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DJK Erlangen: "Mehr als nur eine Mannschaft"

Kreisklasse 1

Geschafft. Wobei, sagt Daniel Hohenester, 22: Am Ziel ist man bei der DJK Erlangen noch gar nicht. Aufsteigen in die Kreisliga ist das große Ziel, doch direkt darf das nur der Meister, der FC Herzogenaurach II. Trotzdem ist das Erreichen der Relegationsspiele schon ein Erfolg, findet der Mannschaftskapitän.

„Wir brauchen Herausforderungen“: Daniel Hohenester (mit Kapitänsbinde) im Kreis seiner Freunde. Den Direktaufstieg hat die DJK zwar verspielt, nun aber steht die Relegation an.

 / © Schuster

Herr Hohenester: Jahrzehntelang dümpelte die DJK Erlangen in den Niederungen des Amateurfußballs vor sich hin. Was ist das Geheimnis des Erfolgs?

Daniel Hohenester: Vor acht Jahren ist die C-Jugend des BSC Erlangen geschlossen zur DJK gewechselt, da war auch ich dabei. In der B-Jugend kam noch ein großer Schwung vom TV dazu. Wir sind mehr als eine Mannschaft, wir sind ein Freundeskreis.

Vergangene Woche wurde mit der Niederlage gegen Bruck II die Chance auf den Direktaufstieg verspielt. Mit dem 5:0 gegen Höchstadt aber am letzten Spieltag gab es nun zumindest Rang zwei. Ein Erfolg?

Hohenester: Insgesamt dürfen wir uns schon freuen über Platz zwei, das ist immerhin das beste Ergebnis für die DJK seit langer Zeit. Und dadurch, dass wir uns das selbst erarbeitet haben, denke ich, dürfen wir schon stolz sein. Aber richtig freuen dürfen wir uns noch nicht, von Platz zwei können wir uns nichts kaufen. Unser Endspiel kommt ja noch.

Also wurde noch nicht gefeiert?

Hohenester: Doch, das schon. Die Pflicht haben wir ja erfüllt, also haben wir bei unserem Sponsor auf dem Henninger Keller Rang zwei gefeiert.

Die Diskothek „Paisley“ ist Sponsor der DJK - auch ein Zeichen für die junge Truppe?

Hohenester: Ein paar Mitspieler arbeiten im Paisley, so ist der Kontakt entstanden. Aber wir wollen als Team da noch mehr aufbauen. Die DJK ist im Aufbruch, hier hat lange vieles geschlummert.

Trainer Dario Cedrone hat Bedenken, dass die Kreisliga zu früh kommt für dieses junge, unerfahrene Team.

Hohenester: Der Kreisligaaufstieg, sollte er klappen, ist sein Verdienst. Hut ab für seine Arbeit. Ich finde aber, die Kreisliga tut uns gut. Wir brauchen Herausforderungen, an denen wir weiter reifen und wachsen können. Auch im Umfeld, für das kommt die Kreisliga vielleicht zu früh.

Wie meinen Sie das?

Hohenester: Wir müssten noch mehr Mühe als bisher schon in die Jugendarbeit investieren. Neue Spieler kommen im Moment nur zu uns, weil wir halt eine coole Truppe sind. Wir hätten aber gern mehr Jugendspieler, die in den Herrenbereich hineinwachsen können, wie wir damals.

Und wenn die erfolgsverwöhnte DJK nächstes Jahr aus der Kreisliga wieder absteigt, dann bricht alles zusammen?

Hohenester: Nein, dann lernen wir daraus und schauen, dass wir eben wieder aufsteigen.

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