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Max Habermann: "Das versteht langsam keiner mehr"

Kreisspielleiter zum verzögerten Re-Start

Auch Max Habermann, Kreisspielleiter in Erlangen/Pegnitzgrund, hat wenig Verständnis dafür, warum in Bayern immer noch nicht vor Zuschauern gespielt werden kann. Pläne für den Tag X hat er aber.

© Schreiter

Die Verschiebung des Re-Starts des Spielbetriebes im Amateurfußball - um mindestens zwei Wochen auf das Wochenende vom 19. September - wirft die Planungen auf allen Ebenen über den Haufen. Kreisspielleiter Max Habermann nimmt die Verschiebung dennoch eher stoisch hin, vor allem weil ihm wichtig ist: "Ohne Zuschauer geht es auf Dauer nicht." Die Vereine bräuchten ihre Einnahmen, und bei den 100 Leuten,die sich auf den meisten Plätzen einfinden, seien die nötigen Abstände doch gut einzuhalten.

Fast noch dringender als Zuschauer bräuchten die Vereine nach Habermanns Auffassung Ansagen, auf die sie sich verlassen können. Das ewige Hin und Her sei nicht mehr glaubwürdig. "Und es versteht langsam keiner mehr, dass andernorts vor mehreren hundert Zuschauern gespielt werden dürfe und in Bayern nicht." Das sei aber nicht die Schuld des Bayerischen Fußball-Verbands, der dazu verpflichtet sei, die Vorgaben aus der Politik umzusetzen.

Habermann selbst reagiert auf die Verschiebung des Re-Starts pragmatisch. "Ich mache nichts, bis sich die Staatsregierung geäußert hat - und dann habe ich meine Pläne in der Tasche." Die 14 Tage Verschiebung sind laut ihm noch kein großes Problem, die an den ersten beiden September-Wochenenden anstehenden Nachholspiele könne man später unterbringen. Problematischer sei da schon der DFB-Pokal, da soll am 12. September die erste Runde steigen und vorher müsse noch der bayerische Pokalsieger ermittelt werden.

Ligapokal steht auf der Kippe

Auf der Kippe sieht er den neu eingeführten Ligapokal. "Wenn ich die steigenden Infektionszahlen sehe und Markus Söder höre, kann ich mir kaum vorstellen, dass die Politik die Beschränkungen so bald lockert", fürchtet Habermann. Dann müsse das vom Verband verteilte "Zuckerl" mit zusätzlichen Aufstiegsmöglichkeiten komplett gestrichen werden.

Ein Szenario, bei dem man zwar mit den Punktspielen anfange, aber dann nach wenigen Wochen wegen auftretender Coronafälle unter- oder gar abbrechen müsse, könne man nicht ausschließen.

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