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SG Stöckach/Ermreuth: Dünne Luft am Lindelberg

A-Klasse 3

Die SG Stöckach/Ermreuth kommt in der A-Klasse 3 nicht in Schwung. Nach dem 1:5 in Muggendorf bleibt die SG auf dem vorletzten Rang.

Gestoppt: Beim Gastspiel in Muggendorf (weiße Trikots) unterlag die SG Stöckach (in rot) mit 1:5. 

 / © Maxbauer

Der FC Stöckach und die A-Klasse, das gehört eigentlich zusammen wie der Wald zum benachbarten Lindelberg. Vor vier Jahren entzog er sich diesem Naturgesetz kurzzeitig, um sich unter Trainer Michael Appelt sogar zwei Runden in der Kreisklasse zu versuchen. Seitdem aber geht es für die Igensdorfer steil bergab. Nach schmerzhaften Abgängen von Leistungsträgern und anderen personellen Ausfällen geriet schließlich der Spielbetrieb derartig in Gefahr, dass im Sommer 2018 nur noch eine Spielgemeinschaft weiterhalf. Weil die ebenfalls dauerkriselnde Zweitvertretung des Kreisligisten Ermreuth, mit dem die Stöckacher bereits im Nachwuchs kooperieren, auf der anderen Seite am Fuße des Nordhangs zu Hause ist, entstand der Name SG Lindelberg. Zum Sturm auf den Gipfel, so realistisch schätzten sich die Partner im Vorfeld freilich ein, würde es in nächster Zeit kaum reichen. Während die gebündelten Kräfte andernorts wie bei der parallel gebildeten SG Bärnfels/Obertrubach schnellere Ergebnisse lieferten, führte der Ermreuther Philip Löffler die gemischte Mannschaft in der Premierensaison immerhin sorgenfrei auf Mittelfeldrang 9 ins Ziel. Aktuell indes ist die Lage prekär. Weil Stützen wie Christoph Bergner verletzt fehlen, muss bereits aus der U19 nachgeschoben werden. „Die Liga ist stärker, da schenkt uns niemand etwas. Wir wollten es unbedingt vermeiden, in die Abwärtsspirale zu geraten. Da müssen wir uns gemeinsam wieder rausarbeiten“, erklärt Stöckachs Abteilungsleiter Stefan Gebhardt. Um die Spannung im Training hoch zu halten, finden die Einheiten mittlerweile gemeinsam mit den Ermreuther Kreisliga-Fußballern unter deren Coach Jörg Kemnitzer statt – mal auf dem einen, mal auf dem anderen Sportplatz. Dass die gebeutelte erste Garde momentan ebenfalls den Blick nach unten richten muss, verkompliziert die Situation. Mittlerweile wartet die SG am Lindelberg schon seit fünf Spielen auf einen Punktgewinn. Eine magere Bilanz von zwei Siegen und einem Remis bedeuten den vorletzten Tabellenplatz. Zu allem Überfluss warten zum Hinrunden-Abschluss noch Begegnungen mit den Titelanwärtern ATSV Forchheim und SpVgg Reuth. Selbstvertrauen für die kniffligen Aufgaben brachte auch das jüngste Gastspiel bei der SpVgg Muggendorf nicht, als man nach der Hypothek eines Pausenrückstandes nicht mehr auf die Beine kam. Stefan Gebhardt vermeidet indes Gedanken an ein Abstiegs-Szenario: „Die Stimmung in der Mannschaft ist trotz allem hervorragend, was mich zuversichtlich stimmt. Nach der Winterpause werden uns sicherlich wieder mehr Spieler zu Verfügen stehen. Dann werden wir hoffentlich gestärkt zurückkommen und die nötigen Punkte holen.“ // JONAS BAIER

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