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Veitsbronn schneidet die alten Zöpfe ab

Absteiger will in Bezirksliga wieder Tritt fassen

Nach dem Abstieg in die Bezirksliga will der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf mit neuem Mut starten. Bei all den Abgängen und Verletzungen ist das keine leichte Aufgabe.

In der Relegation besiegelte der SV Etzenricht (blau) den Abstieg des ASV Veitsbronn.

 / © Sportfoto Zink

Die Bezirksliga-Saison 18/19 rückt immer näher. Für den ASV Veitsbronn geht es am kommenden Sonntag zuerst zu den FC Bayern Kickers Nürnberg, in der Woche darauf steht das erste Heimspiel gegen den 1. FC Kalchreuth an.

Bis dahin hat Trainer Alexander Rambau noch Zeit, sein Team wieder in die Spur zu bringen. Dass das nicht leicht wird, zeigt allein schon der Verlauf der zu Ende gegangenen Saison. Rambau war in den letzten drei Wochen eingesprungen, konnte aber nichts mehr retten. „Das Kind war bereits in den Brunnen gefallen. Die Mannschaft kam konditionell auf dem Zahnfleisch daher.“ Den Abstieg aus der Landesliga in die Bezirksliga vermochte er nicht mehr zu verhindern.

Jetzt steht ein Neubeginn an. Unter anderem auch wegen einiger Abgänge, die der ASV wahrscheinlich schmerzlich vermissen wird. So hat etwa der langjährige Leistungsträger Rick Bolz seinem Heimatverein den Rücken gekehrt und ist der Landesliga erhalten geblieben, indem er zur SG Quelle Fürth wechselte. Auch der ehemalige Torjäger Marius Mauder hat sich verabschiedet. Ihn zog es zum SK Lauf.

Das sind aber nicht die einzigen Ausfälle, die den Veitsbronnern die vor ihnen liegende Aufgabe erschweren. Dazu kommt mit Yannik Stutz ein Langzeitverletzter. Ein Kreuzbandriss wird ihn voraussichtlich nahezu die gesamte Spielzeit 18/19 außer Gefecht setzen. Auch von seiner Nummer eins, Torwart Fabio Goßler, muss sich der ASV wohl trennen. Den Lehrer zieht es aus beruflichen Gründen nach Oberbayern. Da aktuell noch weitere Spieler verletzt oder zumindest angeschlagen sind, wird es für Veitsbronn schwer, sich in der neuen Liga zu etablieren.

Den direkten Wiederaufstieg will der Trainer ganz eindeutig nicht als Saisonziel ausgeben. Hätte er alle Spieler zur Verfügung, die den Verein zu dieser Saison verlassen haben oder die aktuell verletzt sind, wäre sein klares Ziel, „ganz oben mitzuspielen“. So ist er allerdings etwas vorsichtiger. Sie seien als Absteiger nicht automatisch vorne dabei.

Entscheidend ist der Start

Prinzipiell sei aber alles möglich. „Die Liga ist sehr ausgeglichen“, analysiert der Coach. Zwar sieht er im FSV Stadeln einen Favoriten, prinzipiell gilt jedoch für ihn: „Jeder kann jeden schlagen.“ Umso wichtiger ist für ihn der Saisonstart. Das Punktesammeln soll, im Gegensatz zur vergangenen Saison, von Anfang an klappen. In der Spielzeit 17/18 konnte die Elf aus den ersten sieben Spielen lediglich zwei Punkte holen. Ein Start, der automatisch in den Abstiegskampf führte. Klar, dass das dieses Jahr besser werden soll.

Damit das klappt, will Alexander Rambau „ergebnisorientiert spielen“. „Starke Defensivarbeit und dann schauen, was nach vorne geht.“ Diese Spielweise sei zwar nicht das, was er bevorzugt, aber nötig, um gleich die ersten Spiele erfolgreich zu gestalten.

Für diese Aufgabe hat sich der ASV Veitsbronn-Siegelsdorf natürlich auch neue Spieler an Bord geholt. Wobei nicht alle wirklich neu sind. Frisch im Verein ist mit Rainer Lehnemann vom TV 48 Erlangen ein Verteidiger, der an anderer Wirkungsstätte bereits unter Trainer Alexander Rambau gespielt hat. Außerdem kommt mit Steffen Pfau vom SV Hagenbüchach ein Sechser, der „hungrig“ ist und den Sprung in die Bezirksliga schaffen will. Daniel Benkert macht die wirklich Neuen komplett. Er kommt von den Sportfreunden Laubendorf und soll vorne die Tore schießen.

Zurück am Hamesbuck ist Stefan Sieder. Der 20-jährige Offensivspieler ist vergangene Saison für den TSV Burgfarrnbach aufgelaufen, hat die Jahre zuvor allerdings schon in Veitsbronn gespielt. Auch Janik Weghorn war bereits in der Jugend für den ASV aktiv. Ihn kennt der Trainer aus einer gemeinsamen Zeit in Stadeln.

Mit dieser Truppe will sich Alexander Rambau in der Bezirksliga Nord etablieren. Dazu gilt es, „die alten Zöpfe abzuschneiden“ und sich voll auf die neue Saison zu konzentrieren. Der Spaß jedenfalls ist, glaubt man den Worten des Trainers, zurück auf dem Trainingsplatz.

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