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DJK SpVgg Effeltrich: Mit neuer Kraft gegen die Widerstände

A-Klasse 3

In der A-Klasse 3 behalten Effeltrichs Fußballer ihre weiße Weste. Vom Aufstieg will Spielertrainer Baumgärtner, dem die Umstände des jüngsten Abstiegs noch sauer aufstoßen, noch nicht sprechen.

Egloffstein (rote Trikots) ging wenig zimperlich zu Werke, am Ende behielt Effeltrich (in gelb) in Unterzahl dennoch die Oberhand.

 / © Zink

Die abschließenden Spieltage der abgelaufenen Kreisklassen-Saison hatten es aus Effeltricher Sicht durchaus in sich. Geplagt von rückblickend eklatanten Verletzungsproblemen, verspielte die SpVgg eine eigentlich passable Ausgangslage durch acht Niederlagen in neun Partien und stand vier Spieltage vor Saisonende fast schon aussichtslos mit dem Rücken zur Wand. Wer die Schützlinge von Daniel Baumgärtner, der im Oktober 2018 nach dem Rücktritt von Michael Appelt vom spielenden Co-Trainer zum Chefcoach wurde, zu diesem Zeitpunkt schon abgeschrieben hatte, lag jedoch zunächst gründlich daneben.

Mit einem Kraftakt gewannen sie drei Spiele, um sich vor dem Finale plötzlich punktgleich mit Dürrbrunn den ersten Abstiegsplatz zu teilen. Weil der Konkurrent zum Topteam nach Hemhofen musste, das noch Chancen auf den Aufstieg in die Kreisliga besaß, erschienen die Effeltricher Chancen auf den Klassenverbleib plötzlich wieder realistisch. Dürrbrunn gewann zur allgemeinen Überraschung jedoch mit 4:1 und feierte auf fremdem Platz den Klassenerhalt. 

Baumgärtner erhebt dazu pikante Vorwürfe: „Es ist schon ein Wahnsinn, dass manche Vereine sich in dieser Liga kaufen lassen. Das hätte ich nicht für möglich gehalten.“ Seine Behauptung untermauert der 30-Jährige nicht nur mit dem lust-und kraftlosen Auftritt der Hemhofener an diesem Tag, sondern auch mit Aussagen, die Anwesende aus der Effeltricher Vorstandschaft am Spielfeldrand aufgeschnappt hätten. „Das ist traurig, aber daran können wir nichts ändern. Ein mögliches Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt wurde uns dadurch genommen. Insgesamt kam der Abstieg aber nicht überraschend. Jedem im Verein war bewusst, dass es nach der schwierigen Rückrunde so kommen kann.“

All das ist mittlerweileaus den Köpfen, mit einer optimalen Ausbeute von sechs Siegen aus sechs Spielen hat Effeltrich den Status als Kandidat für den direkten Wiederaufstieg untermauert. Die Verletzten aus der Vorsaison stoßen momentan nach und nach wieder mit dazu. Darüber hinaus landete man mit Torwart Tino Stahl, der aus beruflichen Gründen von Jahn Forchheim zurückkam und nun im Wohnort die Schuhe schnürt, einen Transfercoup. Tim Schuster kehrte dazu aus Röttenbach zurück.

Die Partie gegen den noch schleppend auf Touren kommenden SC Egloffstein, diesen Sommer immerhin Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation, durfte als erster härterer Prüfstein gewertet werden. Stein, der gegen den gegnerischen Schlussmann energisch nachsetzte, brachte seine Farben in Führung, die zwischendurch durch das Egloffsteiner Tor-Phantom Daniel Backof ausgeglichen wurde. Weil Effeltrich daraufhin in Unterzahl geriet, wechselte das Momentum auf die andere Seite, doch in der Schlussphase gelang der Siegtreffer. Baumgärtner konstatiert: „Ich denke, dass wir uns im weiteren Verlauf der Saison noch steigern werden. Wir sind froh, dass uns der Start gelungen ist und wollen oben dabeibleiben. Es gibt aber keine Vorgabe, den Wiederaufstieg unbedingt schaffen zu müssen.“

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