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Rille: "Von der Qualität her gehören wir definitiv in die Kreisliga"

Kreisliga 1

Als Aufsteiger brauchte der SV Langensendelbach ein paar Wochen, um sich in der Kreisliga zu akklimatisieren. Nach sechs durchwachsenen Spielen stieß das Team von Spielertrainer Daniel Rille aber den Bock um und befindet sich zur Winterpause auf dem zehnten Tabellenplatz.

Daniel Rille wird den SVL nach der Saison verlassen.

 / © Roland G. Huber

"Ich denke, dass man im Großen und Ganzen mit der Hinrunde zufrieden sein kann", sagt SVL-Coach Rille. Fünf Punkte Vorsprung hat seine Mannschaft aktuell auf den ersten Abstiegsrang und auch der achte Platz ist nur drei Punkte entfernt. Eine gute Leistung für den Aufsteiger, der in der Hinrunde desöfteren mit der Personalsituation zu kämpfen hatte. "Durch Urlaub und Verletzungen musste ich die Mannschaft relativ oft umbauen und wir haben nur selten mit der selben Aufstellung spielen können. Dadurch konnten wir uns dann nicht richtig einspielen und die Konstanz hat uns gefehlt", erinnert sich Rille. Aus 18 Spielen holte Langensendelbach dennoch 22 Zähler, vor allem gegen die direkte Konkurrenz sah der SVL in der Regel gut aus. Besonders bitter waren jedoch die beiden Niederlagen gegen Kersbach und Tennenlohe: Im Nachbarschaftsderby gegen die DJK verspielte das Team nämlich eine Führung und damit einen Sechs-Punkte-Sieg, eine Woche zuvor machte es der Tabellenzweite zweistellig – 10:0. "Unsere Personalsituation wird sich jetzt nach der Winterpause voraussichtlich bessern, wovon ich mir mehr Konstanz und dementsprechend eine Leistungssteigerung erwarte", blickt der SVL-Trainer nach vorne und fügt an: "Von der Qualität der Mannschaft gehören wir definitiv in die Kreisliga." Dies sei, so Rille, an den Siegen des SVL erkennbar: "Die Spiele, die wir gewinnen konnten, waren in den meisten Fällen auch verdient. Unser größtes Plus ist der Zusammenhalt der Mannschaft", sagt er. Ein Minus seiner Schützlinge hingegen könnte die Konzentration sein, denn einen Großteil der insgesamt 48 Gegentreffer kassierten die Grün-Weißen unmittelbar vor dem Abpfiff: 14 an der Zahl kurz vor der Pause, elf kurz vor dem Spielende. Rille: "Da fehlt uns einfach noch die Cleverness und Erfahrung, um dann auch mal ein Unentschieden über die Zeit zu bringen. Gerade bei engen Spielen wollen wir dann doch zu viel und kassieren so noch zum Ende hin die Tore."

Trainerwechsel zur neuen Saison

Bereits Anfang des Jahres verkündeten die Verantwortlichen des SV Langensendelbach, dass zur neuen Saison ein neuer Trainer an der Seitenline stehen werde. "Die Entscheidung an sich hat mich schon überrascht, zumal es für mich keine Vorzeichen für eine Trennung gab. Dass ich als Spielertrainer nur neun Spiele in der Vorrunde machen konnte, war aber natürlich unglücklich und deshalb muss ich die Entscheidung des Vereins so akzeptieren", sagt der scheidende Übungsleiter. Er befinde sich nun auch selbst in Gesprächen über seine sportliche Zukunft, Konkretes gäbe es aber nicht zu berichten. "Ich werde weiterhin für Gespräche zur Verfügung stehen. Ob ich dann nächstes Jahr als Trainer, Spielertrainer oder Co-Trainer weitermache, wird sich zeigen." Zuallererst gilt es aber, das Saisonziel zu erreichen und sich somit auch möglichst früh aus dem Abstiegskampf zu entfernen. Um dies zu bewerkstelligen, konnte der Verein zwei Neuzugänge an Land ziehen: Aus Zeckern kommt mit Siggi Kurr ein alter Bekannter nach Langensendelbach zurück, mit Niclas Baum verstärkt ein Torwart den SVL-Lader. Zudem kehren einige Langzeitverletzte zur Mannschaft zurück. Wichtig für den SVL wird sein, dass das Team hellwach aus der Winterpause kommt und sich nicht – wie zum Saisonstart – zu viel Zeit mit dem punkten lässt. Mit Möhrendorf und Adelsdorf hat der Tabellenzehnte zum Auftakt nämlich zwei richtig dicke Brocken vor der Brust und das aufgebaute Polster könnte schnell geschmolzen sein.

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