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Der ASV Fürth schießt Pegnitz ab - "Pumas" und Hüttenbach marschieren

Bezirksliga Nord - 4. Spieltag, Sonntag

Herzogenaurach (3:0 gegen Bayern Kickers) und die SpVgg Hüttenbach (3:1 gegen Hersbruck) ziehen nach Punkten mit dem bereits am Freitag erfolgreichen Zirndorfern gleich - weil Türkspor aber überraschend gegen den bislang noch punktlosen TV 48 Erlangen verlor (1:2), können nur noch drei Teams die volle Punktausbeute vorweisen. Bitter verlief der Nachmittag für Absteiger ASV Pegnitz, der in der zweiten Hälfte beim ASV Fürth auf die Mütze bekam (2:6). Cagrispor holte seine ersten Zähler bei der SG 83, der FC Kalchreuth machte es gegen Kirchehrenbach deutlich.

© Sportfoto Zink / JüRa

Die bislang punktlose Elf von Cagrispor zeigte sich bei der SG 83 als spielstarke Truppe, die vor allem in der Offensive bärenstark auftrat. Die pfeilschnellen Ismail Yüce und Dino Kardovic entwischten den Gastgebern ein ums andere Mal, das Tor zum 0:1-Halbzeitstand erzielt Ramazan Yüce per Kopf. Im ausgeglichenen zweiten Durchgang zeigte sich die Heimelf verbessert, ließ jedoch den nötigen Kampfgeist vermissen, um die Partie noch drehen zu können. Da auch ein Foulelfmeter nicht den Weg ins Tor fand, blieb es bei der letztlich verdienten knappen Niederlage der Heimelf.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. De TV 48 Erlangen traf ins Tor, das Tor wurde aufgrund einer strittigen Abseitsentscheidung vom Schiedsrichter-Gespann aber nicht anerkannt. Danach ordnete sich die Partie wie bereits vermutet. Türkspor war die aktivere Mannschaft. Erlangen lauerte auf Konterchancen. In der 10. Minute kam Türkspor zur ersten großen Chance. Köseoglu setzte sich auf der rechten Seite durch und legte mustergültig für Schrettenbrunner auf, deiser traf aber den Ball nicht richtig und vergab die Riesenchance zur Führung. Ein paar Zeigerumdrehungen später hatte Schrettenbrunner sich im Strafraum mit einer starken Einzelaktion durchgesetzt, sein Abschluss verpasste das Tor nur knapp. In der 25. Minute kam Basoglu zu einer Schusschance nach einem Eckball, aber TW Kist war zur Stelle. In der 31. Minute erzielte Türkspor dann das 1:0. Güngör wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Jasarevic. Die letzte gefährliche Aktion der ersten Halbzeit hatten die Gäste aus Erlangen, aber Izbudak parierte den Freistoß von Söllmann.

Die zweite Halbzeit begann mit einem aktiveren Türkspor. Doch die Dominanz leidete unter den Unkonzentriertheiten, die man vor dem gegnerischen Tor zeigte. In der 59. Minute kam die Wende im Spiel. Einen lang in den Strafraum getretenen Freistoß konnte Decher zum Ausgleich einschieben. Dabei sahen TW Izbudak und seine Vorderleute alles andere als gut aus. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. Ayhan Bilici suchte auf der Gegenseite gleich nach dem Ausgleich mit einem Schuss aus 25 Metern sein Glück, aber der Ball flog am Tor vorbei. Der TV 48 Erlangen war nun vor allem nach Standards brandgefährlich. In der 62. und 63. Minute hatten die Gastgeer doppelt Glück, als nach Ecken einmal Izbudak bei einer Klärungsaktion Bilici anschoss und dieser Ball nur knapp am Tor vorbeirollte. Bei der anschließenden Ecke traf Lehnemann mit dem Kopf die Latte. In der 73. Minute hatte auf der Gegenseite Jasarevic Pech, als sein Ball ebenfalls gegen die Latte knallte. In der 80. Minute schoß Söllmann knapp am Tor vorbei, in der 82. Minute kam Caglar nach einem Eckball zum Abschluß, aber der Ball flog knapp drüber. In der 85. Minute setzte sich Sögütlü links durch, seine Hereingabe versuchte Demirer zu verwerten, aber TW Kist war zur Stelle. In der 87. Minute versuchte Spielmann für die Gäste es mit einem Fallrückzieher, doch der Ball flog knapp vorbei. In der 90. Minute dann der späte Siegtreffer für die Gäste. Über links setzte sich Söllmann durch und spielte den Ball in den Strafraum, Lehnemann setzte den Schlußpunkt eines unterhaltsamen Fußballnachmitttages: 1:2.

Fazit: Der TV 48 Erlangen holt einen verdienten Auswärtsdreier. Vor allem nach dem Ausgleich suchten sie ihr Glück in der Offensive und hatten die viel gefährlichere Aktionen. Türkspor spielte insgesamt dominanter aber nicht konsequent genug im Abschluss. Nach dem Gegentor verloren sie ihre Linie und fanden nicht mehr die Mittel, um das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Fatih Köseoglu

Plan A war nach 120 Sekunden hinfällig geworden. Von Plan B keine Spur. Der FC Bayern Kickers versuchte mit zwei eng stehenden Viererketten die Kombinationslust der Hausherren zu unterbinden, doch es blieb ein Versuch. Bereits in der 2. Minute hatte ein klassischer Thomann-Pass die BaKi-Abwehr geknackt. Der Spielmacher leitete damit praktisch seinen eigenen Treffer ein, denn über die Stationen Amling und Kratz landete der Ball erneut beim nachgerückten Thomann, der so für den frühen Jubel sorgte. Doch statt sich an die veränderte Situation anzupassen, blieben die Kickers ihrer Linie anschließend treu: Bis kurz vor die Mittellinie zogen sich die beiden Stürmer Alhassan und Kiendl zurück und liefen den FCH nur sporadisch an. Das lässt ein Tabellenführer in der aktuellen Spiellaune natürlich nicht ungenutzt. In gewohnter Manier drückten die Pumas ihren Gegner mit viel Ballbesitz in die Enge und ließen den Ball nach dem Prinzip „Wer hat noch nicht berührt, wer will nochmal“ durch die eigenen Reihen laufen. BaKi machte das Spielchen munter mit, lief erst dem Ball hinterher, dann dem Gegner – und geriet dabei, ohne es zu merken, ins völlige Durcheinander. Aus den BaKi-Lücken wurden Puma-Chancen. In der 14. Minute rutschte Rockwell nur knapp an einer Flanke vorbei, auch der daneben stehende Göller setzte den Ball übers Tor. In der 27. Minute lief Rockwell nach einer Stübing-Hereingabe alleine auf den Torwart Tammo Pannemann zu und legte nochmal ab auf Amling, doch der Pfosten stand seinem Schuss im Weg. Vier Minuten später war es erneut Rockwell, der den Keeper prüfte, doch Pannemann lenkte den Schuss gerade noch über die Latte.

Das einzige positive Halbzeitfazit aus Kickers-Sicht: Es stand nur 0:1 – Zeit für Plan C? Mit einer Leistungssteigerung wäre vielleicht eine Wende möglich gewesen. Doch diesmal brauchte der FCH nur 60 Sekunden, um das Drehbuch endgültig Richtung Sieg zu schreiben. Rockwell stand nach einem Abstimmungsfehler in der BaKi-Defensive mal wieder freistehend vor dem Keeper und hatte noch das Auge für Dörrich, der die Kugel problemlos im Kasten unterbrachte. Bereits 25 Minuten vor dem Schlusspfiff sollte das Endergebnis feststehen. Bei einem Amling-Pass legte die gegnerische Defensive ihr Schicksal in die Hand der Absteitsfalle – doch die schnappte nicht zu. Thomann schüttelte mit Untheim seinen letzten Gegenspieler ab, legte quer auf Amling, der zum 3:0-Endstand einschob. Denn anschließend passierte nicht mehr viel. FC–Spielertrainer Karches wechselte nicht nur sich selbst, sondern mit Thomann und Stübing zwei weitere Schlüsselspieler frühzeitig aus, um diese zu schonen. Schlag auf Schlag geht es jetzt weiter. Bereits am Mittwoch geht es nach Kirchehrenbach. Die nächste Englische Woche steht an. Oliver Koprivnjak

Die Gäste, bei denen neben den Urlaubern Florian Müller, Lars Stachowski, Daniel Abraham-Lothes und Simon Gräf kurzfristig noch Torwart Kohl (krank) und René Schuster (privat verhindert) ausfielen, kamen glänzend in die Partie. Nach Vorlage von Grembler drückte Otto (12.) den Ball am schlecht aussehenden Torwart Gunnesch zum 0:1 ins lange Eck. Danach die ersten Annäherungsversuche der Heimelf durch Geissler und Berecz. In der 20. Minute hämmerte Yannick Podgur einen Freistoß aus gut 20 Metern zum 2:0 ins Netz. Trainer Satzinger vom ASV Fürth reagierte auf die schlechte Anfangsphase seiner Mannschaft und wechselte den Torwart. Kaum drei Minuten später stand es durch Geissler 1:2, als dieser am zweiten Pfosten ungehindert zum Kopfball kam. Wenig später musste Trainer Daschner Stephan Otto wegen Verdachts auf Bänderriss vom Feld nehmen. Für ihn kam Julian Steger. Fast mit dem Pausenpfiff glich der ASV Fürth durch Götz zum 2:2-Halbzeitstand aus. In der 54. Minute führte eine Fehlerkerkette zum 3:2 durch Geissler. Nach gut einer Stunde reagierte Keefer gegen Geissler und Saleem hervorragend. Anschließend ein Lebenszeichen der Gäste. Reichel (65.) köpfte knapp drüber und ein Drehschuss von Podgur (68.) verfehlte haarscharf sein Ziel. In der Schlussphase brach das Unheil über die Schulstädter herein. Keefer konnte gegen Berecz (74.) mit einer sensationellen Parade noch das 2:4 verhindern. Zwei Minuten später war auch er machtlos. Im Nachsetzen traf Geissler zum 4:2, zuvor reagierte Keefer gegen Saleem wieder hervorragend. Wiederum Geissler (81.) mit seinem vierten Tor und Barth mit dem Schlusspfiff schraubten das Ergebnis auf 6:2. Schon am Mittwoch bekommt der ASV Pegnitz eine Chance auf Wiedergutmachung, wenn es um 18.30 Uhr gegen den alten Pegnitzgrundrivalen SK Lauf geht. Werner Neuner

Zum Heimauftakt gegen makellos gestartete Hüttenbacher musste der FC gleich zu Beginn einen herben Nackenschlag wegstecken. Nach Ballverlust in der eigenen Hälfte schaltete die SpVgg gedankenschnell um, der Ball wurde in die Spitze gespielt und J.Schramm war mit einem platzierten Schuß ins lange Eck erfolgreich. Die frühe Führung spielte dem Gast in sein taktisches Konzept. Hersbruck war doch etwas angeknockt und brauchte etwas um besser ins Spiel zu kommen. Ein Distanzschuss von Günther war das erste Lebenszeichen in der Offensive. Die Gäste versuchten immer wieder mit langen Bällen ihren Goalgetter M.Gruner in Szene zu setzen. Die FC-Abwehr war aber gut darauf eingestellt. Einige Angriffe brachten die FC-Stürmer durchaus in vielversprechende Position. Aber keiner der Angreifer vermochte Hartmann ernsthaft in Gefahr zu bringen, weil man das Visier einfach schlecht eingestellt hatte.Nach dem Wechsel bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Hersbruck mühte sich um den Ausgleich und die Gäste lauerten auf Kontergelegenheiten. Während der Club seine Schwäche beim Abschluss nicht ablegen konnte, erhöhte Hüttenbach mit dem ersten Torschuss im zweiten Abschnitt auf 0:2. Wieder war J.Schramm erfolgreich. Es war aber noch genügend Zeit um die drohende erste Saisonniederlage abzuwenden. 15 Minuten vor dem Ende schaffte man in Person von Brüx auch noch den Anschlusstreffer. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich bot sich Maas, dessen Ball aber von einem Verteidiger aus kurzer Entfernung gerade noch geblockt werden konnte. Gegen eine aufgerückte FC-Hintermannschaft gelang M.Schramm praktisch mit dem Schlusspfiff die endgültige Entscheidung. Aufgrund der gnadenlosen Effizienz der Gäste ein nicht einmal unverdientes Resultat.

Es gibt so Tage, da ist dem Amateurkicker schnell anzumerken, dass er mit dem falschen Bein aufgestanden ist. Wie sonst wäre das Missgeschick von Abwehrchef Christian Städtler zu erklären, der beim Klärungsversuch ausrutscht und dabei mit der Hand den Elfmeter zum nächsten Treffer des Gegners einleitet. Allein, neben dem Pech, das eine zarte Aufbruchstimmung in den ersten Minuten nach Wiederbeginn zunichte machte, trugen die Kirchehrenbacher durch Unterlassung eine ganze Menge selbst zu ihrem Schlamassel bei. „Wenn du deinem Gegenspieler immer drei Meter Platz lässt, gehst du unter“, schimpft Teambetreuer Helmut Stock nach Abpfiff. Ohne den kämpferischen Einsatz der vergangenen Partien glich der Auftritt wie der eines ängstlichen Kaninchens vor der Schlange, fand Stock. „Bei konsequenterer Chancenauswertung hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können“, so das TSV-Urgestein, das seinen Klub lange nicht mehr derart schwach gesehen hatte. Nach zwei Gegentoren durch Adrian Bayerlein (19.) und Pascal Worst (27.) in der ersten Halbzeit verwandelte also Markus Giering den geschenkten Strafstoß zum 3:0 für die FC. Dass Simon Postlers 1:3-Anschlusstreffer dem Kollektiv noch einen Impuls versetzen hätte können, war mit Bayerleins 4:1 in der 66. Minute nurmehr ein Konjunktiv der Vergangenheitsform. In Unterzahl mussten sich die Kirchehrenbacher vorführen lassen, die Kalchreuther beließen es zur eigenen Kerwa mit Gierings Schlusspunkt zum 5:1. „Die Karten werden am Mittwoch neu gemischt. Wir dürfen den Glauben an uns nicht verlieren, müssen aber ganz anders auftreten“, blickt Helmut Stock auf die kommende Aufgabe am Mittwochabend (18.30 Uhr) gegen Tabellenführer FC Herzogenaurach. KEVIN GUDD

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