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SV Buckenhofen: Julian Wolff und Jonas Wideburg übernehmen die Reserve

Kreisklasse 2

Beim SV Buckenhofen verlassen Julian Wolff und Jonas Wideburg im Sommer das Bezirksliga-Team, bleiben dem Verein aber erhalten. Gemeinsam übernehmen sie als Trainer die zweite Mannschaft in der Kreisklasse.

Künftig für die Reserve verantwortlich: Julian Wolff (links).

 / © Zink

Eigentlich war die Wunschlösung auf dieser Position bereits letzten Sommer gefunden worden. Hannes Wirth hatte im Dezember 2019 seine aktive Laufbahn beim SV Buckenhofen beendet und konnte im Sommer vom Verein als Trainer für die ambitionierte zweite Mannschaft gewonnen werden, die sich im Aufstiegsrennen der Kreisklasse befand. Der erfahrene Linksverteidiger stand anschließend in lediglich vier Partien an der Seitenlinie, zu denen aufgrund des ruhenden Spielbetriebs und bevorstehenden Saisonabbruchs auch keine weiteren hinzukommen werden. Veränderungen im beruflichen und privaten Bereich lassen ihm ab Sommer für das Traineramt keine Zeit mehr. Vom Vorhaben, möglicherweise mit dem Aufstieg in die Kreisliga von Bord zu gehen, muss sich der 35-Jährige nach den aktuellen Entwicklungen verabschieden. Bis zuletzt hatte Wirth die Mannschaft per Online-Trainingseinheiten für dieses Ziel fit gehalten.

Den vakanten Posten haben sie an der Staustufe nun erneut per interner Lösung besetzt, was auf den ersten Blick gar nicht mal so naheliegend erscheint. Immerhin sind Julian Wolff und Jonas Wideburg im besten Fußballalter und wichtige Bestandteile der ersten Mannschaft, verlassen diese aber zu Gunsten ihrer Premieren-Aufgabe als Spielertrainer. Ihrem bisherigen Coach, Tobias Eisgrub, kam die entscheidende Idee beim privaten Lauftraining. „Ich wusste, dass die zwei schon länger mit dem Gedanken spielen, auf kurz oder lang Trainer zu werden und bei den Führungsspielern der zweiten Mannschaft sowie beim Verein kam der Vorschlag ebenfalls sehr gut an. Ich denke, wir können als erste Mannschaft auch mal in den sauren Apfel beißen, wenn es dafür dem Unterbau umso mehr zugutekommt“, erklärt Eisgrub, der für die entsprechenden Kaderplätze auch adäquaten Ersatz gefunden hat. 

Bei seinem Amtsantritt vor rund einem Jahr hatte er sich eine engere Verzahnung zwischen den Mannschaften und eine Betrachtung der SVB-Fußballer als Einheit auf die Fahne geschrieben. Als Nachfolger von Wirth sieht er Wolff und Wideburg mit ihrer Art für die Fortführung dieser Idee als besonders gut geeignet: „Sie bringen viel Spielverständnis mit und sind Lautsprecher auf dem Platz. Es ging darum, einfach eine Entscheidung für die zweite Mannschaft zu treffen, auch wenn die beiden uns als Spieler in der Bezirksliga fehlen werden.“

Für Julian Wolff, der demnächst den Lehrgang für die B-Lizenz absolvieren will, kommt die Gelegenheit unverhofft. Der 27-Jährige, der seit 2016 wieder für den SVB aufläuft, wollte eigentlich noch ein paar Jahre in der Rolle der Spielers bleiben, freut sich jetzt aber auf den baldigen Einstieg. „Im ersten Moment dachte ich, dass der Tobi mit uns über eine Systemumstellung sprechen will. Wenn man so eine Möglichkeit geboten bekommt und einem der Verein das Vertrauen schenkt, muss man auch nicht mehr lange darüber nachdenken“, erzählt Wolff. 

Sein gleichaltriger zukünftiger Trainerkollege Jonas Wideburg ist C-Lizenz-Inhaber und war bereits beim Heimatverein TSV Ebermannstadt als Jugendtrainer aktiv. Auch für ihn kommt die Chance früher als erwartet. „Die Aufgabe ist mit viel Verantwortung verbunden und reizvoll, weil es sich um eine gute Kreisklassen-Mannschaft mit viel Potenzial handelt, die wir ohne großen sportlichen Druck voranbringen können. Es würde mich freuen, wenn der ein oder andere den Sprung ins Bezirksliga-Team schafft.“ Bezogen auf die Herangehensweise ist das Duo sich ebenfalls einig, auch wenn es für tabellarische Zielsetzungen noch zu früh ist. „Wir wollen ein eingeschworener Haufen sein, den Spaß am Fußball vermitteln und das Potenzial der Mannschaft ausschöpfen“, so Wolff.

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