zwei." Und den will der SVH aber unbedingt erreichen, um nach Rang drei in der vergangenen Saison in der Relegation die Kreisliga zu packen.

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