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TSV Gräfenberg: Stabilisierungsjahr mit Startschwierigkeiten

A-Klasse 3

Probleme aus der Abstiegssaison hat der TSV Gräfenberg mit in die A-Klasse geschleppt. Und frisches Personal fehlt.

Der Start der Gräfenberger zu Saisonbeginn war mehr als vielversprechend, ehe gleich fünf Niederlagen am Stück folgten. Nun hat der TSV (weiß/schwarz) gegen die SG Kleinsendelbach/Hetzles II (dunkelblau) mit 3:1 wieder gewonnen.

 / © Rudolf Maxbauer

Es ist eine andere Ausgangslage als 2017 – als der TSV Gräfenberg schon einmal in die A-Klasse abgestiegen ist. Das Ziel damals, direkter Wiederaufstieg, wurde über die Bühne gebracht. Gerne hätten die Verantwortlichen um den langjährigen Vorsitzenden und Funktionär Harald Denk den Sturz als einmaligen Betriebsunfall in der Vereinshistorie abgeheftet, müssen sich nun aber dauerhaft mit dem Thema beschäftigen: Denn die Chance, den Klassenerhalt in der Kreisklasse realisieren zu können, war bei nur zwei Siegen in der vergangenen Saison eigentlich nie so richtig da.

Es sind die Lasten eines Umbruchs, der sich zwangsweise vollzog, bei dem aber schlichtweg zu wenig personelle Tiefe vorhanden ist. Anders als in der Nachbarschaft fehlt es bei Denks Vorhaben, ein Team aus einheimischen Kräften langfristig auf Kurs zu bringen, noch an Nachwuchskräften. Dort klafft bei der U19 eineLücke, es wird noch mindestens zwei Jahre dauern, bis mehr als ein halbes Dutzend B-Jugendliche aus der Spielgemeinschaft mit Weingarts dazustoßen können. Die beiden vielversprechendsten Talente konnte der TSV nicht mehr halten: Der 19-jährige Leistungsträger Philipp Zwerenz folgte dem Ruf des Bezirksligisten Kalchreuth, der ein Jahr ältere Leon Müller wechselte in die Kreisliga nach Weingarts. Mit Michael Hauenstein (Ermreuth) ist ein weiterer Torgarant abhandengekommen.

„Man kann es einem jungen Spieler nicht verübeln, es zu versuchen, wenn ein Verein wie Kalchreuth anklopft. Die Jungs sind bei uns aber weiterhin Mitglied und finden sicherlich eines Tages den Weg zurück“, sagt Denk. Die Brüder Lukas und Simon König (zuvor Thuisbrunn) schnüren jetzt wieder gemeinsam für den Heimatverein die Schuhe.

Mit Bernhard Kelch fand Denk im Winter einen erfahrenen Trainer, der den Weg in die A-Klasse mitgehen wollte. Die Verletzungssorgen haben sie aber mit in die neue Spielklasse transportiert. „Es ist im Moment nicht einfach. Wir wollen bei Null starten und uns wieder stabilisieren, über Siege muss sich das Team Selbstvertrauen holen. Eine Mittelfeldplatzierung streben wir an, ein direkten Wiederaufstieg war nie ein Thema.“ Mit einem Auftaktsieg auswärts gegen die SG Stöckach geriet der Start mehr als vielversprechend, ehe allerdings gleich fünf Niederlagen am Stück folgten. Zwei davon deutlich, drei davon denkbar knapp. Gegen den Tabellenletzten, die SG Kleinsendelbach/ Hetzles II, gelang nun auf heimischem Platz ein erlösendes 3:1.

Anfängliche Überlegenheit und zwei daraus resultierende Treffer machten später aber erneut dem Schlendrian Platz. Erst der Konter zum 3:1 besiegelte den verdienten Heimsieg. Dazu Denk: „Die Mannschaft ist heute anders aufgetreten und hat die Initiativen übernommen. Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Ich gehe davon aus, dass wir uns im Verlauf der Saison, wenn sich die personelle Lage nach und nach entspannt, steigern und noch ein paar Plätze in der Tabelle gutmachen.“

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