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TSV Neunkirchen: Neuer Trainer, frischer Wind

Kreisliga 2

Im Nachbarschaftsderby gegen den TSV Brand gelingt dem Bezirksliga-Absteiger TSV Neunkirchen der erste Sieg im ersten Spiel mit Joachim Schwarz auf der Bank.

Hart umkämpftes Nachbarschaftsderby: Am Ende ging der TSV Neunkirchen (weiße Trikots) gegen den TSV Brand als glücklicher Sieger vom Platz. 

 / © Sportfoto Zink

Mit einem etwas glücklichen und hart umkämpften 1:0-Heimsieg im ersten Spiel nach der Corona-Pause machte der TSV Neunkirchen einen großen Schritt aus dem Kreisliga-Tabellenkeller. Zudem bewies die Mannschaft um den neuen Trainer, dass ihr die Verjüngungskur gutgetan hat.

„Nein, Bedenken hatte ich keine hier anzutreten. Schließlich habe ich früher hier gespielt und einige der Jungs in der Jugend trainiert. Es gab keine Integrationsprobleme.“ Diese Worte stammen von Joachim Schwarz, der vor einigen Wochen als achter Trainer in den vergangenen zwei Jahren das Amt bei den Brandbachkickern übernahm. Mit ihm scheint der Verein nun der richtige Weg eingeschlagen zu haben. Der Aufstieg vor zwei Jahren endete nach kurzer Euphorie in einer sportlichen Talfahrt. „Es gab damals sehr viele Verletzte. Wir hätten besser abgeschnitten, wenn wir komplett gespielt hätten, die Jungs haben dennoch in dem Jahr einiges gelernt“, blickt TSV-Urgestein Marcus Hofmann zurück, der selbst mit Neunkirchen vor eineinhalb Jahrzehnten in der Bezirksliga die Fußballstiefel schnürte.

Der neue Mann auf der Bank schenkte seiner jungen Garde im ersten Spiel von Beginn an Vertrauen. Gleich vier Spieler zwischen 19 und 21 Jahren, die in der Zwangspause zum Großteil aus der eigenen Jugend kamen, standen in der Startelf, zwei weitere folgten im Verlauf der turbulenten und hart umkämpften Partie. Dies zahlte sich aus. „Die Führung für Neunkirchen war zu diesem Zeitpunkt verdient“, zollte Christian Staatz, der zusammen mit dem verletzten Alexander Roth das Team des TSV Brand trainiert, dem mutigen Auftritt der Gastgeber vor der Pause im Nachbarschaftsduell Respekt.

Dass den am Ende entscheidenden Treffer mit Christoph Zötzl ein Abwehrspieler der Gäste erzielte, passt in den Verlauf dieser Partie, die aufgrund der zweiten Halbzeit auch einen anderen Verlauf hätte nehmen können. Zötzl war unglücklich in eine scharfe Hereingabe von Manuel Menges gegrätscht und ließ seinem Torhüter Martin Jäger aus wenigen Metern keine Abwehrchance. Die Vorentscheidung verhinderte Stefan Marsing wenige Sekunden nach Wiederanpfiff, als er den Ball gerade noch von der Linie kratzte. „In der kompletten zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, ärgerte sich Staatz über die verpassten Gelegenheiten.

Brand bewies, dass es nicht zu Unrecht um die Meisterschaft mitspielt. Dass es dennoch nicht reichte, lag auch am glänzend haltenden Neunkircher Torhüter Tobias Gottschalk. Zu dem unglücklichen Nachmittag für den TSV Brand passte auch eine Szene in der Schlussphase, als Tobias Fleischmann im Neunkircher Strafraum unsanft von den Beinen geholt wurde – die Pfeife des Unparteiischen aber blieb stumm.

„Neunkirchen hat das Derby angenommen, war in der ersten Halbzeit richtig gut in den Zweikämpfen. Wir haben aber trotz unserer Verletzten gut gespielt, auch darauf können wir stolz sein“, so Staatz nach einem phasenweise sehr emotionalen Spiel.

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