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TSV Kirchehrenbach: Steube beerbt Schleiwies

Kreisliga 2

Rund vier Wochen vor Beginn der Rückrunde steht der Nachfolger für Stephan Schleiwies beim TSV Kirchehrenbach fest: Patrick Steube aus Heroldsbach wird bei den Germanen im Sommer als Trainer anheuern und tritt seine erste eigenverantwortliche Übungsleiterstelle an.

Nach der Vorstellung im Kabinentrakt des TSV (v.l.): Noch ein lockeres Pläuschchen zwischen Interims-Vorsitzenden Markus Hofmann, Stammkeeper Marco Wagner, dem zukünftigen Trainer Patrick Steube und Co-Trainer Sebastian Häfner. 

 / © Hühnlein

Bis dahin wird Schleiwies, der nach zwei Spielzeiten am Ende der Saison seinen Hut nimmt, weiterhin seinem Heimatverein dienen und alles versuchen den Klassenerhalt in der Kreisliga 2 zu realisieren. Steubes Kontrakt bei den abstiegsbedrohten Walberla-Kickern gilt für die kommende Spielzeit aber unabhängig der Ligenzugehörigkeit.

Den Vollzug teilten TSV-Interimsvorsitzender Markus Hofmann und die sportliche Führung des Vereins mit, die sich derzeit aus Stammkeeper Marco Wagner und Co-Trainer Sebastian Häfner rekrutiert. Letzterer wird in der kommenden Saison weiterhin als Trainer-Stellvertreter fungieren und soll Steube vor allem als Bindeglied in der Kennenlernphase unterstützen. Das Trio nutzte außerdem die Zusammenkunft, um die Herrenmannschaft für die bald beginnende Restsaison einzuschwören.

Wagner, der die ersten Kontakte zum künftigen Coach knüpfte, blieb es vorbehalten seinen Teamkameraden den baldigen Chef im Kabinentrakt des Sportheimes vorzustellen. "Mit der frühzeitigen Bekanntgabe dieser Verpflichtung möchten wir vor allem den Spielern ein Signal geben, dass wir nach vorne schauen wollen und müssen. Aber auch unseren Mitgliedern und Anhängern möchten wir zeigen, dass es weitergeht. Wir haben noch viele Punkte auf unserer Agenda und gehen sie Schritt für Schritt, Woche für Woche an."

Vor der versammelten Kreisliga-Mannschaft appellierte anschließend Hofmann an die Adresse der Akteure und deren Patriotismus. Mit aufmunternden Worten gab er zu bedenken, dass es auch anderswo mal rauf und mal runter ginge. "Hut ab vor euch allen, die auch in der jetzigen Phase versuchen ihr Bestes zu geben und weiterhin an einem Strang ziehen. Beim Erfolg fällt es leicht und das kann jeder. Erst wenn der Weg steiler wird, sieht man, wer ihn weiter mit geht und auf wen Verlass ist." Hofmann verstehe es, wenn sich junge Spieler Gedanken über einen Vereinswechsel machen. Er sagt aber auch ganz klar in Richtung der Eigengewächse, dass es sich lohne, diese Erfahrungen fürs Leben mitzunehmen. "Mir gefällt es sehr, dass es nicht nur ganz junge Spieler sind, die ins kalte Wasser geworfen wurden und trotzdem nicht hadern. Auch einige Akteure der Alten Herren und sogar Spieler die ihre Karriere längst beendet hatten, haben gezeigt, was Mannschaftsgeist heißt. Ihr alle kennt das Fußballerlied 'You never walk alone'. Manche singen es nur, aber manche leben es."

In diesem Sinn ergriff auch Patrick Steube die Gelegenheit sich und seinen Werdegang vorzustellen. Da ihm bei der SpVgg Heroldsbach zusätzlich zum Job als Co-Trainer kurz vor der Winterpause noch die sportliche Leitung (nach Rücktritt des Amtsinhabers) übertragen wurde, sprang er zudem kürzlich nach der Trennung von Trainer Armin Appelt zusammen mit Teamkollege Hannes Feeß als Trainer-Duo bis zum Saisonende ein. "Bitte habt dafür Verständnis, dass mein Hauptaugenmerk zunächst noch der SpVgg gilt. Es ist zwar ein kleines Polster da, aber der Klassenerhalt ist noch längst nicht fix." Trotzdem suchte der 31-jährige gebürtige Thüringer, der durch dem Umzug der Eltern nach Kronach kam und aufwuchs sofort den Draht zu Funktionären und Spielern und verteilte vorab von ihm vorbereitete Kontakt- und Informationsformulare.

Der fußballerische Werdegang führte den gelernten Abwehrspieler über seinen Jugendverein TSV Neukenroth erst zum SV Reitsch und danach zum TSF Theisenort. Einen sportlichen Sprung absolvierte der inzwischen 23-jährige und zum "6er" umfunktionierte Mittelfeldakteur in Mitwitz, wo er 2010 mit dem FC in die Bezirksoberliga aufstieg. Der Wechsel Richtung Heroldsbach 2013 war beruflich bedingt, inzwischen ist Steube dort verheirateter Familienvater eines Söhnchens.

Übrigens: Die interessierten Kiebitze können sich den 8. März im Kalender anstreichen. An diesem Freitagabend erwartet der TSV Kirchehrenbach die SpVgg Heroldsbach zu einem Vorbereitungsspiel. Eine gute Gelegenheit also für Patrick Steube seine künftige Mannschaft auf Tauglichkeit zu prüfen - und sich vielleicht sogar mit Amtsvorgänger Stephan Schleiwies auszutauschen.

Die Amtszeiten der Trainer in der Kreisliga 2

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