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TSV Röttenbach: Doch noch kein Spitzenteam

Kreisklasse 2

Im Spiel gegen den SV Weilersbach lässt der TSV Röttenbach das erste Mal in dieser Saison Punkte liegen. Durch das 2:2 verliert der Absteiger an Luft an der Tabellenspitze der Kreisklasse 2. Neu-Trainer Lars Daniel bleibt dennoch gelassen.

Seit dieser Saison Chefcoach beim TSV Röttenbach: Lars Daniel.

 / © Pfrogner

Zwei Punkte verloren, und dann auch noch verdient, Lars Daniel, der Trainer des TSV Röttenbach, konnte mit diesem Sonntagnachmittag nicht zufrieden sein. Der Spitzenreiter der Kreisklasse 2 wurde im Spiel gegen den Tabellenneunten seiner Favoritenrolle nicht gerecht und kam nicht über ein 2:2 hinaus. Dabei schienen in der Anfangsphase alle Zeichen auf Sieg zu stehen.

Leon Bauerreis erzielte bereits in der vierten Minute das erste Tor für die Heimmannschaft. Diese frühe Führung hatte jedoch nicht lange Bestand, die Gäste kämpften sich zurück und konnten nach zehn Minuten den Ausgleichs- und nach weiteren fünf Minuten sogar den eigenen Führungstreffer erzielen. Nach diesem lebhaften Start konnten sich beide Mannschaften noch weitere Chancen erarbeiten, die jedoch auf keiner der beiden Seiten mit Erfolg gekrönt waren. Mit 1:2 ging es in die Pause.

Nach Wiederanpfiff spielte zunächst Röttenbach besser. Nach einem Freistoß in der 47. Minute glichen die Hausherren aus. Anschließend gewann die Partie an Härte. Nachdem im ganzen vorherigen Spiel keine Karte nötig war, zeigte der Baiersdorfer Schiedsrichter Peter Noppenberger in den letzten zwanzig Minuten ganze fünfmal Gelb. Tore aber fielen nicht mehr.

Nach sechs Siegen in sechs Spielen war das der erste Punktverlust für den Absteiger, der unter dem neuen Trainer Lars Daniel einen fulminanten Start in die Saison hingelegt hatte. Gerade deshalb schmerzen den Coach „die verlorenen Punkte zu Hause“. Lars Daniel, der mit seiner Familie in Zeckern wohnt, zeigt sich nach dem Spiel dennoch bescheiden, der Gegner habe „gut geliefert“, dafür ging das Remis in Ordnung.

Trotz der starken Leistungen zuletzt habe der direkte Wiederaufstieg nicht die höchste Priorität. Ein Unentschieden ist also kein Weltuntergang. Für die sehr junge Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 21,6 Jahren sei es viel wichtiger, wieder positive Ergebnisse einzufahren und nach langer Zeit im unteren Tabellenabschnitt der Kreisliga wieder Spaß am Spiel zu bekommen, so der 46-Jährige. Er selbst hatte im Sommer die Nachfolge von Norman Matschke angetreten.

Das vom Verein vorgegebene Ziel sei ein Tabellenplatz im oberen Mittelfeld. Die Mannschaft sei noch nicht ganz da, wo sie hin will, dürfe jedoch, da sie noch so jung ist, auch Fehler machen. „Daraus lernen die Spieler noch.“ Ob die so junge Mannschaft am Ende der Saison oben stehen wird, kann der gebürtige Großenseebacher noch nicht sicher sagen. Auch wenn sie die jüngsten Spiele souverän, also jeweils mit zwei Toren Abstand, gewann, gebe es noch Luft nach oben, zum Beispiel habe man in den vergangenen beiden Spielen auch fünf Gegentore kassiert, was „einer Spitzenmannschaft normalerweise nicht passieren sollte“. Gegen Pretzfeld und in Dürrbrunn holte der TSV trotzdem Siege (4:2, 5:3).

Obwohl Sonntag laut Wetterbericht der letzte warme Tag des Sommers gewesen sein soll, wird es auf dem Platz weiterhin heiß hergehen. In den nächsten Spielen gegen die direkten Verfolger werde es das Ziel sein, den Platz zu verteidigen und sich womöglich sogar etwas abzusetzen. Hemhofen hat einen Zähler Rückstand, die Buckenhofener Reserve vier. Trotz des Punkteverlustes zeigt sich Daniel in Hinblick auf das kommende Spiel gegen den Tabellendritten selbstsicher: „Da müssen wir die Punkte, die wir im Heimspiel liegen gelassen haben, wieder holen.“ Dann ist auch der Trainer zufrieden.

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