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Appelt: „Mittelfristig wollen wir schon zurück"

Kreisliga 2

Punkte gab es zwar in der letzten Saison nicht allzu reichlich, Trainerwechsel dafür genug. Mit Harald Gerstner, Daniel Hofmann, Peter Halenke, Manuel Menges und dann zum Abschluss noch Armin Appelt versuchten fünf Coaches, teilweise interimsmäßig, den Abstieg des TSV Neunkirchen aus der Bezirksliga zu verhindern. Geklappt hat es am Ende aber nicht. Appelt blieb und will nun mit seiner Mannschaft den Turnaround schaffen.

Armin Appelt ist nicht ganz zufrieden mit der Vorbereitung seiner Mannschaft.

 / © Sportfoto Zink

Statt die Euphorie des Aufstiegs mit in die Bezirksliga zu retten, gab es beim TSV Neunkirchen stets Unruhe, erst der erfahrene Coach Armin Appelt brachte den Brandbach-Kickern die so dringend benötigte Stabilität. Den Abstieg konnte er zwar auch nicht mehr verhindern, die positive Stimmung ist aber wieder zurück: „Die Mannschaft ist in sich sowieso gefestigt. Es herrscht eine Bombenkameradschaft. Nach so einer Katastrophensaison brechen Mannschaften natürlich teilweise auseinander, aber nicht hier in Neunkirchen. So etwas habe ich noch nie erlebt, dass es wirklich gar keine Grüppchen gibt und alle auch außerhalb des Platzes etwas zusammen machen. Wir haben in den letzten Wochen versucht, das Positive herauszuarbeiten, und ich denke, dass uns das gelungen ist.“

Es ist den Verantwortlichen beim TSV gelungen, die Mannschaft beisammen zu halten, eine große Abwanderungswelle konnte vermieden werden. Lediglich zwei Spieler fallen zur neuen Saison weg, denn Stefan Köhler muss aufgrund gesundheitlicher Probleme und Benedikt Bock aus beruflichen Gründen pausieren. Beide lassen jedoch ihren Pass in Neunkirchen. Dagegen kann Appelt einige Neuzugänge begrüßen: „Manuel Dronsgalla kommt aus der Kreisklasse, aus Oberreichenbach, er wohnt aber schon seit fünf Jahren in Neunkirchen. Er ist auch schon höherklassig erfahren, denn er hat in Heßdorf schon Bezirksoberliga gespielt. Philipp Vandekerckhove war bis vor der Saison in Heßdorf, aber auch er wohnt in einem Ortsteil von Neunkirchen. Pascal Schwemmer kommt aus dem Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, während Lukas Rauh aus der eigenen Jugend dazustößt.“

Angesprochen auf die Vorbereitung ist der ehemalige Torhüter zwiegespalten: Zwar ist er mit dem Training zufrieden, die Testspiel-Ergebnisse hätten seiner Meinung nach aber besser ausfallen können. „Von den Trainingseinheiten her läuft es, wie wir uns das vorgenommen haben. Die Beteiligung ist hoch, allerdings sind die Ergebnisse aus den Testspielen nicht allzu gut. Ohne die Katastophen-Saison wäre es mir egal, weil man ja auch viele Dinge ausprobiert, aber nach der letzten Spielzeit ziehen einen Niederlagen natürlich runter, und der Kopf fängt zu denken an.“

Während viele Konkurrenten den TSV Neunkirchen als einen Favoriten auf den Aufstieg sehen, sieht Appelt drei andere Teams in der Pole Position. „Diepersdorf als Mitabsteiger wird natürlich wieder hoch wollen. Bei ihnen sieht es von der Fluktuation her anders als bei uns aus. Sie haben viele Abgänge und Zugänge und auch einen neuen Spielertrainer, der aus einer höheren Liga kommt. Sie sehe ich schon vorne. Dazu noch Weingarts mit dem neuen Spielertrainerduo und den TSV Neunhof.“ Selber will er erstmal kleinere Brötchen backen und nimmt einen Platz unter den ersten Fünf ins Visier. „Mittelfristig wollen wir schon zurück in die Bezirksliga. Aber gut Ding braucht Weile und wenn wir diese Saison unter die ersten Fünf kommen, dann wäre ich top zufrieden. Wichtig ist, dass wir uns in dieser Saison finden und das Spielsystem reinbekommen. Man hat mit Kirchehrenbach gesehen, wie schnell es gehen kann, deswegen wollen wir von Anfang an nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“

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