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Dreierpacker Dorsch hievt Stetten an die Spitze

Kreisliga 2 7. Spieltag, Sonntag

Der SV Gutenstetten/Steinachgrund stürzte durch ein 3:2 im Topspiel den SV Burggrafenhof. Die DJK Falke bleibt als einziges Team der Liga ungeschlagen (1:1 gegen Johannis 88). Die Partie Burgfarrnbach – Fischbach wurde abgesagt.

Tobias Dorsch (am Ball) wurde mit seinem Dreierpack zum Matchwinner für die Fischer-Elf.

 / © Matthias Janousch

Die Partie wurde witterungsbedingt von der Heimmannschaft abgesagt.

Einen Blitzstart erwischten die Erlbacher, als sie bereits nach drei Minuten in Führung gingen. Sebastian Kamberger spielte auf Kai Scheiderer und dieser ließ Gästekeeper Lehnert mit seinem Schuss ins lange Eck keine Abwehrmöglichkeit. Im Rest des ersten Durchgangs hätten die Hausherren die Führung noch ausbauen können, aber die Gäste aus Stein hätten ihrerseits das Ergebnis auch ausgleichen können. In der 63. Minute köpfte Felix Gneber die Kugel nach einem Freistoß von Kamberger zum 2:0 in die Maschen. Die Gäste gaben sich aber nicht geschlagen und tauchten immer wieder gefährlich vor dem TSV-Tor auf. Allerdings waren ihre stetigen Versuche nicht von Erfolg gekrönt. Somit bleiben die drei Punkte im Haidter-Sportpark. Schiedsrichter Christoph Pfeiffer bot mit seinem Gespann eine souveräne und fehlerfreie Leistung. Alexander Drost / TSV Markt Erlbach

Im Spiel eins nach Trainer Ahmet Türen übernahmen die Kapitäne Mehmet Ceylan, Mehmet Karanfil und Hakan Özyürek die Verantwortung bei den Sultanen. Die Gäste agierten aus einer sicheren Defensive heraus. Die Poppenreuther Jungs waren optisch überlegen, bissen sich aber vor dem Tor die Zähne aus. So entwickelte sich ein laufintensives, zweikampfbetontes Spiel auf gutem Niveau. Die Tore fielen aber erst in der zweiten Hälfte. Kurz nach Wiederanpfiff steckte Cemil Yilmaz schön auf Faruk Özkan durch, der mit der Fußspitze die Führung besorgte (49.). Nur zwei Minuten später spielten sich Marcel Klaußner und Stefan Mittelstädt durch die Eyüp-Abwehr. In Bedrängnis traf Mittelstädt nicht weniger schön. Mit etwas Glück drehte Klaußner die Partie in der 70. Minute. Er zog von der Strafraumkante ab und sein Schuss landete abgefälscht und unhaltbar in den Maschen. In der Folge drückten die Sultane auf den Ausgleich, der durchaus verdient gewesen wäre. Ein Tor wollte aber nicht mehr gelingen. Da auch der SVP seine Konterchancen nicht zu nutzen vermochte, blieb es beim 2:1.

Vor guter Kulisse kam das Spitzenspiel etwas schleppend in die Gänge, die Gäste ließen sich in die eigene Hälfte fallen und überließen der Heimelf mehr oder weniger das Feld. In der zehnten Minute setzte Singer einen Freistoß gegen den Außenpfosten, was bis zum Pausenpfiff der einzige ernstzunehmende Torschuss bleiben sollte. Stetten hatte das Geschehen im Griff, tat sich aber schwer gegen taktisch gut organisierte Gäste. Der Ball lief bisweilen ganz gut durch die eigenen Reihen, aber der letzte Ball fehlte einfach. Bis zur 20. Minute: Gallo setzte sich gut im Mittelfeld durch und bediente Dorsch in den Lauf, dieser zog ab und traf aus 16 Metern ins untere rechte Eck zur Führung. Es sollte trotz optischer Überlegenheit nur noch eine Einschussmöglichkeit für die Gastgeber geben, die jedoch Wellhöfer aus fünf Metern über das Tor setzte. Mit Beginn der zweiten Hälfte änderte sich zunächst nichts, die Heimelf hatte das Spiel unter Kontrolle. Das sollte sich aber ändern und die Begegnung nahm dann an Fahrt auf. Nach einer geklärten Ecke für Stetten bediente Gallo Schottenhamml unfreiwillig per Kopf, der alleine auf das SVG-Gehäuse zusteuerte. Kraft konnte parieren, aber er legte den Ball unglücklich für Singer auf, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Jetzt war der Gast auch im Spiel und witterte seine Chance, sie wurden mutiger und Schottenhamml hatte in der 65. Minute die Chance zum 1:2, aber Kraft war auf dem Posten. Der ansonsten sehr gute Schiedsrichter Metzold hätte in der 72. Minute auf Elfmeter entscheiden müssen, als ein SVB-Verteidiger einen Schubert-Schuss mit der Hand von der Linie schlug. Zehn Minuten vor Schluss ging das Spiel dann so richtig ab. In der 81. Minute bediente Wellhöfer von rechts kommend in der Mitte Schubert, aber ein Abwehrbein konnte klären. In der 85. Minute verlor die Heimelf ohne Not den Ball im Mittelfeld. Singer wurde angespielt, ließ noch einen Gegenspieler aussteigen und traf sehenswert aus 16 Metern zum 1:2. Stetten hatte aber direkt nach dem Anstoß die Antwort parat, Schubert wurde lang in den Strafraum angespielt, aber anstatt das Tor selbst zu machen, legte er zu Dorsch ab und es stand 2:2. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung und so wurde die Schlussphase dramatisch. In der 87. Minute segelte Reichenauer an einem Gallo-Freistoß knapp vorbei und nur eine Zeigerumdrehung später kam Körber bei einem erneuten Freistoß der Heimelf mit dem Kopf an den Ball und legte auf Dorsch ab, der aus kurzer Distanz einschob. Burggrafenhof, das sich schon als Sieger wähnte, war nun gefordert und sie versuchten es auch, aber ihnen fehlte die Durchschlagskraft. Die Heimelf hatte in der 93. und 94. Minute durch Brütting und Schubert sogar noch die Chancen, um zu erhöhen. Letztlich blieb es aber beim dramatischen 3:2, das die Fischer-Elf zum Spitzenreiter macht. Es war ein sehr faires Spiel unter guter Leitung. Reinhold Fischer / SV Gutenstetten/Steinachgrund

Tolle Moral bewies die SpVgg Nürnberg im Duell mit dem wiedererstarkten Post SV. Aus einem 1:3-Rückstand machten die Schützlinge noch ein 3:3-Remis und hätten das Spiel am Ende sogar noch gewinnen können. Die Gebersdorfer Jungs kamen gut in die Partie und gingen bereits nach vier Minuten durch Giovanni Marina in Führung. Aus einem Missverständnis in der Defensive resultierte ein Eckball, den Florian Rädeke nur fünf Minuten nach der Führung einköpfte. Kurz vor dem Seitenwechsel war das Spiel plötzlich gedreht. Felix Geisler erzielte die Poster Führung. Nach der Halbzeit hatte die Diem-Truppe zwei Möglichkeiten zum Ausgleich, die Chancen wurden aber liegengelassen. Stattdessen erhöhte Stefan Kühnlein, der zusammen mit Burak Ölcer für viel Betrieb sorgte (58.). Eine Abseitsentscheidung verwehrte dem 1:4 die Anerkennung, da Kühnlein SpVgg-Keeper Ferdinand Gerblinger die Sicht nahm. Damit wäre die Partie wohl entschieden gewesen. Doch es sollte anders kommen: Kevin Mühlberg brachte die Heimelf auf Vorlage des agilen Marina nach 77 Minuten zurück ins Geschäft und nach dem Ausgleich durch Christian Gövert per Kopf nach einer Madeo-Ecke (85.) hatte die SpVgg Lunte gerochen und spielte weiter auf Sieg. Kurz vor dem Ende ertönte ein Elfmeterpfiff, doch der Schiedsrichter nahm seine Entscheidung nach dem Veto des Schiedsrichterassistenten wieder zurück, der den Ball zuvor richtigerweise im Aus sah (89.). Mit etwas Glück hätte die SpVgg nur eine Minute später nochmals einen Elfmeter bekommen können, diesmal aber blieb die Pfeife stumm.

Die DJK Falke bleibt als einzige Mannschaft der Liga ungeschlagen. Beim TB Johannis 88 holten die Falken beim 1:1 einen Zähler. In der ersten Hälfte bestimmten die Jungs von Trainer Peter Wagner über weite Strecken die Begegnung. In einem Spiel auf gutem Kreisliganiveau tauschten die beiden Teams trotzdem torlos die Seiten. Nach 48 Minuten bekam die Defensive der Heimelf den Ball nicht geklärt, Fritz Meisner schaute TBJ-Keeper Adrian Elbracht aus und schlenzte den Ball ins lange Kreuzeck. Nach 77 Minuten hätten die Gäste die Partie entscheiden können, als Schiedsrichter Paul Prechtl nach einem Foul an Christoph Neubauer auf den Elfmeterpunkt zeigte. Daniel Maderer trat an und scheiterte an Elfmetertöter Elbracht. So war der Turnerbund weiter im Spiel und kam nach 82 Minuten zum Ausgleich. André Lechner sicherte der Heimelf einen verdienten Zähler, indem er einen klugen langen Ball von Selcuk Özdemir mit der Innenseite direkt abfasste. Die 88er wollten nun mehr, doch wenig später köpfte Maderer zur vermeintlichen Führung für die Gäste ein, aber das Gespann entschied auf Abseits. Kurz vor dem Ende sah Maurice Blanton auf Seiten der Gäste noch die Gelb-Rote Karte, Einfluss auf das Spiel nahm die Unterzahl aber nicht mehr, da auch Lechners zweitem Treffer nach einem Standard wegen Abseits die Anerkennung verweigert wurde.

Einen glücklichen Heimsieg feierte die DJK Eibach beim 2:1 über den SC Germania. In einem intensiven und rassigen Spiel mit viel Kampf und Krampf hätten sich die Gäste einen Punkt verdient gehabt. Letztlich wäre auch ein 5:5 möglich gewesen, hätte DJK-Torwart Manuel Hufnagl nicht einen Sahnetag erwischt. Gleich in der zweiten Minute hatte Florian Clausnitzer nach einer Flanke von Daniel Nietzer die erste Chance für die Elf von Christian Hüttl, sein Visier war aber noch nicht richtig eingestellt. Nach 13 Minuten machte er es besser, als er die Führung besorgte. Nach einem Eckball für die Gäste schaltete die DJK schnell um. Nietzer setzte sich auf der linken Seite gegen zwei Gegenspieler durch und legte mit viel Übersicht quer auf Clausnitzer, der das Spielgerät in die Maschen drosch. Germania blieb stets durch den in der Offensive aufgebotenen Kuno Kessler gefährlich. Der scheiterte in der 38. Minute nach Abstimmungsproblemen in der Eibacher Abwehr an Hufnagl, der einen sensationellen Fußreflex auspackte. Kurz vor der Halbzeit warf Paul Bandi einen Einwurf in den Strafraum, Germanias Defensive konnte den Ball nicht klären und Karlheinz Wiesenmayer erhöhte aus dem Gewühl heraus. Nach einem berechtigen Strafstoß – Dominic Kisskalt kam gegen Anastasios „Taso“ Kartalis zu spät – war der SC Germania wieder im Spiel. Kessler übernahm die Verantwortung und traf zum Anschlusstreffer. Die Germanen, bei denen Levente Bozsik den beruflich verhinderten Serdar Dinc vertrat, drückten in der Folge auf den Ausgleich. Chancen gab es genügend. Allein Ilja Zarkov tauchte zweimal alleine vor Hufnagl auf, konnte ihn aber nicht bezwingen. Als Robin Frahler nach einem Foul an Kessler die Ampelkarte sah, verteidigte Eibach mit Mann und Maus in 13-minütigen Unterzahl und brachte den knappen Heimerfolg über die Zeit. Fast wäre Clausnitzer noch das 3:1 geglückt, aber seinen gut geschossenen Freistoß aus 25 Metern wehrte Charly Kaufmann mit den Fingerspitzen zur Ecke ab.

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