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Der TSV 1860 Weißenburg strebt einen Platz in den Top Ten an

Die Trainer Vierke und Schneider setzen auf eine „geschlossene Einheit“

„Back to the roots“, heißt die aktuelle Devise für Markus Vierke. Der geflügelte Begriff aus dem Englischen umschreibt bestens die Situation für den Trainer des TSV 1860 Weißenburg, denn Vierke ist zu seinem Heimatverein und damit zu seinen fußballerischen Wur­zeln zurückgekehrt.

Anfang Mai machte der TSV 1860 Weißenburg  mit einem 3:2-Sieg gegen Pölling den Klassen­erhalt perfekt. Jetzt treffen sich beide Teams zum Auftakt der neuen Saison wieder.

 / © Uwe Mühling

Wichtig dabei: „Es fühlt sich gut an, wieder zu Hause zu sein“, sagt der 35-­jährige Coach, der mit seiner Familie in Höttingen lebt, acht Jahre weg war vom TSV und in dieser Zeit viel erlebt hat: Er war Jugendtrainer beim 1. FC Nürnberg und beim TSV 1860 Mün­chen, hat den Nachbarverein FC/DJK Weißenburg in die Bezirksliga und zu Pokalerfolgen geführt, trainierte den SV Seligenporten II in der Landesliga und zuletzt den Weißenburger Be­zirksliga-Konkurrenten SV Ornbau.

Und jetzt also TSV 1860 Weißen­burg – wieder: Auch wenn es eine Rückkehr ist, ist vieles trotzdem neu für Vierke. Ein völlig veränderter Spielerkader zum Beispiel oder die Anlage im Sportpark Rezataue, die sich weiterentwickelt hat und sehr gute Voraussetzungen für Training und Spiele bietet. „Man kommt stän­dig mit den anderen Mannschaften auch aus dem Nachwuchs zusammen“, freut sich der A-Lizenz-Inhaber.

Ebenfalls sehr positiv findet es der neue Coach, wie der relativ große Kader der „Ersten“ in der Vorberei­tung mitgezogen hat und wie sich dabei ein „Mini-Konkurrenzkampf“ entwickelt hat. Für die zweite Mann­schaft, auch U23 genannt, geht es nach dem Aufstieg in die Kreisklasse be­kanntlich erst zwei Wochen später los. Dennoch wurde das Vorbereitungspro­gramm größtenteils gemeinsam absol­viert, wofür nicht zuletzt die gute Zu­sammenarbeit und der Austausch mit U23-Coach Thomas Schneider sorgt.

„Im Bezirksliga-Kader werden wir sicherlich keine Probleme bekommen, denn wir können jederzeit Spieler aus der U23 nachschieben“, sagt Vierke. Aus der erfolgreichen Jugendarbeit beim TSV 1860 ergibt sich für die Trainer Vierke und Schneider eine be­sonders wichtige Aufgabe: die jungen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Herrenbereich zu etablieren und zusätzlich auch an die erste Mann­schaft heranzuführen. Beide Teams noch näher aneinanderzubringen – das wollen die Trainer ebenfalls schaffen und streben eine „geschlossene Ein­heit“ an. „Unsere Fußballer sollen gerne in beiden Mannschaften spie­len“, betont Markus Vierke.

Dem neuen Trainer der „Ersten“ ist klar, dass auch er schlussendlich an Ergebnissen und am Tabellenstand ge­messen wird. Im Hinblick darauf hofft er auf einen erfolgreichen Start. „Es wäre gut,wenn wir frühzeitig Punkte auf dem Konto hätten.“ Das würde für Ruhe sorgen, man könnte die jungen Spieler leichter weiterentwickeln. Und, so Vierke: „Es wäre natürlich vom Gefühl her viel besser, als wieder hinten drinzustehen.“

Trainer hofft auf Euphorie

So war es in den vergangenen drei Jahren seit dem Wiederaufstieg. Bis zur Winterpause rangierte der TSV 1860 stets in der Abstiegszone, kämpfte sich dann aber in der zweiten Saisonhälfte mit einer starken Serie wieder heraus und landete jeweils im Mittelfeld (Plätze sieben, sechs und acht). Auch diesmal streben die Wei­ßenburger wieder einen „Platz in den Top Ten“ an – allerdings von Anfang an und ohne den Druck des Abstiegs­kampfes der vergangenen Jahre. Viel­leicht, so die Hoffnung von Markus Vierke, gelingt es ja, den Schwung aus der vergangenen Rückrunde mitzu­nehmen, als man in den letzten elf Spielen ungeschlagen blieb. Sollten die TSV-1860-Jungs an diese Serie an­knüpfen können, würde vielleicht sogar eine gewisse Euphorie entste­hen, die der Trainer nur allzu gerne in seinem Team und bei den Zuschauern entfachen würde.

Gleich zum Auftakt wartet an die­sem Samstag um 16.00 Uhr mit dem Heimspiel gegen den SV Pölling „kein schlechter Gradmesser“, wie Vierke findet. Die Oberpfälzer waren vorige Runde Sechster mit 48 Punkten (Wei­ßenburg hatte 47). Anschließend geht es zum Mittwochspiel nach Roth und dann folgt am Samstag, 5. August, um 18.00 Uhr zu Hause ein weiteres Derby gegen Dittenheim. In der Liga geht es mit insgesamt sechs Spielen im August richtig rund, hinzu kommt für den TSV 1860 noch der Totopokal. Volles Programm also zum Comeback von Markus Vierke.

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