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Ein Erlanger Jung in Baiersdorf

Nach dem 1:6 gegen den ATSV Erlangen bleibt Maximilian Kundt optimistisch

Es gibt Schöneres, als mit dem neu­en Verein eine 1:6-Heimniederlage gegen Spitzenreiter ATSV Erlangen zu kassieren. Maximili­an Kundt fühlt sich beim Baiersdorfer SV dennoch „verdammt wohl“.

Ein Erlanger Jung im Baiersdorfer Dress: Maximilian Kundt (Mitte) ist in der Hugenottenstadt aufgewachsen, besuchte das Ohm-Gymnasium und trug lange Jahre das Trikot des FSV Bruck und des TV 48 Erlangen.

 / © Harald Hofmann

Nach einer 1:6-Niederlage gibt es wirklich Schö­neres, als sich noch einmal zusam­menzusetzen und über diese Nieder­lage zu sprechen. 1:6. Das ist hart. Klingt hart. Und bleibt hart. Maximi­lan Kundt aber sieht dennoch etwas Positives darin: „Wenn’s schlecht läuft, verkrümeln sich doch oft alle.“ In Baiersdorf aber ist das anders, den Neu-Baiersdorfer hat das dann doch stark überrascht.

„Wir haben uns nach dem Spiel noch in die Wirtschaft gesetzt, auch viele junge Spieler sind dabei geblie­ben.“ So bekomme man mit, „wie die anderen ticken“. Das Fazit nach der bitteren Heimniederlage fiel dann auch gar nicht mehr so hart aus. „Wir haben Lehrgeld gezahlt“, sagt Kundt. „Aber der ATSV ist auch noch einmal eine andere Nummer.“ In der Landesliga ist der Vorjahres-Aufsteiger aktuell das Maß aller Dinge, nach neun Spielen ungeschlagen und Tabellenführer. „Wir hatten uns trotzdem viel vorge­nommen, wir hatten nichts zu verlie­ren.“, sagt Kundt. „Aber wir kassie­ren das 0:1 nach einem Standard und recht schnell das 0:2. Gegen eine spielstarke Mannschaft ist es dann schwer.“ Der 24-Jährige war im Sommer vom TV 48 Erlangen nach Baiersdorf gewechselt, hat von der Bezirksliga also noch einmal einen Sprung nach oben gemacht. Sein neuer Trainer Thomas Luckner setzt auf den Mittel­feldspieler. Der wiederum fühlt sich in seinem neuen Verein „verdammt wohl. Die haben hier verstanden, wie man Neuzugänge aufnehmen muss.“ Mit seinem Wechsel zu den Krenki­ckern ist Kundt bislang zufrieden. „Ich wollte neue Anreize setzen. Beim TV habe ich mich auch immer wohl gefühlt, dort habe ich als Kind auch angefangen, Fußball zu spielen. Aber mit dem Verein habe ich recht viel durchgemacht.“ Fast-Abstieg oder Beinahe-Aufstieg, der Turnver­ein hatte in der Bezirksliga selten eine ruhige Saison. Jetzt darf sich Kundt in der Landesliga probieren.

„Wir passen gut in die Liga“

„Grundsätzlich gibt es da schon einen Unterschied. Aber die Teams, die in der Bezirksliga oben mitge­spielt haben, können da auch mithal­ten.“ Der Fitnesszustand und die Ein­stellung sei dennoch eine andere. In Baiesdorf kommt hinzu, dass Maximi­lian Kundt, der in Nürnberg BWL stu­diert, fast schon zu den älteren Semestern zählt. Viele junge Spieler kommen gerade erst aus der eigenen Jugend. „Vom Potential der Truppe bin ich überzeugt“, sagt Kundt. „Wir passen gut in die Liga rein.“ Persönlich geht er es ruhiger an, was die Lautstärke auf dem Platz betrifft. „Ich bin ja immer noch dabei, mich in die Mannschaft zu inte­grieren. Auf der anderen Seite spüre ich auch, dass ich mit 24 eben schon zu älteren Spielern gehöre und Ver­antwortung übernehmen muss.“ Sor­gen, bald gegen den Abstieg spielen zu müssen, macht sich Maximilian Kundt nicht. „Ich bin überzeugt, dass wir die Situation annehmen.“ In der Bezirksliga ginge es wohl gegen den alten Verein, den TV 48. Darauf aber kann Kundt gut und gern ver­zichten. Auf ein 1:6 natürlich auch.

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