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Kevin Micholka und der SV Ermreuth: "Es hat halt einfach gepasst"

Kreisliga 2

Er hat den Hüttenbacher Höhenflug miterlebt und gehört zur goldenen Generation der SpVgg, die seit einigen Jahren die Bezirksliga unsicher macht. Nun hat sich Kevin Micholka entschieden, eine Liga tiefer als Trainer einzusteigen, um mit dem SV Ermreuth den Klassenerhalt zu erreichen.

Ermreuths neuer Coach: Kevin Micholka.

 / © Markus Langhans

Wo auch sonst als in Hüttenbach begann die Karriere des jungen Kevin, der allerdings in der D-Jugend das heimische Nest zum ersten Mal verließ. Die nächste Station war der große Nachbar, der Sportklub Lauf. Dort sammelte er höherklassig Erfahrungen und erarbeitete sich eine gewisse Wettkampfhärte. Somit war er dann auch schon bei seiner Rückkehr in die Heimat in der A-Jugend bereit für den Herrenbereich. „Seit ich 17 bin, spiele ich in Hüttenbach in den Herrenmannschaften.“

Seine großen Lehrmeister in diesen Jahren waren im Spielkreis bekannte Namen: „Ich hatte mehrere Trainer, aber von Daniel Michl konnte ich im menschlichen und sportlichen Bereich viel lernen. Jojo Müller war dann im Anschluss bei uns Trainer, und mit ihm sind wir dann in die Bezirksliga aufgestiegen. Er war auch ein super Coach, deswegen würde ich diese beiden als prägend bezeichnen.“ Den ein oder anderen Ansatz will er auch auf seine anstehende Trainerstation in Ermreuth übertragen, wobei er trotzdem seinen eigenen Weg gehen und eigene Ideen einbringen will.

"In Hüttenbach hast du noch eine Gemeinschaft"

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga mit der goldenen Generation um Tormaschine Mathias Gruner stand immer der Klassenerhalt an vorderster Stelle, auch nach seinem Abschied hofft das Hüttenbacher Urgestein auf eine positive Entwicklung der SpVgg: „In Hüttenbach hast du noch eine Gemeinschaft, die es sonst nur noch selten gibt. Wir waren ein Haufen, der aus der Jugend herausgekommen ist und ein gutes Niveau hatte. Ich weiß nicht, ob es die nächsten Jahre so weitergehen wird, aber der eine kämpft für den anderen.“

Einen kurzen Ausflug wagte Micholka in der Saison 2018/19, als er als spielender Co-Trainer unter Alex Pfarherr beim FSV Weißenbrunn anheuerte. Auch von seinem damaligen Chef kann er nur Gutes berichten: „Ich konnte viel von ihm lernen. Vom Spielerischen und Fußballerischen hat es mich wohl nicht weitergebracht, weil die Kreisklasse doch ein anderes Niveau als die Bezirksliga hat, aber vom Coachen her und auch von der Trainingsführung hat mir das viel gebracht.“ Nur knapp wurde der Aufstieg verpasst, und nach der Spielzeit zog es den 32-Jährigen erneut zurück nach Hüttenbach.

Nun steht also der dritte Ausflug an und diesmal steht Micholka in der alleinigen Verantwortung beim SVE. Zwar soll noch ein Co-Trainer verpflichtet werden, der von außen mit Einfluss nehmen kann, aber auf dem Platz und im Training hat er das Kommando. Die Mission ist keine einfache, muss er das Kreisliga-Urgestein doch erstmal aus dem Tabellenkeller führen. „Mit der Corona-Zeit war es etwas blöd, eigentlich wollte ich die Saison schon in Hüttenbach zu Ende spielen und mich danach nach einem Verein umschauen, weil ich immer gesagt habe, dass ich den Schritt als Trainer wagen will. Jetzt hat aber Ermreuth angerufen, und ich kenne dort schon einige Spieler. Es hat dann halt einfach gepasst, weil sie ähnlich wie in Hüttenbach auf eigene Spieler setzen.“

Zwar hat er die Kreisliga in der letzten Zeit nicht intensiv verfolgt, doch er ist überzeugt, dass die Qualität seiner neuen Mannschaft ausreicht, um das Abstiegsgespenst schnell zu verjagen und den Blick wieder weiter nach oben zu richten. Helfen könnte dabei auch eventuell Torjäger Maik Sprenger, der seinen Hausbau abgeschlossen und seine Verletzung auskuriert hat. In Ermreuth sieht man sich für den Restart gut gerüstet, und auch Micholka sprüht vor Tatendrang.

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