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Edwin Süß: Der unersetzliche Mann mit dem Schlag

1100 Fußballspiele der SpVgg Heßdorf verfolgt

Der Mann hat einen Schlag. Und zwar einen heftigen. Sonst würde man ihn ja nicht hören auf den Fußballplätzen der Region. „Eddy der Trommler“ heißt im bürgerlichen Leben Edwin Süß und ist Heßdorfer durch und durch.

Mittendrin statt nur dabei: Eddy der Trommler sorgt seit Jahrzehnten für Stimmung im Heßdorfer Fanblock, der vielleicht auch seinetwegen einer der größten der Region ist.

 / © privat

Sein Schicksal entschied sich im Alter von elf, zwölf Jahren auf dem Bolzplatz. „Da gab es viele andere, die besser waren als ich, also bin ich nicht als Spieler in den Verein gegangen“, erinnert sich der heute 47-Jährige. Aber dabei sein wollte er trotzdem. So wurde er Fan der Sp Vgg Heßdorf. Und kaum ein Spiel hat er seitdem verpasst – „gut 1100 waren es bisher, habe ich mal ausgerechnet“, so Süß. Die Auswärtsreisen sind fast genauso wichtig wie die Heimspiele.

Mit dem Trommeln am Spielfeldrand begann er bereits als Teenager, abgeschaut hat er sich das in Heßdorf bei „Legende“ Peter Hofmann. Inzwischen hat er ein halbes Dutzend Trommeln auf dem Dachboden. Doch er beschränkt sich nicht auf die akustische Stimmung auf dem Platz. Mitte der 1980er Jahre nähte seine Mutter die ersten Transparente, die heute noch an den Fangzäunen hinter dem Tor hängen. „Man macht’s ja gern“, ist ein Lieblingssatz von Edwin Süß, der quasi nebenbei auch das Stadionheft „Sportecho“ redaktionell betreut: Statistiken, Spielberichte und Gegnervorstellung – das ist sein Metier. Und natürlich ist die wichtigste Kolumne im Blättchen nach „Trommler Eddy“ benannt, der seit zwei Jahren auch Stadionsprecher in Heßdorf ist.

Auch, dass die Sp Vgg als einer der wenigen Amateurvereine eine eigene Hymne ihr eigen nennen darf, hat sie Edwin Süß zu verdanken. „Ich hatte einen Text und sogar die Melodie im Kopf“, erinnert er sich. Damit ging er zu Stefan Zillich, der inzwischen als Schlagersänger Stefan Engel unterwegs ist und mit diesem gemeinsam ins Tonstudio. Pünktlich zum 70-jährigen Bestehen der Spielvereinigung konnte Süß dem Vorstand die CD mit dem Titel „Du bist mein Verein“ überreichen.

Und warum ausgerechnet Heßdorf, das ja sportlich schon bessere Zeiten erlebt hat? „Das wird immer mein Verein bleiben, da zählt nicht die Ligenzugehörigkeit, sondern der Zusammenhalt. Aber natürlich darf es auch mal wieder eine Liga höher gehen, heuer hat es ja leider nicht geklappt“, so Süß.

Zum Relegationsspiel gegen den TSV Neunkirchen am Brand auf dem Platz des BSC Erlangen hatte „Eddy“ zig Fans zusammengetrommelt, die im Heßdorfer Rot ein eindrucksvolles Bild abgaben. Dass es nicht zum Sieg reichte, lag sicherlich nicht am „besten Mann“ der Heßdorfer abseits des grünen Rasens.

So wie bei Edwin Süß schlägt bei vielen in der Region das Herz für den Amateurfußball. All diejenigen dürfen sich freuen: Am Freitag, 3. August, erscheint die NN- Beilage „Heimspiel“ mit vielen Storys über Fußball.

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