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Dotterweich: "Man muss keinen extra motivieren"

Vorschau Bayernliga 24. Spieltag

Während Ansbach und Forchheim noch einmal pausieren müssen, starten der SC Eltersdorf und der FSV Bruck in die Bayernliga-Restrunde. Die beiden Kapitäne Thomas Dotterweich und Bastian Lunz sprechen über ihre ersten Gegner und darüber, was in dieser Saison für ihre Klubs noch möglich ist.

SCE-Kapitän Thomas Dotterweich (am Ball, hier gegen Gebenbach) kämpft mit seinen Eltersdorfern um den Regionalliga-Aufstieg,

 / © Zink

Besser geht es kaum. Der SC Eltersdorf überwinterte in der Bayernliga Nord auf dem Platz an der Sonne. Als Gejagter gehen die Quecken in die Restrunde. "Wir wollen schon vorne um Platz eins mitspielen", sagt SCE-Kapitän Thomas Dotterweich. "Ich denke, am Ende wird es aber Aschaffenburg machen." Die Unterfranken haben nur einen Punkt Rückstand - und ein Spiel weniger. Die Eltersdorfer bleiben daher demütig. Das erste Spiel im Jahr 2018 will das Team von Trainer Bernd Eigner natürlich trotzdem gewinnen. "Wir starten in Großbardorf. Groß spielen brauchst du dort sowieso nicht, weil es der Platz nicht zulassen wird", sagt Dotterweich. "Dieses Spiel ist für mich reine Kopfsache, der Wille entscheidet und die Zweikämpfe. Wenn ich die nur mit halber Kraft angehe, brauchen wir gar nicht hinzufahren. Doch ich glaube, man muss keinen extra motivieren. Wir sind heiß, dass es endlich wieder los geht." Immerhin könnten die Quecken im Mai den Regionalliga-Aufstieg feiern. Thomas Dotterweich, der selbst früher mit Bamberg Regionalliga-Erfahrung gesammelt hat, mahnt allerdings auch: "Das Augenmerk sollte darauf liegen, was der Verein will. Wenn wir jetzt aufsteigen würden: Will sich der Verein etablieren in der Regionalliga? Oder ist ein Abstieg dann doch nicht so schlimm? Wenn man da keine genauen Angaben macht, kann der Verein ganz schnell kaputt gehen."

Die Ziele und Gedankenspiele beim Nachbarn aus Bruck, als Aufsteiger im Tabellenmittelfeld recht zufrieden, sind natürlich andere. "Wir sind froh, wenn wir in der Liga bleiben, uns etablieren können und vielleicht in zwei, drei Jahren dorthin kommen, wo Eltersdorf jetzt ist", sagt FSV-Kapitän Bastian Lunz. "Es wäre schade um das Derby, wenn sie es packen. Letztlich wäre der Aufstieg für Eltersdorf aber auch eine geile Geschichte." Hält der Platz bei den aktuellen Wetter-Bedingungen, tritt Bruck am Samstag zu Hause an. "Ich bin ganz froh, dass wir jetzt gegen Aubstadt starten. Ich fange gern gegen einen guten Gegner an", sagt Lunz. "Die tun sich bei diesen Verhältnissen noch ein bisschen schwerer. Das könnte uns zu Gute kommen. Danach kommen bei uns drei wichtige Spiele, wo wir vielleicht mit ein bisschen Selbstvertrauen rangehen, weil wir zuvor gegen einen starken Gegner etwas geholt haben. Das ist die Hoffnung." Lange Motivationsreden halten muss der 33-Jährige jedenfalls nicht. "Kurz vor dem Spiel sage ich noch einmal ein, zwei Sätze." Dabei kann es auch einfach nur um taktische Anweisungen gehen. "Wenn jetzt einer nicht heiß ist, dann hat er etwas falsch gemacht." Denn klar ist auch: Der TSV Aubstadt, immerhin Tabellenfünfter, "ist eine gute Mannschaft. Ich kenne einige Spieler von dort noch von früher aus Schweinfurt. Die holen jedes Jahr das Maximale heraus. Vielleicht sind sie aber noch nicht ganz bereit für das Spiel." Die Brucker hingegen wollen bereit sein.

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