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Möhrendorf-Coach Heinz Halmer: "Die Ausbildung der Spieler steht über dem Tabellenplatz"

Kreisliga 1

Seit sieben Jahren coacht Heinz Halmer den ASV Möhrendorf, 2017 führte er das Team in die Kreisliga. Eigentlich sollte nach der Saison Schluss für den Übungsleiter sein, aufgrund des unrühmlichen Endes der Spielzeit hängt er aber noch ein Jahr dran.

Lässt seinen Verein nicht im Stich: Heinz Halmer bleibt in Möhrendorf in der Verantwortung - zumindest noch für ein Jahr.

 / © Zink

Zur Saison 2014/15 übernahm Heinz Halmer den ASV Möhrendorf, der die vorherige Spielzeit auf dem zehnten Tabellenplatz der Kreisklasse beendete. Nach zwei dritten Plätzen schaffte er im dritten Jahr den Aufstieg in die Kreisliga, in den vergangenen Spielzeiten stand nun ein personeller Umbruch auf dem Programm: „Wir haben mittlerweile eine sehr junge Mannschaft, da wir zuletzt viele alters- und berufsbedingte Abgänge verzeichnen mussten. Im Vergleich zu dem Stamm, den ich bei meinem Antritt vor sieben Jahren hatte, sind da schon einige weggebrochen“, sagt Halmer. 

Den Generationenwechsel habe sein Team aber problemlos vollzogen. Halmer: „Es war ein guter Umbruch, und wir haben nicht großartig an Qualität verloren. Vielleicht sind wir individuell nicht mehr so stark, dafür besser in der Breite aufgestellt.“ Einen Wechsel hätte es beinahe auch auf der Trainerposition gegeben, denn eigentlich wollte Halmer das Amt an seinen "Co" Bayer übergeben. „Alex sollte mich im Sommer beerben. Da die Saison aber ja nicht so gelaufen ist, wie sich das alle vorgestellt haben, haben wir uns verständigt, dass ich noch ein Jahr weitermache. Das Jahr zur Übergabe, das wir haben wollten, hatten wir ja gar nicht“, sagt Halmer und fügt an: „Die Zusammenarbeit mit Alex läuft wirklich top, wir verstehen uns sehr gut, und daher soll der Zeitpunkt der Übergabe auch für ihn passen.“ 

Bayer wechselte im Sommer 2020 nach Möhrendorf, den Erstkontakt habe Halmer damals selbst hergestellt. Doch es gäbe noch einen weiteren Grund für die Vertragsverlängerung: „Natürlich liegt mir die Mannschaft sehr am Herzen. Ohne Abschlussfeier wollte ich daher nicht aussteigen“, sagt Halmer und denkt dabei wohl an die Mallorca-Reise vor zwei Jahren, als der ASV mit 50 Mann die Insel unsicher machte.

Individuelle Entwicklung steht über allem

Und so geht Halmer in sein achtes Amtsjahr beim ASV, die Ziele gehen ihm dabei aber nicht aus: „Für mich steht der Spieler und dessen Ausbildung an aller erster Stelle. Jeder soll sich verbessern und dann kommt der Erfolg von ganz allein. Es ist wichtig, dass wir als Team funktionieren“, gibt er vor.

Bedenken, dass seinen Schützlingen dies gelingt, habe er nicht – allerdings gäbe es noch eine offene Baustelle: „Wir werden wahrscheinlich den ein oder anderen Spieler dazubekommen, sind aber noch auf der Suche nach einem Torwart. Im Verein haben wir aktuell drei, vier Keeper – für drei Mannschaften ist das aber eigentlich zu wenig“, sagt Halmer. Auch er selbst hätte in einigen Vorbereitungsspielen daher schon das Tor hüten müssen, eine Lösung für die Zukunft sei das aber weniger: „Ich spiele ein bisschen den fliegenden Torwart. Andere würden es vielleicht als Kamikazetorwart beschreiben“, sagt er mit einem Lachen. Dass der Übungsleiter seine Stärken eher in der Offensive hat, zeigt sich beim Blick auf die Statistik der vergangenen Saison, denn mit sieben Treffern in sechs Spielen für die zweite Garde hatte er Anteil am Aufstieg in die Kreisklasse.

Aktuell hält sich der ASV mit Läufen und virtuellen Stabilisations-Trainings fit, der Zusammenhalt der Mannschaft sei nach wie vor ungebrochen. Daher dürften Halmers Nachfolger auch in Zukunft beste Bedingungen vorfinden: „Wir haben im Training immer einen randvollen Sportplatz und werden auch in den kommenden Jahren drei Mannschaften stellen können“, ist sich der ASV-Coach sicher.

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