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Matthias Gruner dreht auf - ASV Fürth rutscht auf den letzten Platz

Bezirksliga Nord 4. Spieltag, Sonntag

Was für ein Sonntag für Goalgetter Matthias Gruner: Mit sieben Toren schoss der Angreifer seine SpVgg Hüttenbach in Neunkirchen vom letzten Platz. Türkspor sammelte gegen Weisendorf den ersten Zähler, damit übernimmt der ASV Fürth (0:1 gegen Kalchreuth) die rote Laterne. An der Spitze gewann Gutenstetten das dritte Spiel (3:1 in Lauf), auch Cagrispor durfte nach einem 3:2 in Schwaig jubeln.

Drei Mann am Boden, einer steht: Für den ASV Fürth ist es ein Auftakt zum vergessen.

 / © Zink/JüRa

Auf dem Gelände des SK Lauf entwickelte sich von Beginn an eine rassige und temporeiche Partie. Nach rund zehn Minuten erreichte eine präzise Flanke Laufs Maik Gunawardhana, sein Kopfball stellte Keeper Daniel Himmreich aber vor keine Probleme. Kurze Zeit später sah Dominik Hofmann, dass Himmrich zu weit vor dem Tor stand. Sein schlitzohriger Heber aus 30 Metern klatschte an den Querbalken. Danach zwang Florian Jakl Keeper Sven Enzensberger zu einer sehenswerten Parade. Kurz vor der Pause drang Tim Sohr in den Gäste-Strafraum ein und wurde dabei von Niklas Körber gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Dominik Hofmann mit Hilfe des Innenpfostens. Auch nach der Pause war das Spiel sehr unterhaltsam. Nach knapp 60 Minuten konnte der Aufsteiger zuschlagen: Brian Gallo bediente Simon Adlung, der den Ausgleich markierte. Die Heimelf wirkte jetzt etwas unsicher. Nach einem ungefährlichen Freistoß landete der Ball bei Marko Zagorcic, dieser bedankte sich und erzielte das 2:1 für die Gäste. Der SKL versuchte nun ins Spiel zurück zu finden, doch die Jungs von Reinhold Fischer hielten gut dagegen. Steinachgrund konterte geschickt und konnte so die Entscheidung herbeiführen: Fabian Schubert wurde von Lukas Brütting bedient, nahm den Ball in exzellenter Stürmermanier per Seitfallzieher und vollstreckte sehenswert zum 3:1. Lauf versuchte es nochmal mit der Brechstange, Simon Kreisel war mutterseelenallein vor SVG Keeper Himmrich, der Schlussmann aber blieb Sieger. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit war es ein durchaus verdienter Erfolg für Steinachgrund.

Die Zuschauer am Stadionnebenplatz sahen ein chancenarmes Spiel. Türkspor versuchte in der ersten Vierstelstunde Druck zu entwickeln, doch mit mäßigem Erfolg. Die Gäste aus Weisendorf beschränkten sich auf eine gute Defensivarbeit und schnelle Konter. So plätscherte die Partie vor sich hin. Vor der Pause hatten die Gäste die Riesenchance zur Führung. Manuel Wild war frei vor Türkspors Erdem Ünal, jener konnte seine Mannschaft vor dem Rückstand bewahren. Mit einem torlosen Remis ging es in die Pause. Im zweiten Durchgang legte die Kuygun-Elf gut los. Diesmal fand sich Ramazan Yüce frei vor Gäste-Keeper Fabian Zwingel, auch in diesem Duell blieb der Torwart der Sieger, so dass es weiterhin torlos blieb. Mehmet Menekse zielte anschließend bei einem Fernschuss etwas zu hoch. Danach verflachte das Spiel etwas. Weisendorf hatte einige gute Kontergelegenheiten, spielte diese aber nicht sauber zu Ende. In den letzten zehn Minuten machte der Gastgeber nochmals Druck, richtig gefährlich wurde es aber nicht mehr. In der Schlussminute wurde Türkspors Necati Güler nach mehrmaligem Meckern von Schiedsrichter Kai Hoffmann mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt. Somit blieb es beim 0:0, das Türkspor nicht wirklich weiter hilft.

Bei Aufsteiger Neunkirchen konnte Hüttenbach die ersten drei Punkte der Saison einfahren. Die Mannschaft von Harald Gerstner zeigte über die gesamte Spielzeit eine schwache Leistung. Während bei den Gastgebern die einfachsten Sachen nicht funktionierten, lief es bei der Trautner-Elf wie am Schnürchen. Über die Außen und mit Pässen in die Schnittstellen kamen die Gäste zum Torerfolg. Mit der ersten Chance ging Hüttenbach in Führung. Nach zwei gespielten Minuten hieß der Torschütze Matthias Gruner - nicht das letzte Mal an diesem Tag. Zwar konnte der TSV bereits nach fünf Minuten in Person von Manuel Menges den schnellen Ausgleich markieren, in der Folge waren es aber die Gäste, die ihre Chancen eiskalt nutzten. Kapitän Gruner hatte einen Sahne-Tag und erzielte im Zehn-Minuten-Takt Tor um Tor. Meistens liefen die Treffer nach dem gleichen Muster ab. Flanke, Kopfball Gruner, Tor. In Minute 25, 35 und 45 schraubte er das Ergebnis auf 4:1 in die Höhe, wobei er den letzten Treffer in Durchgang eins vom Elfmeterpunkt markierte. Trotz zwei Auswechslungen auf Seiten des TSV konnte das Team keine gute Leistung auf den Platz bringen. So war es erneut Gruner, der binnen drei Minuten die nächsten beiden Treffer erzielte. Spätestens jetzt war das Spiel endgültig entschieden. Doch mit sechs Treffern gab sich Gruner noch nicht zufrieden, so dass er in Minute 77 den siebten Treffer des Tages markierte. Diesen Tag wird er wohl so schnell nicht vergessen. Den Schlusspunkt setzte dann der eingewechselte Timo Lösel zum 8:1 Endstand. So konnte Hüttenbach den ersten Saisonsieg feiern und sich in der Tabelle an Neunkirchen vorbeischieben. 

Im ersten Heimspiel der Saison an der Magazinstraße war der Gast aus Kalchreuth das überlegene Team. Dabei hatten die Hausherren in der ersten Halbzeit gleich mehrmals das Glück auf ihrer Seite. Denn Markus Giering und Marco Nerreter trafen das Aluminium. Vom ASV war im ersten Abschnitt nach vorne wenig zu sehen. Die Oliveira-Elf hätte zur Pause das Spiel schon entscheiden müssen. Zwar kam die Mannschaft von Wilhelm Satzinger etwas besser aus den Kabinen, das spielbestimmende Team blieb aber Kalchreuth. Die Gäste erspielten sich Chance um Chance, doch aus dem Spiel heraus konnte ihnen am heutigen Tag kein Torerfolg gelingen. Ein aus ASV-Sicht unnötiger Elfmeter bescherte den Gästen die drei Punkte. Kapitän Giering ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und traf zum 1:0 vom Punkt. Kalchreuth darf aufgrund einer guten Leistung die drei Punkte aus Fürth mitnehmen.

Mit vier Punkten aus drei Spielen in die Saison gestartet, stand für die Rahner-Elf gegen den Tabellennachbarn aus Nürnberg eine richtungsweisende Partie an.In einer eher verhaltenen ersten Halbzeit war es Ozan Yildirim, der die Gastgeber bereits nach acht Minuten in Führung brachte. Die Gäste waren stets über Standards gefährlich, doch wirkliche Chancen sprangen dabei nicht heraus. In der ersten Hälfte passierte nicht mehr viel, außer einem Kopfball von Riese nach Vorarbeit von Waldmann. Doch Keeper Memet war auf dem Posten. Die zweite Halbzeit gehörte dann Cagri Spor. Immer wieder stellte Teukam Noumessi die Schwaiger Abwehr vor Probleme. Schließlich war es Okcan Tekdemir, der das Spiel drehte. Erst zirkelte er einen Freistoß knapp daneben, um danach allein vor Haßler zu vollstrecken und sieben Minuten darauf per Kopf nachzulegen. Lukas Sanders sorgte letztendlich für die Entscheidung. Cagris Tekdemir verabschiedete sich in der 86. Minute mit Gelb-Rot. Der Anschlusstreffer von Fabian Dreßendörfer in der Schlussminute kam zu spät. Dieter Neumann/SV Schwaig

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