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Gruner: "Vielleicht habe ich ein besonderes Gespür"

Sieben Treffer auf einen Streich

Sieben Treffer auf einen Streich: Über einen Vollblutstürmer, dem in der Bezirksliga Nord zuletzt Bemerkenswertes gelungen ist.

Eigentlich egal, wer der Gegner ist (hier eine Szene aus dem Jahr 2015), Matthias Gruner trifft (fast) immer. 

 / © Zink / MaWi

Es ist ja nicht so, dass Matthias Gruner nicht bekannt ist im mittelfränkischen Amateurfußball. Seit Jahren trifft er regelmäßig in der Bezirksliga für „seine“ SpVgg Hüttenbach ins Schwarze, und trotzdem können sich die Gegner kaum auf ihn einstellen. Er trifft und trifft und trifft. Doch was der 26-Jährige da am Sonntag in der Partie beim TSV Neunkirchen hingelegt hat, war auch für ihn etwas Besonderes. 8:1 gewann die SpVgg (es war nach drei Niederlagen ihr erster Sieg), und die Tore Nummer eins bis sieben gingen allesamt auf sein Konto. Er machte schon in der zweiten Minute das 1:0 und ließ nach dem 1:1 in jeder Halbzeit noch einen lupenreinen Hattrick folgen (25., 35. und 45.; 48., 51. und 77. Minute). Das 4:1 war ein verwandelter Strafstoß.

Was den Torjäger Gruner ausmacht? Diese Frage ist für den Spieler selbst natürlich nicht leicht zu beantworten. „Vielleicht habe ich ein besonderes Gespür“, meint er nur. Trainer Kevin Trauner, bis vor kurzem noch Spielertrainer und somit auch ein ehemaliger Mannschaftskollege, kann da weiterhelfen. „Seit Jahren weiß er, wo das Tor steht, und trotzdem schaffen es die Gegner nicht, sich auf ihn einzustellen. Jetzt ist er in der zweiten Saison unser Kapitän“, erzählt Trauner, „das hat ihm noch einen zusätzlichen Schub gegeben.“

Dieser Schub war im vergangenen Spieljahr gleich so stark, dass Gruner Torschützenkönig geworden ist – mit sagenhaften 38 Treffern. Nicht nur in der Bezirksliga Nord stellte er damit den Rekord auf, es war auch bayernweit der beste Wert, wie ihm mitgeteilt wurde. Beim ersten Punktspiel dieser Saison wurde ihm denn auch von Kreisspielleiter Max Habermann der Torjägerpokal überreicht.

Einen wie ihn wünscht sich jede Mannschaft. „Ich bin in Hüttenbach aufgewachsen, mein Opa und mein Vater haben hier gespielt, mit vier Jahren war ich schon im Verein“, erzählt er – und mit seinen beiden älteren Brüdern Andreas (31) und Stefan (29) ist er nicht mehr wegzudenken aus der Sp Vgg. Übrigens: Bis auf den Elfmeter waren alle Tore sehr gut herausgespielt, sagt Gruner, „ein paarmal habe ich nur noch verwerten müssen“. Und warum hat er das 8:1 nicht auch noch erzielt? „Da bin ich allein auf den Keeper zugelaufen und habe quergelegt“ – so konnte sich noch Timo Lösel „einmischen“ in die Sieben-Tore-Gala des Matthias Gruner.

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