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Schwesinger: "Martin passt menschlich optimal nach Diepersdorf"

Kreisliga 2

Der Saisonabbruch steht kurz bevor, die Auswirkungen davon sind auch in der Kreisliga 2 zu spüren. Als Favorit gestartet, scheint der SpVgg Diepersdorf nun die erhoffte Rückkehr in die Bezirksliga zu gelingen. Wir haben uns mit dem scheidenden Spielertrainer Patrick Schwesinger unterhalten.

Verabschiedet sich wohl mit dem Aufstieg: Patrick Schwesinger.

 / © Zink

Im November 2020 gab Schwesinger bekannt, dass er wieder in seine Heimat zurückkehrt und dort den Posten als Spielertrainer des TSV Sonnefeld übernehmen wird. Damals hatte er noch die große Hoffnung, die Spielzeit sportlich zu Ende zu bringen und mit seiner SpVgg den ersten Tabellenplatz zu verteidigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommen wird, tendiert inzwischen gegen null, so dass man sich in Diepersdorf schon mal auf die Bezirksliga einstellen kann.

„Klar hätte ich den Aufstieg lieber sportlich geschafft und dann nicht am grünen Tisch. Es ist noch nicht offiziell, deswegen haben wir noch nicht gefeiert oder uns Glückwunsch-Nachrichten hin und her geschickt.“ In der Scherau wartet man noch gespannt ab, bis die offiziellen Stellen dann auch eine endgültige Entscheidung verkünden. Eine gewisse Vorfreude will Schwesinger aber gar nicht verheimlichen, schließlich steht die Erfüllung seiner Mission kurz bevor. Er wurde geholt, um nach dem Bezirksliga-Abstieg die sofortige Rückkehr zu schaffen, und nach 42 Punkten in 21 Spielen kann man sagen: Er hat geliefert.

Eine große Aufstiegsfeier scheint derzeit in weiter Ferne. Der 31-Jährige hofft allerdings, noch dieses Jahr auf den Sportplatz zurückzukehren, um es mit seinen Jungs nochmal gebührend krachen zu lassen. „Ich hoffe, dass in den nächsten Monaten, wenn auch die Impfungen weiter vorangeschritten sind, vielleicht die Zahlen fallen und Treffen wieder erlaubt sind. Wenn wir dann auch zu 100 Prozent aufgestiegen sind, wird es bestimmt noch eine große Meisterfeier geben, gleichzeitig für mich eine Abschiedsfeier. Dann werden wir uns noch einige Stunden zusammensetzen und das ein oder andere Kaltgetränk genießen.“

Ein Nachfolgeduo steht schon bereit, Martin Kirbach wird zusammen mit dem bisherigen Kapitän Alexander Stengel den Staffelstab übernehmen. Ganz unbeteiligt war Schwesinger an dieser Verpflichtung nicht, schließlich empfahl er den Verantwortlichen seinen ehemaligen Mitspieler aus Vacher Zeiten. „Ich kenne Martin aus Vach und auch als Gegenspieler. Er ist ein super Typ, er passt menschlich optimal nach Diepersdorf, er wird der Mannschaft auch sportlich weiterhelfen. Alexander Stengel wollte schon länger ins Trainergeschäft einsteigen, und da hat er jetzt die Möglichkeit. Der Verein hat eine sehr gute Entscheidung getroffen, und ich wünsche den beiden den größtmöglichen Erfolg.“

Die eigene Zukunft ist ein Stück weit auch eine Reise in die Vergangenheit, schließlich kehrt Schwesinger zu seinem Jugendverein TSV Sonnefeld zurück. Dort kann er weiter an seiner Legende schreiben, einen nahezu unbrechbaren Rekord hat er schon aufgestellt. In der Kreisklassen-Saison 2013/14 schoss er unglaubliche 71 Tore in 26 Spielen, eine Marke wohl für die Ewigkeit. „Diese Spielzeit werde ich nie vergessen, ich habe einen Rekord von 1960 oder 1970 gebrochen. Ich hoffe, dass mich dann keiner so schnell mehr einholt, auch wenn ich es natürlich jedem gönnen würde. Für jeden Stürmer ist es ein tolles Erlebnis, so viele Tore zu schießen.“

Der Auftrag an der alten, neuen Wirkungsstätte gleicht dem in Diepersdorf. Sollte die Quotientenregelung angewendet werden, dann steht der TSV vor dem Gang aus der Bezirksliga in die Kreisliga. Die Voraussetzungen sind ähnliche wie in der Scherau, so dass der 31-Jährige die Aufgabe voller Zuversicht und Tatendrang angreift. Die Liga spielt für ihn dabei eher eine untergeordnete Rolle: „Ich habe viele Freunde in diesem Verein, und der Kontakt ist nie abgebrochen. Ich wurde Jahr für Jahr gefragt, wann ich wiederkomme. Ich habe sehr schöne Zeiten dort gehabt und hoffe, dass jetzt noch einige dazukommen werden.“

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