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Fuchsbauer: "Es hat für die Liga einfach nicht gereicht"

Der Abstieg der SpVgg Erlangen steht fest

Das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Selbitz wird das letzte sein für Bernd Fuchsbauer. In dieser Liga. Und mit diesem Verein. Der Trainer verlässt die Spielvereinigung, deren erste Fußballmannschaft er im Oktober 2017 übernommen hatte. Fuchsbauer verabschiedet sich mit einem Abstieg, das steht seit Samstagmittag fest.

Das war’s: Bernd Fuchsbauer verlässt die Spieli.

 / © Wolfgang Zink

Anstoß an der Sportanlage Neudrossenfeld, wie gewohnt Heimspielstätte der Bayreuther Reserve, war bereits um 9.30 Uhr. Diese Ansetzung rechtfertigte der Verband mit Sicherheitsmaßnahmen für die Regionalliga-Partie Bayreuth gegen den TSV 1860 München. Am Ende aber war das alles nicht ausschlaggebend.

Noch bevor die anderen Landesliga-Teams am 33. Spieltag auch nur den Rasen betreten hatten, waren die Erlanger bereits abgestiegen. „Die Niederlage“, sagt Fuchsbauer, „war verdient.“ Und das, obwohl seine Mannschaft von der 25. Minute an nach einer Notbremse von Richard Schneider in Überzahl spielte. „Wir hatten eine Möglichkeit, wäre der Kopfball reingegangen, wäre das vielleicht ein Auslöser geworden“, meint der Spieli-Trainer. Marius Döhlers Kopfball ging nach zwei Minuten knapp vorbei.

„Bayreuth war dann lauffreudiger, bissiger.“ Auch die Rote Karte habe daran nichts geändert. Zuvor in einem 4-4-2 organisiert, spielten die Hausherren dann lediglich mit einem Stürmer weniger, die defensive Grundordnung aber blieb gleich. „Die Räume, die sich aus der Überzahl ergeben haben, machten sich nicht bemerkbar“, sagt Fuchsbauer. Seine Mannschaft hatte zwar Ballbesitz, „offensiv konnten wir uns aber nicht entscheidend durchsetzen.“

Tränen gab es nicht

Das 0:1 kurz vor der Pause war ein „kleiner Schock“. Die Erlanger mussten gewinnen, um die minimale Chance auf den Relegationsplatz zu erhalten. „Nach dem 0:2 war es dann unheimlich schwer“, sagt der 45-Jährige. „Die Mannschaft hat nicht resigniert, doch es ging dann eben wenig.“ Anders als schon in früheren Phasen dieser Saison sei die Spieli „nicht zusammengeklappt wie ein Kartenhaus. Die Mannschaft hat nicht aufgegeben“. Marco Müllers Treffer zum 1:3 aber war am Ende nichts mehr wert.

Der Aufsteiger steigt direkt wieder ab. „Wir sind natürlich enttäuscht. Doch das hat sich seit Wochen, seit Monaten abgezeichnet“, meint Fuchsbauer. Spieler und Trainer hätten den Abstieg gefasst aufgenommen, Tränen gab es nicht. „Es hat niemanden überraschend getroffen.“ Die Spieler und der Verein seien an ihre Grenzen gestoßen. „Es hat für die Liga einfach nicht gereicht“, zieht Fuchsbauer ein deutliches Fazit. „Man muss mehr leisten und investieren“, will man auf Dauer in der Landesliga bleiben.

„Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, es gab mehrere Baustellen“, betont Fuchsbauer. Schuldige suchen will er jetzt nicht. Einen anderen Abschied allerdings hätte sich der Trainer, der seit Jahren mit der Spieli eng verbunden ist, schon gewünscht. „Das macht mich ein wenig demütig. Wir haben damals in der Kreisliga angefangen und das Team zu einer Spitzenmannschaft entwickelt.“ Fortsetzen wird Bernd Fuchsbauer diese Aufgabe nicht, er kehrt zu seinem Heimatverein ASV Weisendorf zurück. Sein Nachfolger bei der Spieli: Joachim Müller. Dann in der Bezirksliga.

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