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Rahners Schwaig will auf Ballbesitzfußball setzen

Vor dem Bezirksliga-Start

Der SV Schwaig verstärkt sich mit einem Torjäger, der laut dem SVS-Coach "bei allen Vereinen im Umkreis von 100 Kilometern auf dem Zettel gestanden hat".

Ein bisschen zuversichtlich: Helmut Rahner

 / © Zink / ThHa

Jetzt bloß nicht euphorisch werden. Helmut Rahner gibt sich während des Gesprächs größte Mühe, seinem Vorsatz treu zu bleiben. Also erzählt der Trainer des SV Schwaig von der ausgeglichenen Liga, davon, dass sie Feierabendfußballer sind, denen ein gelungenes Fest manchmal wichtiger ist als ein straffes Trainingsprogramm, dass keiner Geld bekommt, dass sie in der letzten Saison Achter waren und manchmal nur acht, neun Spieler hatten, die den Ansprüchen der Liga genügen. Lauter kleine Euphoriebremsen sind das, die sich Rahner selbst in den Weg stellt — aufhalten können sie ihn aber nicht.

Sie sind in Schwaig ja letztes Jahr trotz all dieser Dinge Achter geworden, sie haben es geschafft, obwohl Rahner zwischendurch mal das NLZ der Würzburger Kickers hätte führen sollen — und jetzt sind sie noch stärker geworden. Sie haben im Tor Oliver Haßler dazubekommen, der schon beim FC Bayern München Bälle abgewehrt hat. Sie haben Fabian Dressendörfer dazubekommen, der in der letzten Spielzeit in der Kreisliga 33 Tore für den 1. FC Schnaittach geschossen hat und von dem Rahner glaubt, dass er „bei allen Vereinen im Umkreis von 100 Kilometern auf dem Zettel gestanden hat“. Auch in der Bezirksliga, sagt Rahner, wird das klappen mit Dressendörfers Treffern. „Eigentlich geht das für den sogar noch ein paar Ligen nach oben“, sagt Rahner.

Und für Schwaig? Ach, sagt Rahner dann und erinnert sich an die selbst produzierten Euphoriebremsen. Ein paar Punkte mehr als in der vergangenen Saison sollen es schon werden. „Mit Ballbesitzfußball“, sagt Rahner. Der wurde von anderen gerade für tot erklärt, bei Rahner lebt er. „Platz fünf bis neun“, sagt Rahner, soll es am Ende werden. Zumindest neben dem Platz wollen sie defensiv an die Sache herangehen. „Demut“, sagt Rahner bleibt wichtig in einer ausgeglichenen Liga, in der er „vier, fünf Mannschaften“ vermutet, „die eigentlich in die Landesliga gehören. Dann kommen erst wir.“ Sie wollen „abliefern, aber mit Spaß bei der Sache sein.“ Wenn sie das hinbekommen, sagt Rahner, „dann haben wir in fast jedem Spiel die Möglichkeit zu gewinnen“. Er hört sich jetzt fast euphorisch an.

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