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Patrick Hagen: "Wir dachten, dass wir wieder bei null anfangen müssen"

Kreisliga 1

Beim SV Langensendelbach startete Patrick Hagen Mitte 2019 seine Trainerkarriere, eineinhalb Jahre später befindet sich das in der Vorsaison noch abstiegsbedrohte Team im Rennen um den Bezirksligaaufstieg. Und es ist nach wie vor Hagens erste Saison als Coach.

Sein Team hat ihn positiv überrascht: Spielertrainer Patrick Hagen setzt sich mit dem SV Langensendelbach die Aufstiegsrelegation zum Ziel.

 / © Sportfoto Zink

"Das ist eine ganz verrückte Zeit, vor allem wenn man gerade ins Trainergeschäft einsteigt", sagt Langensendelbachs Spielertrainer Patrick Hagen. Vor der Saison wechselte der bayernligaerfahrene Mittelfeldmann gemeinsam mit Dominik Zametzer aus Forchheim in die Kreisliga nach LA - und hatte sich für die Arbeit mit dem Team einiges zurechtgelegt. "Wir haben uns da einen Plan zurechtgelegt, was wir wann trainieren wollen. Und dann wird man eben zweimal komplett rausgerissen", erinnert sich der Übungsleiter. Dass sich der SV nach 21 absolvierten Spielen dennoch im Aufstiegskampf befindet, habe auch mit der Arbeitsmoral seiner Schützlinge zu tun, so Hagen: "Wir dachten, dass wir nach den langen Pausen fast wieder bei null anfangen müssen. Dass die Jungs aber das meiste von dem, was wir uns erarbeitet haben, noch drin hatten, hat uns schon gefreut. Deshalb sind wir auch so gut aus der ersten Coronapause gekommen und haben da kein Spiel verloren", sagt Hagen. 

Auch den Abgang von Kapitän Sven Rauh, der das Traineramt in Uttenreuth übernahm, konnte das Team wegstecken. Hagen: "Er war schon ein wichtiger Spieler für uns, gerade wegen seiner Laufpräsenz im Mittelfeld. Das war dann eine ungewohnte Situation und einige der Spieler, die sonst nicht so viel Verantwortung bekommen, mussten diese dann übernehmen - die Jungs haben da aber genug Qualität und wir konnten das im Kollektiv auffangen." Und so holte Langensendelbach in den fünf Spielen im Kalenderjahr 2020 elf Zähler und ist somit noch mittendrin im Rennen um den zweiten Platz. Den Platz an der Sonne sieht Hagen indes schon vergeben: "Grundsätzlich hat Oesdorf schon die meiste Qualität. Wenn wir aber richtig durchziehen, ist der zweite Platz für uns drin. In unserer Situation wäre es sportlich gesehen schon ein Schmarrn, wenn wir sagen, wir wollen nicht aufsteigen. Und außerdem müssen Niederndorf und Oesdorf noch zu uns kommen", blickt Hagen voraus.

Hagen und Zametzer gehen in die zweite Saison

Umso wichtiger wird es für den SV sein, auf den Punkt fit zu sein, sollte die Saison wieder aufgenommen werden. Auf dem Restprogramm stehen unter anderem die Teams aus Möhrendorf, Niederndorf, Oesdorf und Ebermannstadt. "Wir haben bis Mitte Februar nichts gemacht, weil das alles noch so weit weg war. Zuletzt gab es bei uns aber eine Laufchallenge, in der wir das Team in zwei Gruppen aufgeteilt haben. Immerhin bleibt man so untereinander in Kontakt und jeder macht etwas für die Fitness", sagt Hagen und schiebt nach: "Wenn ich ganz ehrlich bin, hoffe ich, dass wir Ende März wieder trainieren dürfen. Und dann geht das mit den Spielen wahrscheinlich ganz schnell." 

Neuzugänge bekommt die Mannschaft für die Restsaison keine hinzu, die Zukunft der beiden Übungsleiter konnte aber geregelt werden: "Dominik und ich haben Anfang 2020 bereits für ein weiteres Jahr verlängert, und wir haben uns jetzt darauf geeinigt, nach dieser Saison auf alle Fälle noch eine dranzuhängen. Das wäre dann - so Gott will - bis Sommer 2022", so Hagen. Ob in der zweiten Spielzeit des Trainergespanns Hagen/Zametzer dann Bezirksligafußball auf dem Programm steht, dürfte in der Restsaison eine interessante Geschichte werden: Derzeit belegt Langensendelbach mit 45 Zählern den zweiten Platz. Verfolger Niederndorf hat 40 Punkte - allerdings auch zwei Spiele weniger. Das gleiche gilt für den punktgleichen Spitzenreiter Oesdorf, der ebenfalls im Vergleich zu LA zwei Spiele mehr in der Hinterhand hat.

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