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DJK Eggolsheim: Mit Bescheidenheit und Demut zum Klassenerhalt

Kreisliga 1

Viel Zeit zum Akklimatisieren scheint Aufsteiger Eggolsheim in der Kreisliga nicht zu brauchen: Nach zwei Spielen hat das Team von Trainer Christian Martin vier Zähler auf dem Konto – und das, obwohl sich der Übungsleiter nur wenig zufrieden mit der Vorbereitung zeigt.

Christian Martin ist zufrieden mit dem Auftakt.

 / © Spörlein

Als Kreisklassenmeister sicherte sich Eggolsheim in der vergangenen Spielzeit das Aufstiegsticket, Trainer Lutz Reinhold nahm nach der Saison aber den Hut und schloss sich der DJK Eintracht Willersdorf an. Mit Christian Martin steht nun ein neuer Mann an der Seitenlinie der Rot-Schwarzen, unter dem das Team einen bislang sehr guten Auftakt in die Kreisliga feiern durfte: Aus den beiden Aufeinandertreffen mit Niederndorf und der Herzogenauracher Reserve resultierten vier Zähler.

 „Mit dem Saisonstart bin ich natürlich sehr zufrieden, vor allem mit dem Punkt gegen Niederndorf. Der ASV wird schließlich nicht umsonst hoch gehandelt, aber da haben wir von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft“, resümiert der Neu-Coach. Auch beim ersten Saisonsieg habe er eine wichtige Qualität seiner Schützlinge erkannt, denn trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung wäre beinahe nichts aus dem Dreier geworden: Innerhalb von zwei Minuten egalisierten die Pumas das Ergebnis. „Dass wir dann trotzdem aber noch einmal zurückgekommen sind und den Siegtreffer erzielt haben, spricht schon für eine gute Moral“, zeigt sich Martin zurecht stolz.

Die gute Platzierung seiner Mannschaft nach zwei Spielen sei für ihn mit Blick auf die vergangenen Wochen aber alles andere als selbstverständlich: „Unsere Vorbereitung war sehr durchwachsen. Wir hatten viele Urlauber und Verletzte aus der Vorsaison, so richtig durchziehen konnten nur wenige Spieler. Man sieht eben, dass Vorbereitung und Saison dann doch zwei Welten sind und zumindest am Ende waren dann alle da, damit wir uns einstimmen konnten“, sagt er.

Dicke Brocken stehen bevor

An der Ausrichtung soll sich für Eggolsheim, ungeachtet des guten Starts, erst einmal nichts ändern, Ziel bliebe ohne Diskussion der Klassenerhalt. „Alles andere wäre als Aufsteiger auch vermessen, wir gehen mit Bescheidenheit und Demut an die Aufgaben heran, weil die Liga auch unheimlich ausgeglichen und stark ist“, so Martin. Obendrein werden die Aufgaben für den Aufsteiger nicht leichter, am Samstag muss die DJK nach Möhrendorf, am Donnerstag drauf kommt Zeckern nach Eggolsheim. „Das sind schon einige Bretter, die da vor uns liegen – dass in der Liga aber jedes Spiel schwer wird, wussten wir vorher. Man darf sich keinen Lapsus erlauben und es kommt auch darauf an, ob wir als Mannschaft komplett sind. Den größten Kader haben wir nämlich nicht“, blickt der Coach voraus.

Letzterer Umstand sorgt im Eggolsheimer Lager schon einmal für Kopfzerbrechen. Neben dem Abgang von Ex-Trainer Reinhold wechselte Adrian Grinjunks nach Baiersdorf in die Landesliga – die Neuzugänge hingegen sind vom Verletzungspech verfolgt. Lediglich Maximilian Roppelt, der aus Moggast zurück in seine Heimat wechselte, schaffte bislang den Sprung in die erste Elf. Bedarf sieht Martin aber vor allem auf der Torhüterposition: „Wir haben das Pech, dass unsere Torhüter am Wochenende wegen ihres Berufs öfters einmal nicht zur Verfügung stehen, deswegen sind wir da noch auf der Suche und wollen uns eventuell noch verstärken“, so Martin.

Während sich Eggolsheim in den kommenden Tagen also auf Torhüter- und Punktejagd gegen den Abstieg begibt, siedelt der DJK-Übungsleiter am anderen Tabellenende die üblichen Verdächtigen an: Niederndorf, Möhrendorf, Oesdorf, Heßdorf und Zeckern ordnet er ins obere Tabellendrittel ein, außerdem „werden da noch ein, zwei Teams dazustoßen. Bei Niederndorf muss man aber sagen, dass sie wirklich durch die Bank gut besetzt sind“, sagt Martin. Und er muss es – mit Blick auf den Spielplan – ja wissen.

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