Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Oliver Seybold macht den Unterschied

Kreisliga 2

Weingarts spielender Co-Trainer Oliver Seybold bereitete zwei Treffer beim 3:1-Derbysieg in Neunkirchen vor. Nur selbst brachte er den Ball nicht ins Tor.

Derby-Zeit ist auch Grätschen-Zeit. In Neunkirchen gab es für die DJK einen Sieg. 

 / © Maxbauer

So ganz angekommen ist Oliver Seybold noch nicht. 38 Regionalligaeinsätze (elf Tore), 198 Spiele in der Bayernliga (76) und ein Treffer, der es sogar in die Sportschau schaffte – für einen Amateurfußballer kann der 31-Jährige auf eine eindrucksvolle Karriere zurückblicken. Doch die, hat der Zahntechniker im Sommer nach dem Bayernliga-Abstieg mit dem FSV Erlangen-Bruck entschieden, braucht nun eine neue, ganz andere Herausforderung.

Zusammen mit Bastian Lunz ist Seybold nun am Fuße des Walberlas angekommen, als spielende Trainer wollen sie die DJK Weingarts in die Bezirksliga führen. Nach zwei Siegen aus zwei Spielen, am Sonntag einem verdienten 3:1 (2:1) beim TSV Neunkirchen im Nachbarderby, scheint das Selbstbewusstsein nicht unangebracht. Wenngleich Seybold schon genug erlebt hat, um zu wissen: „Wir haben noch 28 Spiele.“

Appelt ist angefressen

Dennoch steht die DJK seit Spieltag eins, einem 5:2 über Rückersdorf, an der Spitze der Tabelle. Seybold traf zwei Mal. Auch gegen Neunkirchen bereitete der Torjäger zwei Treffer vor. Beim 1:1 konnte seinen wuchtigen Kopfball Alexander Dieselberger im Heimtor nur Christian Kosel vor die Füße abwehren, der den Ball über die Linie drückte (25.).Vor dem 2:1 durch Sebastian Friedl per direktem Freistoß (25.) war Seybold nach Sololauf gefoult worden. Der Vorentscheidung wieder durch Kosel ging ein starker Flachpass in die Tiefe von Schuster voraus.

„Er ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann in dieser Liga“, lobte Neunkirchens Coach Armin Appelt Oliver Seybold hinterher. Appelt hat mit Manuel Menges einen spielenden Co-Trainer im Team, der ähnliche Fähigkeiten besitzt. Der auch schon Bayernliga für Jahn Forchheim spielte, aber bei dem sich seine Mannschaft bedeutend schwerer tat, ihn richtig einzusetzen. So blieb die Führung nach Kopfball-Tor von Martin Kolb in den Torwinkel (14.) das einzige Mal, das die 250 Zuschauer plus die 20 Zaungäste, die vom angrenzenden Freibad hinüberguckten, jubeln durften.

Ansonsten war der TSV vor allem angefressen: „Es ärgert mich immer dann, wenn wir Fehler in Spielsituationen machen, die ich vorher explizit anspreche“, so Appelt. Gut vorbereitet hatte sich der Trainer auf das favorisierte Weingarts, „die Niederlage ging in Ordnung – aber durch unsere Fehler drehen die das Spiel. Vielleicht wäre mehr drin gewesen“. Zwischen Platz fünf und zehn, so Appelt, will Neunkirchen nach dem Bezirksligaabstieg landen.

Anders Weingarts, das mit einem Sechs-Punkte-Start seine hohen Ambitionen unterstreicht. Wenngleich der ein oder andere noch Eingewöhnungszeit braucht: „Die Zweikämpfe werden härter geführt. Und manche wollen es mir besonders zeigen“, hat Oliver Seybold festgestellt. Einem ist das auch gelungen, an diesem hochsommerlichen Sonntag am Brandbach: Alexander Dieselberger. Der parierte einen Strafstoß (74.) sowie einen Alleingang (81.) vom Weingartser Spielertrainer. „Einen Elfmeter sollte man niemals halbhoch schießen“, ärgerte sich Seybold. Auch nicht in der Kreisliga.

Mehr zum Thema