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Daniel Hohenester: Ein Leben lang die gleiche Mannschaft

Kreisliga 1

Captain’s Corner: Bühne frei für die Spielführer! In der fußballfreien Zeit kommen die Kapitäne der Kreisliga 1 zu Wort, den Anfang macht Daniel Hohenester von der DJK Erlangen. Mit 22 Jahren ist der Zentrumsspieler der jüngste Captain der Liga.

Will mit seinem Team nicht von einer "Entscheidung von außen" profitieren: Daniel Hohenester.

 / © Zink / WoZi

Daniel , zeichne doch kurz mal Deinen sportlichen Werdegang nach

Hohenester: Ich spiele eigentlich schon mein ganzes Fußballleben mit den gleichen Leuten in einer Mannschaft. Wir haben zusammen ganz klein in der F-Jugend beim TV Erlangen angefangen und sind dann zum BSC Erlangen und schließlich als gesamte Mannschaft zur DJK gewechselt, wo der ganze Freundeskreis zusammengekommen ist und wir auch in der C-, B- und A-Jugend zusammen als eine Mannschaft gespielt haben. In der Jugend war ich immer mal wieder in der Verantwortung und bin auch seit 2018 im Herrenbereich der Mannschaftskapitän. Klar ist immer mal wieder der ein oder andere dazugekommen oder gewechselt, aber im Kern spiele ich mein Leben lang schon mit den gleichen Leuten.

Gibt es ein Erlebnis in deiner DJK-Zeit, an das du gerne zurückdenkst?

Hohenester: Das liegt natürlich auf der Hand: Das ist ganz klar unsre Aufstiegsstory letztes Jahr, als wir unserem scheidenden Trainer Dario den besten Abschied bereiten konnten, den er hätte haben können. Ein spezielles Ereignis, das mir in den Sinn kommt, ist das Relegationsspiel gegen Ebermannstadt. Viele Zuschauer, wir waren perfekt auf den Gegner eingestellt und unser Matchplan ist bestens aufgegangen. Da war jeder tausendprozent motiviert. Ich erinnere mich da gerne dran zurück, weil man daran sieht, was man zusammen für Dinge schaffen kann. Diese Einstellung brauchen wir für die Rückrunde.“

Zur Rückrunde steht ihr auf dem letzten Platz: Musst du dein Team da manchmal besonders motivieren?

Hohenester: Ich glaube, dass sich jeder in der Mannschaft unserer Lage bewusst ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es für die Stimmung im Team auch ganz gut ist, wenn einer mal vorne weggeht und pusht. Das kann in meinen Augen schon noch einmal zu einer Leistungssteigerung führen. Ich würde meine Rolle da aber nicht allzu wichtig sehen, da bin ich auch nur einer von den elf Mann auf dem Platz.

Wie kann es aus deiner Sicht mit dem Amateurfußball weitergehen?

Hohenester: Also zuerst einmal finde ich den Umgang aktuell gut. Es ist richtig, dass der Spielbetrieb unterbrochen ist und das auch vom BFV so eingeleitet wurde. Von einem Saisonabbruch würden wir als Tabellenletzter ja der Nutznießer sein, auf der anderen Seite würde es aber auch den Teams schaden, die sich eine gute Situation erspielt haben. Wenn es der gesundheitliche Rahmen irgendwie zulässt, wäre es das fairste, die Saison zu Ende zu spielen und nicht von außen über Auf- und Abstieg zu entscheiden.

Hast du dir für die Rückrunde ein persönliches Ziel gesetzt?

Hohenester: Für die Pausenzeit habe ich mir wie der Rest der Mannschaft vorgenommen, fit zu bleiben. Unsere Vorbereitung war relativ gut und wir konnten in Spielen das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Jetzt stehen eben erstmal Laufengehen, Radfahren und Workouts im eigenen Zuhause auf dem Programm. Wenn ich mal davon ausgehe, dass mein Wunschdenken eintritt und wir weiterspielen können, dann hab ich mir natürlich vorgenommen, nicht abzusteigen, in jedem Spiel alles zu geben und zu kämpfen – auch wenn es am Ende nicht klappt. Eben auch Größe in der Niederlage zu zeigen und Gas zu geben.

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