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Thomas Dotterweich: Zweimal Geldstrafe, zweimal Essen für die Mannschaft

Eltersdorfs Bayernliga-Kapitän sah innerhalb von vier Tagen zweimal Rot

Thomas Dotterweich (34) ist Kapitän des Fußball-Bayernligisten SC Eltersdorf. In den ersten Partien fiel er mit Zweikampfstärke und ungeheurem Zug nach vorne auf. Im Pokal und am Freitagabend in Hof jeweils mit einem Platzverweis. Ein Gespräch über eine Entwicklung in vier Tagen, die langsam aber sicher ins Geld geht.

Will wieder allein positive Schlagzeilen schreiben: Thomas Dotterweich (links).

 / © Zink

Herr Dotterweich, am Dienstag ein Platzverweis im Pokal in Memmelsdorf, am Freitagebend die Rote Karte in Hof. Beide Male wegen Tätlichkeit – sind Sie ein Raufbold?

Thomas Dotterweich: Nein, eigentlich gar nicht. Wirklich nicht. Früher, da hat man mich leichter provozieren können. Aber mittlerweile dachte ich eigentlich, ich bin ruhiger geworden.

Was ist denn genau passiert, dass die Sicherungen durchbrannten?

Dotterweich: So kann man das ja nicht sagen. Gut, in Memmelsdorf, da wurde ich wirklich provoziert und hab dem Gegenspieler ins Gesicht gelangt. Meine Hände haben dort sicher nichts verloren, so gesehen war der Platzverweis völlig berechtigt.

Und in Hof?

Dotterweich: Da hat mich mein Gegenspieler vier, fünf Sekunden lang festgehalten. Ich hatte ihn schon ausgespielt, und er hing immernoch an mir dran – da habe ich mich losgerissen und ihn mit dem Arm getroffen. Ich weiß aber nicht wie und wo. Das hat der Schiedsrichter als Tätlichkeit gewertet, wo ich sage... naja ...

Naja?

Dotterweich: Er hätte das vielleicht eher abpfeifen können, dann wäre es gar nicht so weit gekommen. Auch war der Schlag keineswegs absichtlich. Es war keine Fehlentscheidung, aber eine harte Entscheidung, finde ich.

Wie lang werden Sie jetzt fehlen?

Dotterweich: Die Verhandlung ist noch nicht abgeschlossen, ich denke drei, hoffe aber nur zwei Spiele. Der Bericht des Schiedsrichters liegt aber schon vor und er hat das wohl sehr wohlwollend für mich formuliert, hat der Trainer gesagt.

Neben der Sperre: Was kostet Sie ein Platzverweis intern?

Dotterweich: Eine Geldstrafe und ein Essen für die Mannschaft.

Das waren dann also zwei Essen in dieser Woche und zwei Geldstrafen. Was sagt Ihre Freundin da dazu?

Dotterweich: Meine Frau, meinen Sie? Naja, ich bezahl’ das ja von meinem Geld, nicht von unserem. Aber klar geht das ins Geld.

Nach Ihrem Platzverweis hat der SCE noch einen Punkt geholt in Hof. Also ist die Serie gar nicht gerissen?

Dotterweich: So fühlt es sich zumindest an – das 1:1 in Hof war ein gefühlter Sieg. Jetzt wollen wir am Dienstag um 19 Uhr zu Hause gegen den TSV Großbardorf nachlegen und noch weiter ganz oben bleiben.

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