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Schlaifhausen seziert Pretzfeld - Hemhofen stolpert gegen Dürrbrunn

Kreisklasse 2 10. Spieltag

Im Kerwa-Derby hätte selbst die Feuerwehr die Brände in der Pretzfelder Abwehr nicht löschen können. Schlaifhausen und Buckenhofen rücken Hemhofen auf die Pelle, der Primus stolperte nämlich gegen ein Kellerkind.

Ganz selten konnten die Pretzfelder (blaue Trikots) ihre Kontrahenten aus Schlaifhausen so vehement bedrängen. 

 / © Huber

Als ein Verteidiger der Gloria nach Flanke am Ball vorbei segelte und der spätere Doppeltorschütze zur Führung traf, stellte dies den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf. Weilersbach hatte vor der Pause ein klares Chancenplus und belohnte sich per Kopf immerhin mit dem Ausgleich. Vor dem 2:1 hatte sich der Gastgeber bereits in Form eines Lattentreffers angenähert. Willersdorf warf in der Schlussphase alles in die Waagschale und erspielte sich Chancen, die letzte davon nutzte Leisgang bei einer Standardsituation zum 2:2.

Als der Anpfiff ertönte, stand knappe 100 Meter vom Spielfeld entfernt noch die FreiwilligeFeuerwehr im Mittelpunkt, um den Kerwabaum aufzustellen. 20 Minuten später war das Unterfangen unter dem Applaus zahlreicher Zuschauer auch gelungen, ganz im Gegensatz zum Vortrag der Pretzfelder Kicker. Die Hausherren ließen im Derby gegen die DJK Schlaifhausen sämtliche Tugenden, die sie in den letzten Wochen auszeichneten, vermissen und unterlagen folgerichtig sang und klanglos. Während nach Abpfiff die Sieger auf dem Platz „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey,hey“ skandierten, musste Pretzfelds Trainer Ferdinand Drummer, der verletzungsbedingt aktuell nicht auf dem Platz eingreifen kann, erst einmal nach Worten ringen: „Mir hat es schon beim Aufwärmen nicht gepasst,das war von der Einstellung schon am Anfang nichts. Die ersten zehn Minuten haben wir komplett verschlafen und ein billiges Tor bekommen. Beim zweiten genauso, der läuft durch fünf Mann durch, das funktioniert so nicht. Die Einstellung passte nicht, das Kämpferische passte nicht, wir helfen uns nicht gegenseitig, genau der Gegensatz zu letzter Woche, ich bin sehr enttäuscht“. Der Gästespieler, der die Schwächen des SV Pretzfeld bereits nach 100 Sekunden schonungslos aufdeckte, avancierte zum Mann des Tages und heißt Daniel Kremer. Er spielte bereits in der Jugend für seinen Stammverein. Vor dem 0:1 setzte er sich trotz Bedrängnis auf der linken Seite durch und bediente mustergültig den freistehenden Florian Kroder. Vor dem 0:2 nach einer halben Stunde ließ Kremer dieses Mal auf der rechten Seite vier Abwehrspieler wie Slalomstangen stehen und legte für Michael Kuhn auf, der aus wenigen Metern ins lange Eck traf. Die spielerische Überlegenheit der Schlaifhausener war bereits zu diesem Zeitpunkt offensichtlich, auch wenn DJK-Coach Onur Thompson den Gegner in seiner späteren Analyse zumindest vor der Pause auf Augenhöhe sah: „In der ersten Halbzeit war das Spiel auf Messers Schneide, wir haben auf Stenglein und Porzelt immer aufpassen müssen, denn die haben ihre Abschlüsse gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann unsere Konter sehr gut ausgespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen“. Die beiden genannten Akteure stellten indes nach der Pause keine Gefahr mehr für das Gästetor da. Stenglein fehlt erkennbar noch die Bindung zu seinen Nebenleuten und Porzelt, der in vorderster Front zuvor emsig rackerte, verletzte sich kurz vor dem Wechsel an den Bändern und musste zur Untersuchung ins Krankenhaus. Auf dem Spielfeld hingegen freuten sich die Gästefans über einen lupenreinen Hattrick von Daniel Kremer, der mit der Pretzfelder Hintermannschaft Katz und Maus spielte. Das halbe Dutzend machte letztendlich Tobias Lassner voll, der nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf erfolgreich war. „Heute muss keiner auf beleidigt machen, ich will jeden auf der Kerwa sehen, es darf sich keiner drücken“, kündigte Ferdinand Drummer trotzig eine ungewöhnliche Aufarbeitung an. „Wir werden auch da sein“, versprach ihm Thompson kollegiale Unterstützung. Die Feuerwehr war ohnehin zugegen. // STEFAN BRAUN

Beim frühen ersten Treffer patzte die Defensive grob und stand auch Sekunden später noch ungeordnet, was zum bitteren Doppelschlag führte. Der Gast war zur Pause sogar noch gut bedient, denn weitere Treffer verhinderte gerade noch so das Gebälk oder ein Verteidiger auf der Linie. Zwar kam die SG verbessert aus der Kabine, was angesichts zweier weitere Gegentreffer nach Eckbällen aber nichts mehr änderte.

Die spielbestimmende Bezirksliga-Reserve wackelte jeweils am Anfang der beiden Spielhälften gegen den im Vergleich zu den Vorwochen stark verbesserten Aufsteiger, der seine Nadelstiche setzte. Nach dem Strafstoß zum 4:2 ließ die Gegenwehr allerdings nach und die ungeschlagene Heimelf nutzte die nun vorhandenen Räume aus.

Zum Kerwa-Heimspiel ärgerten die Hausherren den Tabellenführer gewaltig und kamen durch einen direkten Freistoß zur Führung. Nachdem Dürrbrunn verpasst hatte nachzulegen, wurde Hemhofen so langsam besser und drehte über die Außenbahnen auch direkt die Partie. Nach der Pause gab es Chancen auf beiden Seiten, wobei die der Heimelf zwingender waren. Folgerichtig gelang der viel umjubelte Ausgleich.

Die Gäste führten Duell der Kreisliga-Absteigers dank eines Freistoß- Abprallers, wovon sich die aktivere Heimelf aber nicht aus der Bahn werfen ließ. Der Spielertrainer war bei einem Kopfball an die Latte schon nah dran am Ausgleich, ehe seine Schützlinge nach dem Wechsel durch einen starken Spielzug zum 1:1 kamen. Einen Eckball nutzte Kersbach dann zur Führung und leistete sich noch einen verschossenen Foulelfmeter. Röttenbach war am Drücker, letztlich erfolglos.

Die offensiv harmlosen Hausherren waren mit dem Remis zur Pause gut bedient, denn Wimmelbach vergab beste Chancen und scheiterte am Pfosten. Nach dem Wechsel verschoss der Torjäger sogar einen Elfmeter, war später mit dem 1:0 für seine Farben aber doch noch zur Stelle. Die Gäste agierten zu diesem Zeitpunkt bereits in Überzahl und legten wenig später noch einen weiteren Treffer nach.

Weiterhin sieglos und zum siebten Mal unentschieden, dominierte Poxdorf die ereignisreiche Partie, spielte allerdings dem Gegner zweimal den Ball in den Fuß und lief Rückständen hinterher. Der Ausgleichstreffer nach einem Querpass vor der Pause war überfällig. Aus Sicht der Heimelf landete später ein Latten-Kopfball hinter der Torlinie, doch das Spiel lief weiter und im Gegenzug gab es Strafstoß für Heroldsbach. Im Nachschuss landete der Ball im Tor. Der SVP bewies wieder Moral und glich per Kopf ein weiteres Mal aus.

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