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Klassenerhalt? Der SV Gößweinstein verfolgt ein übergeordnetes Ziel

Kreisliga 2

Zwei von drei Aufsteigern mussten in der letzten Saison in der Kreisliga 2 den direkten Gang zurück in die Kreisklasse antreten. Einzig der SV Gößweinstein war frei von jeglichen Abstiegssorgen und schaffte es sogar lange, das Spitzenduo ein wenig zu ärgern. Nun ist Kapitän und Torschützenkönig Sven Wächter weg, und mit Marcel Zweck hat ein Einheimischer den Trainerposten übernommen.

Auf seinen Torriecher wird es kommende Saison besonders ankommen: Marcel Zweck (links), neuer Spielertrainer und offensiver Hoffnungsträger nach dem Abgang von Sven Wächter.

 / © Rudolf Maxbauer

Schaut man nur auf den Nachnamen, so hat sich auf der Trainerposition des SV Gößweinstein nichts verändert. Denn Jens Zweck übergab den Staffelstab an seinen Bruder Marcel, der in Zukunft zusammen mit Michael Stenglein und Tobias Krug als Co-Trainer das Sagen hat. "Bis jetzt ist es durchweg gut gelaufen. Wir kennen uns ja alle schon ewig, so dass wir keine Eingewöhnungszeit gebraucht haben. Wir sind alle gute Kumpels und wissen, wie der andere denkt." So lautet Zwecks erstes Fazit der Zusammenarbeit im neuen Team.

Nicht ganz so rund ist bisher die Vorbereitung gelaufen, wobei die lange letzte Saison, vor der durch die Relegation kaum eine Pause war, ihre Spuren hinterlassen hat. "Bisher lief es mäßig, was an den vielen Verletzten liegt, die ihre Probleme noch aus der Vorsaison mit sich rumschleppen. Dadurch, dass viele Spieler zwangsweise pausieren müssen, haben wir die Testspiele mit vier, fünf Spielern der zweiten Mannschaft bestritten, wir haben halt einen kleinen Kader", so Zweck. Zum Auftakt wartet nun der TSC Pottenstein, für Zweck gleich ein wegweisendes Duell: "Pottenstein wird eine harte Nummer, gerade weil es ein Derby ist. Das ist wie ein Glücksspiel - wenn wir gewinnen, läuft die Saison, sollten wir aber verlieren, kann es schnell nach hinten losgehen."

Das Augenmerk des Trainerteams liegt allerdings gar nicht so sehr auf der Tabellenplatzierung oder dem Klassenerhalt, beim SV Gößweinstein steht ein anderer Wert ganz groß im Vordergrund: "Wir werden schauen, was in dieser Saison geht. Sollten wir absteigen, geht die Welt auch nicht unter. Unser Ziel ist es, alle Einheimischen zu halten und eine charakterstarke Mannschaft zu formen. Die Spieler, wir Trainer und auch die Vorstandschaft sind sich einig, dass die Kreisliga in Gößweinstein kein Muss ist. Wer kann schon von sich behaupten, nur mit Einheimischen aufzulaufen, da muss man schon lange suchen. In einer Zeit, in der immer mehr Spielgemeinschaften entstehen, soll das unseren SV Gößweinstein auszeichnen. Wir haben diese Saison einen kompletten Umbruch, wir ziehen auch drei A-Jugend-Spieler nach oben und schenken der Jugend das Vertrauen. Egal ob jetzt in der Kreisklasse oder in der Kreisliga, wir wollen so lange wie möglich alleine bleiben und vorerst in keine SG gehen."

Mit Sven Wächter ist dem SVG der zentrale Offensivspieler abhanden gekommen, er geht in der neuen Spielzeit in der Landesliga für Baiersdorf auf Torejagd. Den Verlust will Zweck im Kollektiv auffangen und die fehlenden Tore auf mehrere Schultern verteilen. Im Spielkreis kennt natürlich aber auch jeder die Torgefahr des mittlerweile 30-jährigen Zweck, der selbst schon fast jede Abwehrreihe vor unlösbare Probleme gestellt hat. Es liegt also auch oder vor allem am Coach selbst, erneut in die Rolle des Torjägers zu schlüpfen.

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