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ATSV Forchheim: Lohn für besonderen Fleiß

A-Klasse 3

Die Trainerlaufbahn von Philipp Heublein ist noch jung, den Facettenreichtum lernte er in noch nicht mal einem Jahr bereits kennen. Als interne Lösung nach dem Rücktritt von Tekin Atar beim ATSV Forchheim ging der 28-Jährige nun erstmals von Beginn an als Übungsleiter mitsamt Vorbereitung in eine Saison.

Der ATSV Forchheim (garue Trikots) bezwang die SG Bieberbach/Wichsenstein II mit 4:1 und untermauerte mit dem Sieg die Tabellenführung.

 / © Petzoldt

In der ersten Spielzeit war vor allem Improvisationsgeschick gefragt, doch trotz einiger Widrigkeiten wie die Personalnot auf der Torwartposition in der Rückrunde blieb der ATSV bis zuletzt im Rennen um die Spitzenplätze. Weil mit Turgay Atli der erfahrene Co-Trainer in den Fußballruhestand ging, hatte Heublein bereits im Frühjahr die A-Klasse als geeignetere Liga für den Vollzug des kleinen Umbruchs bezeichnet. Christoph Friesner steht nun als verlängerter Arm zur Seite. Und die schrittweise Rückkehr einiger Verletzter birgt für die Forchheimer auch noch im weiteren Verlauf neue Optionen.

Die Aufgaben zum Saisonstart hatten es auch gleich in sich. „Zu Beginn ein schwieriges Spiel in Muggendorf, mit Pinzberg und Reuth zwei Topanwärter und Gräfenberg als Absteiger, das war ein extrem hartes Auftaktprogramm, und da hätte ich mir definitiv etwas anderes gewünscht“, verrät Heublein, der im Nachhinein nicht mehr meckern kann: Vier Siege, ein Unentschieden lautet die Bilanz des Tabellenführers, denn auch der jüngste Vergleich mit der SG Wichsenstein/ Bieberbach II ging an sein Team.

Zwei ansehnlich herausgespielte Treffer sorgten für die 2:0-Führung, ehe die Heimelf im Zentrum den Zugriff verlor und dementsprechend den Anschlusstreffer hinnehmen musste. Auch weil Heublein nach dem Wechsel noch Qualität von der Bank in die Partie bringen konnte, gewann der ATSV wieder die Oberhand und legte noch zwei Tore nach.

Trotz der verheißungsvollen Ausgangslage will der Trainer das Aufstiegswort nicht in den Mund nehmen: „Zum einen ist die Liga durch die spielfreien Tage und die Urlaubszeit aktuell noch sehr verzerrt, zum anderen haben wir vor allem letztes Jahr gemerkt, wie lange so eine Saison gehen kann. Den Anspruch, Rang drei aus dem Vorjahr zumindest zu bestätigen, sollten wir aber schon haben, womit wir ja bei erfolgreichem Gelingen zwangsläufig vorne dabei wären.“ Für Heublein wird dies in einer „nominellen starken A-Klasse 3“ aber nicht einfach werden. „Es sind auch für uns unbekanntere Teams dabei, die wir bislang nicht auf dem Schirm hatten, was aber eine schöne Herausforderung ist.“ Unterdessen wollen sie die gute Laune und Stimmung – die zweite Mannschaft steht als I-Tüpfelchen in der B-Klasse verlustpunktfrei vorne – im Verein konservieren und den entstandenen Schwung transportieren. Die starke Frühform kommt bisweilen nicht von ungefähr: Ausgerechnet und untypischerweise in der Annafest-Woche zeigte die Heublein- Elf die höchste Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung. Die erarbeiteten Zusatzprozente haben die Forchheimer zumindest momentan der Konkurrenz voraus. Für Heublein ist es wiederum eine neue Facette.

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