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Goalgetter Sven Wächter: Baiersdorf schnappt zu

Kreisliga 2

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga in der Spielzeit 2015/16 und dem Abgang einiger Leistungsträger schien der SV Gößweinstein vor dem Abgrund zu stehen. Stattdessen schafften die Kicker aus dem Wallfahrtsort den Turnaround und kehrten in der letzten Saison ins Kreisoberhaus zurück. Eng mit dem Aufschwung verbunden ist der Name Sven Wächter: Der Kapitän und Torjäger des SVG hat seine Klasse mehrfach nachgewiesen - und will es in der kommenden Saison höherklassig versuchen.

Sven Wächter verlässt nach der Saison den SV Gößweinstein in Richtung Baiersdorfer SV.

 / © Maxbauer

Platz vier und 31 Punkte nach 19 Spieltagen. Diese Werte hätte vor der Saison wohl jeder in Gößweinstein ohne zu zögern unterschrieben. Der Aufsteiger spielte eine grandiose Hinrunde und muss sich so keinerlei Sorgen um den Klassenerhalt machen. Kapitän Wächter verrät das Geheimrezept hinter dem Erfolg: „Dass wir als Team agieren, macht uns einfach so stark. Wir kennen unsere Stärken und können das umsetzen, was der Trainer von uns verlangt. Wir wollen einfach kompakt stehen. Natürlich werden wir in der Rückrunde nicht mehr so unterschätzt wie zuvor, aber wir wollen in der Rückrunde genauso erfolgreich sein.“

Ein wichtiger Faktor war laut Wächter auch der starke Start in die Spielzeit, als es aus den ersten fünf Spielen gleich vier Siege gab. So wurde die Aufstiegseuphorie mit über die Sommerpause gerettet, und der SVG spielte sich in einen Lauf. Nach der Winterpause ist der Start missglückt, denn in Uttenreuth setzte es eine bittere 1:2-Pleite, der entscheidende Treffer fiel in der 94. Minute. Der guten Stimmung tut dies keinen Abbruch, und so will der Kapitän mit seinem Team einen guten, einstelligen Tabellenplatz erreichen und zeigen, dass die Hinrunde nicht von ungefähr kam.

Auch persönlich hat sich der Goalgetter in der Kreisliga etabliert und grüßt momentan mit 20 Saisontoren von der Spitze der Torjägerliste. Schon in der Kreisklasse war er für die Abwehrreihen nicht zu halten, gerade seine Kopfballstärke bei Standards ist gefürchtet. „Man setzt sich natürlich so seine Ziele, und die habe ich auch weiterhin, aber dass es in der Kreisliga für mich so läuft, hätte ich auch nicht gedacht. Aber natürlich will ich so weitermachen.“

Seine Scorerwerte sind natürlich auch der höherklassigen Konkurrenz nicht verborgen geblieben, einige Angebote flatterten ins Haus. Entschieden hat sich der 21-Jährige für den Baiersdorfer SV, der momentan in der Landesliga um den Klassenerhalt kämpft. „Der BSV ist auf mich zugekommen. Wir hatten schon seit längerem Kontakt, und in diesem Winter ist das alles konkreter geworden, da sie sich sehr um mich bemüht haben. Ich habe mich für den BSV entschieden, weil es eine sehr junge Mannschaft ist und ich mich da perfekt einbringen kann. Auch der neue Trainer (René Ebert, die Red.) hat mich davon überzeugt.“ Die Zusage von Wächter gilt ligenunabhängig, also auch bei einem möglichen Abstieg würde der Stürmer nach Baiersdorf wechseln.

Nachdem auch Trainer Jens Zweck am Saisonende sein Amt niederlegt, steht also ein kleiner Umbruch beim SV Gößweinstein an. Da vor der Saison schon mit Andreas Stenglein ein wichtiger Offensivbaustein nach Weingarts gewechselt war, bricht nun der wohl zentrale Fixpunkt im Spiel weg. Wächter glaubt aber an seinen Heimatverein und sieht der Zukunft positiv entgegen: „Der SVG ist eine Mannschaft, die über Leidenschaft und Kampfgeist zum Erfolg kommt. Ich weiß ganz sicher, dass - wenn dieser Ehrgeiz und diese Einstellung auch über die Saison hinaus so bleiben - der SVG auch nächstes Jahr wieder ein gutes Jahr spielen wird.“ Über seine persönlichen Ziele in der kommenden Spielzeit hat sich der Angreifer noch keine großen Gedanken gemacht, für ihn zählen nur die noch anstehenden Spiele mit seinem Heimatverein, die er genießen und bestmöglich bestreiten will.

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