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Jahn Forchheim holt keinen Kracher mehr

Oberfranken wurden auf dem Transfermarkt düpiert

Bei Bayernligist SpVgg Jahn Forchheim gehen zu Beginn der kurzen Sommerpause die Personalplanungen weiter: Nach zwei Absagen läuft die Forchheimer Suche nach einem Torhüter und einem kreativen Mittelfeldmann auf Hochtouren.

Der Jahn bekommt seinen Königstransfer Tayfun Özdemir (links) nicht, der von Sonnefeld lieber nach Frohnlach wechselt.

Ein ganz heißer Kandidat für die Nachfolger von Andi Mönius (Spielertrainer SC Adelsdorf) in der Schaltzentrale war Daniel Geissler. Trainer Christian Springer bekundete nach einem Tipp reges Interesse am 25-Jährigen mit tschechischen Wurzeln, der in seiner zweiten Heimat Jugendnationalspieler war und über Bayernligist FC Amberg zum ASV Fürth fand. In der laufenden Bezirksliga-Runde erzielte Geissler 24 Treffer und wäre in der Nähe seines Arbeitsplatzes an der Bamberger Polizeischule bestens in Forchheim aufgehoben gewesen. Doch der ASV Vach erhielt den Zuschlag.

Özdemir darf nicht

Auch beim heiß begehrten Ex-Bayreuther Tayfun Özdemir, der von Landesliga- Neuling Sonnefeld auf sanften Druck eines Gönners zum VfL Frohnlach wechselt, zog der Jahn den Kürzeren. Aus Bamberg kamen ebenfalls zwei Absagen. Die Hoffnungen ruhen nun auf der Verpflichtung eines entwicklungsfähigen Spielers aus der näheren Umgebung. "Wir haben uns damit abgefunden, dass wir keinen Kracher bekommen. Mit den finanziellen Angeboten von Eltersdorf, Bruck, Don Bosco Bamberg oder Vach können wir nicht mithalten. Unsere Rolle ist die eines Aus- und Weiterbildungsvereins, der Sprungbrett für hungrige Talente ist", erklärt Teammanager Mesut Kimiz. In diese Kategorie gehören die bisher vermeldeten Zugänge um Timo Noppenberger (Baiersdorf), Christian Städtler (Kirchehrenbach), Adrian Grinjuks (Eltersdorf) und Johannes Petschner (U19 Bayreuth).

Keinen Hehl macht Kimiz indes aus seiner Enttäuschung über die Absage von Keeper Matthias Götz. Der 35 Jahre alte Routinier etablierte sich nach dem Kaltstart des Frühjahrs aus der Frührente als verlässliche Stütze und hätte im Gespann mit Youngster Tino Stahl und dem noch verletzten Patrick Oeser seine Erfahrung einbringen und den Konkurrenzkampf anheizen sollen. Doch die finanziellen Vorstellungen über die Erstattung der erheblichen Fahrtkosten lagen zu weit auseinander. Die SpVgg Weiden, gerade in der Relegation in die Landesliga abgestiegen, schlug zu.

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