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Pretzfeld vor dem Schlaifhausen-Match: Für eine Überraschung sind sie gut

Kreisklasse 2

In der Kreisklasse 2 hängt Pretzfeld den Erwartungen hinterher, empfängt nun die unverhofft konstante DJK Schlaifhausen. Die Erinnerung an den Mai könnte für frischen Mut bei den Hausherren sorgen.

Die Wege der Nachbarn aus Pretzfeld (blaue Trikots) und Schlaifhausen kreuzen sich immer wieder. Eine Szene aus der A-Klassen-Saison 2009/10.

 / © Roland G. Huber

Es war schon eine kleine Überraschung, als der Kreisklassist SV Pretzfeld im Frühsommer die Nachfolger von Trainer Jörg Rösch und seinem verlängerten Arm Volkan Güla als sportlich Verantwortliche für die neue Saison präsentierte. Mit Ferdinand Drummer und Andreas Stenglein wechselten zwei Fußballer im besten Alter an die Trubach, die zuvor gemeinsam in Weingarts Spitzenambitionen in der Kreisliga verfolgten.

Der anfänglichen Euphorie folgte aber schnell die Ernüchterung. Die Umstellung auf die Spielidee des Duos dauert länger als erwartet. Die Konsequenz war eine Niederlagenserie zu Saisonbeginn und der vorübergehende Absturz auf den letzten Platz. Mittlerweile hat sich die Mannschaft aber gefangen und konnte zwei Dreier gegen vermeintliche Kellerkonkurrenten verbuchen. "Es geht in die richtige Richtung", freut sich Vorstandsmitglied René Rackelmann und wird von Ferdinand Drummer bestätigt: "Ich sehe eine riesige Steigerung, sowohl im konditionellen als auch im spielerischen Bereich." Trotz des jüngsten 1:3 gegen Meisterschaftsanwärter Hemhofen attestierte der ehemalige Bayern- und Landesligaakteur (Memmelsdorf, Forchheim) seinen Schützlingen "die bisher beste Saisonleistung". Darauf möchte man nun gerade zur heimischen Kerwa aufbauen, schließlich stellt sich mit der DJK Schlaifhausen ein formstarker Tabellenvierter vor. Zur Sicherheit, erklärt Ferdinand Drummer scherzhaft, werde er am Abend auf dem Festgelände kontrollieren "ob da nicht einer schon über die Stränge schlägt", erlaubt seinen disziplinierten Pretzfelder Spielern für den Erfolgsfall jedenfalls "ein paar Maß".

Beim Nachbarn in Schlaifhausen ist die Laune nicht minder prächtig. "Es macht viel mehr Spaß, um die vorderen Plätze mitzuspielen, als irgendwo im Mittelfeld herumzuhängen, wo man bei einem Sieg vielleicht von Platz elf auf zehn springen kann. Wenn wir derzeit Spiele gewinnen, können wir auf dem Relegationsplatz stehen", sagt Abteilungsleiter Manuel Drummer, der von seinem Trainer ein Sonderlob ausgestellt bekommt: "Der Verein hat die richtigen Leute für die richtigen Positionen geholt. Die Integration hat super geklappt", so Onur Thompson, der im zweiten Jahr bei der DJK auf der Bank sitzt und 2018/19 auf Rang 8 zum zweitbesten Ergebnis seit dem Wiederaufstieg 2014 geführt hatte.

Die Erwartungshaltung vor der Saison bezeichnet Thompson als "gemischt, denn wir wussten nicht, wie die Neuen einschlagen würden". Trotz der knappen Auftaktniederlage gegen den Aufstiegskandidaten aus Röttenbach "war die Stimmung danach sehr gut, denn wir haben sehr gut mitgehalten und hätten mit etwas Glück auch punkten können". Es folgten sieben Siege und nur eine weiterer Dämpfer gegen Primus Hemhofen. Das anstehende Kerwa-Duell am Samstag (15.30 Uhr) sieht Thompson dennoch nicht als Selbstläufer: "Wir müssen in Pretzfeld 100 Prozent geben, müssen das Spiel genauso angehen wie gegen eine Top-Mannschaft. Pretzfeld ist gefährlich, da kannst du auch leicht das Nachsehen haben." Eine Überraschung gab es erst im Mai, als sich Pretzfeld mit einem 4:1 wichtige Zähler für den Klassenverbleib sicherte.

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