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Oesdorf darf in die Bezirksliga: Das Sahnehäubchen der Nreci-Ära

Kreisliga 1

Die DJK SC Oesdorf wird am Ende einer hervorragenden Kreisliga-Saison belohnt und darf in die Bezirksliga aufsteigen – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Abteilungsleiter Manfred Vogel bereitet sich auf eine schwere Spielzeit vor.

Führte Oesdorf von der A-Klasse in die Bezirksliga: Trainer Florim Nreci.

 / © Sportfoto Zink

Zur Saison 2012/13 stellten die Oesdorf-Verantwortlichen einen neuen Übungsleiter vor: Florim Nreci wechselte aus Trailsdorf zur DJK und schaffte in seinem ersten Jahr den Aufstieg von der A- in die Kreisklasse. „Die Verpflichtung von Florim war der Umbruch für unseren Verein. Wenn man bedenkt, dass wir im Vorjahr eigentlich in die B-Klasse abgestiegen wären und dann direkt Meister geworden sind, muss man festhalten, dass unser Erfolg eng mit unserem Trainer zusammenhängt“, blickt DJK-Abteilungsleiter Manfred Vogel zurück. Die Saison 2011/12 beendete Oesdorf nämlich auf Platz 14 und durfte nur aufgrund von einigen „Ungereimtheiten mit dem TKV Forchheim“ in der A-Klasse bleiben, wie sich Vogel erinnert. Was folgte, waren die erfolgreichsten Jahre der DJK-Vereinsgeschichte: Nach dem Aufstieg in die Kreisklasse folgte drei Jahre später der Aufstieg in die Kreisliga. „Florim und unser damaliger Co-Trainer Stefan Singer waren beide als Spielertrainer aktiv und beide haben defensiv gespielt. Da hatten wir eigentlich eine BOL-Abwehr und haben kaum Gegentore bekommen“, sagt Vogel. 

Zwar beendete Singer aufgrund zweier Achillessehnenrisse seine aktive Karriere in Oesdorf, den Aufwärtstrend der DJK konnte dies aber nicht aufhalten. Dabei entging das Team auch in der Kreisliga nur knapp einem Abstieg. Vogel: „Im ersten Jahr hatten wir wirklich noch mal unheimliches Glück. Wir haben am letzten Spieltag 1:2 gegen Großenseebach verloren und waren so gut wie abgestiegen. Gleichzeitig hat aber Eggolsheim gegen den bereits abgestiegenen FC Großdechsendorf verloren und daher konnten wir doch die Klasse halten.“ Zur kommenden Saison steht nun Bezirksligafußball auf dem Plan.

Aufstieg in die Bezirksliga: „Wir müssen in jedem Spiel 90 Minuten topfit sein.“

Dass der Schritt von der Kreis- in die Bezirksliga oftmals nicht problemlos abläuft, lässt sich unschwer erkennen: Mit Ottensoos, Hagenbüchach und Tennenlohe befanden sich zum Spielzeitende drei Aufsteiger unter den letzten vier Teams der Bezirksliga, auch in der vorangegangenen Saison ging es für Diepersdorf und Neunkirchen nach dem Aufstieg direkt wieder nach unten. „Wenn ein Kreisligist heute ein gutes Vorbereitungsspiel gegen ein höherklassiges Team macht, dann denken einige gleich, sie können da mitspielen. So eine Leistung muss man dann aber nicht einmal sondern 30-mal bringen. Tennenlohe war in der Kreisliga eine Bombenmannschaft und hat gerade einmal fünf Punkte geholt“, warnt Vogel und fügt an: „Wir müssen in jedem Spiel 90 Minuten topfit sein und nicht nur in drei, vier Spielen. Läuferisch und spielerisch ist das eine Hausnummer mehr und die Geschwindigkeit ist über 90 Minuten hoch. Für viele Teams ist das der Faktor.“ Daher sei es dringend notwendig, sich schnellstmöglich an die Umstellung zu gewöhnen und Punkte einzufahren. 

Verstärken konnte sich die DJK für diese Herausforderung mit Schlussmann Patrick Oeser vom TSV Höchstadt, zudem wechselt Enes Brnicanin aus Baiersdorf nach Oesdorf. Demgegenüber stehen die Abgänge von Steffen Frank (Schlaifhausen), Daniel Gößwein (Karriereende) und Nur Al-Qaddo, der wegen Knieproblemen pausieren wird. „Für die Bezirksliga muss neben dem Stammpersonal auch bei Bank passen. Bei Wechseln darf sich die Qualität nicht groß verschlechtern und daher braucht man schon 16, 18 Leute“, so Vogel. Vorfreude auf die kommende Aufgabe herrscht im DJK-Lager dennoch: „Mit Adelsdorf, Buckenhofen, Weisendorf und Baiersdorf wird das wirklich eine richtig interessante Liga. Die Umstellung wird enorm aber wir freuen uns auf die kommende Saison“, so Vogel.

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