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Hallerndorf rangiert zehn Punkte über dem Strich: "Die Situation ist trügerisch"

Kreisliga 1

Gerade noch so schaffte die DJK Hallerndorf in der vergangenen Spielzeit den Klassenerhalt, derzeit steht das Team auf einem – zumindest auf den ersten Blick – soliden zehnten Tabellenplatz. Coach Thomas Winkler, der erst im Juli 2020 das Traineramt übernahm, zeigt sich daher zufrieden – weiß die Situation aber auch einzuordnen.

Hat die Abstiegszone genau im Blick: Thomas Winkler, Trainer der DJK Hallerndorf, der hier die Arme verschränkt.

 / © Niko Spörlein

Es war ein Herzschlagfinale, das Hallerndorf in der vergangenen Saison durchlebte: Erst am letzten Spieltag buchte die DJK das Ticket für ein weiteres Jahr in der Kreisliga, zur darauffolgenden Spielzeit verpflichtete der Verein mit Roland Strohmer dennoch einen neuen Übungsleiter. Da sich dieser im Sommer 2020 einen anderen Verein suchte, musste Hallerndorf auf dem Trainermarkt erneut aktiv werden – und scheint mit Thomas Winkler nun den richtigen Kandidaten an der Seitenlinie zu haben: In den fünf Spielen im Kalenderjahr 2020 holte dieser solide sieben Punkte. 

"Eigentlich war es für mich recht gut, im Sommer die lange Vorbereitung zu haben, um die Jungs und den Verein besser kennenzulernen. Deswegen waren wir auch wirklich zufrieden mit den ersten Schritten, unser Spiel weiterzuentwickeln", zieht Winkler Resümee. Nach einen Unentschieden gegen Heßdorf und einer deftigen 1:7-Niederlage gegen den Aufstiegsaspiranten aus Langensendelbach holte das Team gegen Victoria und DJK Erlangen zwei Siege in Folge. "Das waren zwei sehr wichtige Spiele, in denen wir hochverdiente und überzeugende Siege einfahren konnten", blickt der DJK-Übungsleiter zurück. 

Ein Dorn im Auge sei ihm aber das letzte Spiel vor der Winterpause gewesen, denn gegen die abstiegsbedrohte BSV-Reserve setzte es die zweite Niederlage seiner Amtszeit: "Leider mussten wir in Baiersdorf eine 1:4-Niederlage hinnehmen, das hätte so nicht sein müssen. Wir sind gut ins Spiel gekommen und auch folgerichtig mit 1:0 in Führung gegangen, aber mit fortlaufender Zeit haben wir es verpasst, mehr für unsere Führung zu investieren und nachzulegen. Das wurde dann auch bestraft und das nervt mich immer noch, da wir in diesem Spiel was Zählbares hätten mitnehmen können", sagt Winkler.

Mit bewährtem Kader zum Klassenerhalt

Und so steht die DJK aktuell auf Platz zehn mit ebenso vielen Zählern über den Relegationsplätzen – hat aufgrund der zuletzt zerrissenen Kreisliga-Spieltage aber auch teilweise vier Spiele mehr auf dem Konto als die Konkurrenz. "Es ist schwierig auf die besondere Situation und die angefangene Saison zu reagieren, da wir eine trügerische Tabellensituation hatten und haben", weiß auch Winkler und will den Kampf um den Klassenerhalt für die DJK daher noch längst nicht für beendet erklären. Dennoch schiebt er nach: "Im Großen und Ganzen müssen wir mit den sieben Punkten aus den letzten fünf Spielen jetzt erstmal zufrieden sein. Unser Ziel wird es sein, so schnell wie möglich viele Punkte gegen den Abstieg zu holen und an unserer Weiterentwicklung zu arbeiten."

Für diese Aufgabe setzt die DJK auf bewährte Kräfte, denn in der fußballfreien Zeit wurde der Verein nicht auf dem Transfermarkt tätig. Stattdessen dürften die Hoffnungen auf Spielern wie Julian Friedhelm ruhen: Dieser netzte in den fünf Pflichtspielen im vergangenen Kalenderjahr fünfmal – mehr als jeder andere Spieler der Liga. Findet die DJK, sobald die Spielzeit wieder anläuft, also zur Form von vor der Winterpause zurück, dann sollte in Hallerndorf ein ruhigeres Saisonfinale als zuletzt ins Haus stehen – ausruhen darf sich die Mannschaft aber nicht.

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