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Brucks Seybold nach Schulterverletzung erfolgreich operiert

Vorschau Bayernliga Nord 9. Spieltag, Wochenende

Keine einfachen Aufgaben haben am Wochenende Mittelfrankens Vertreter in der Bayernliga Nord zu bestreiten. Der FSV Erlangen-Bruck muss nach Oliver Seybolds Schlüsselbeinbruch wochenlang auf seinen Goalgetter verzichten und trifft am Samstag auf den Würzburger FV. Der SV Seligenporten, der vergangene Woche den ersten Sieg der Saison feierte, empfängt die starke DJK Ammerthal zum Oberpfalz-Derby. Während die SpVgg Jahn Forchheim den Tabellenvierten aus Gebenbach zu Gast hat. Der ASV Vach dagegen muss auswärts beim Tabellenzweiten Großbardorf antreten.

Der FSV Bruck muss vorerst ohne Oliver Seybold auskommen, der sich das Schlüsselbein gebrochen hat.

 / © Sportfoto Zink

Ein interessantes Heimspiel steht für den SV Seligenporten auf dem Programm. Zu Gast im Kloster: Die Elf vom ehemaligen ASV Neumarkt-Coach Dominik Haußner, die DJK Ammerthal. Diese startete sehr gut in die Saison, belegt zurzeit den dritten Platz. Anstoß ist heute um 14 Uhr. Satte elf Punkte mehr auf dem Konto hat die DJK Ammerthal im Vergleich zum SV Seligenporten, der jedoch ein Spiel weniger absolviert hat. Dennoch: Bei den Gästen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach läuft es in dieser Spielzeit bisher rund. Auch dank Chefcoach Dominik Haußner (39), der in diesem Sommer den ASV Neumarkt nach über vier Jahren gen Ammerthal verließ. Die DJK steht unter seiner Leitung momentan auf einem starken dritten Platz. „Damit sind wir sehr zufrieden, zumal wir im Sommer einen Umbruch im Team meistern mussten.“ Vor allem die Abgänge der Offensivkräfte Friedrich Lieder und Tom Abadjiew schmerzten schon ein wenig, immerhin waren beide im Verbund für fast die Hälfte aller Ammerthaler Treffer verantwortlich. „Wir mussten zwar viele junge Spieler integrieren, das Team zieht jedoch richtig gut mit und so konnten wir uns recht schnell einspielen“, zieht Haußner Bilanz. „Unsere gute Platzierung ist zwar überraschend, aber auch genauso verdient. Vielleicht haben wir etwas profitiert davon, dass die ein oder andere Mannschaft auch einen Umbruch hatte und noch nicht so abgestimmt war.“ Damit meinte der Ex-ASV-Coach beispielsweise das Spiel gegen den SC Eltersdorf, den man zuhause mit 3:0 abblitzen ließ. Ganz persönlich fühlt sich Dominik Haußner wohl im Dorf sieben Kilometer westlich von Amberg. Dies führt er aber auch auf den Erfolg zurück: „Wenn’s gut läuft, macht sich eben ein gewisses Wohlbefinden breit, auch weil alle an einem Strang ziehen.“ Beim SV Seligenporten verlief der Start doch um einiges holpriger, mittlerweile scheint sich das Team von Trainer Hendrik Baumgart (momentan im Urlaub) immer besser zurechtzufinden, vier Mal in Folge ist der SVS unbesiegt geblieben. Davon zwar auch zwei Mal im Pokal gegen unterklassige Teams, doch dennoch zeigt der Trend deutlich nach oben. Am Mittwoch erst setzte sich Seligenporten im Pokal beim SK Lauf mit 5:1 durch. Der Sportliche Leiter Michael Pfeifer nach der Partie mit gemischten Gefühlen: „Nach einigen Konzentrationsschwächen und Problemen beim Bespielen des schlechten Platzes haben wir uns den Verhältnissen angepasst und dann immer souveräner hinten rausgespielt.“ „Allein des Sieges wegen konnten wir noch mehr Selbstvertrauen tanken“, unterstrich der Baumgart-Vertreter. Im Achtelfinale des Totopokals trifft der SVS auf das Spitzenteam des TSV Rain/Lech aus der Bayernliga Süd. „Ein schönes Los“ freut sich Pfeifer. Gegner Ammerthal ist schon aus diesem Wettbewerb ausgeschieden. Dominik Haußner ist nicht unfroh darüber: „Seligenporten geht jetzt bald in die fünfte englische Woche – und das nahezu am Stück. Natürlich gibt es im Pokal interessante Paarungen und die Spieler bestreiten auch mal lieber ein Spiel mehr als ein Training, doch diese Staffelung ist schon krass. Es wird wichtig sein für die Vereine, dass sie in den September nicht mit zu wenigen Spielern gehen. Das ist so ein Schlüssel für eine erfolgreiche und konstante Saison. Auch wenn der SVS am Mittwoch erst in Lauf gespielt hat, haben wir dadurch keine Vorteile.“ Wegen des auch ohne Pokal straffen Programms freut sich der 39-Jährige, dass der DJK nur zwei Spieler längerfristig nicht zur Verfügung stehen. Keeper Marcel Schumacher und Michael Dietl laborieren an Knieverletzungen. „Mit Christian Knorr steht ein wichtiger Spieler wieder im Kader.“ Laut Haußner ist die Rückkehr des Ex-Klosterers an die alte Wirkungsstätte sehr wahrscheinlich. Er erwartet bei Weitem keinen Samstagsspaziergang, auch wenn auf dem Papier der Vorletzte den Dritten empfängt: „Es wird ein intensives Spiel werden, in Seligenporten ist es schwierig zu gewinnen. Ich glaube nicht, dass der SVS in der Tabelle da steht, wo sie hingehören. In diesem Duell wird es keine großen Unterschiede geben, weshalb dann Kleinigkeiten und die Tagesform entscheidend sein werden.“ Michael Pfeifer lobt den Gegner sogar noch in höheren Tönen: „Die DJK ist ein Top-Favorit und ein Top-Team, das am Ende auch ganz oben stehen kann. Wir sind gerade in der Konsolidierungsphase, wir wissen was auf uns zukommt. Trotzdem freuen wir uns auf die Herausforderung, womöglich auch gegen ein Top-Team bestehen zu können.“ Gegen den TSV Aubstadt und die DJK Don Bosco Bamberg klappte das in den beiden letzten Ligaspielen ordentlich.

Fehlt nur noch ein Rezept, mit denen beide Teams zum Erfolg kommen wollen. Haußner nennt zumindest Anhaltspunkte: „Seligenporten hat im Mittelfeld Marco Wiedmann, worauf wir ein Augenmerk legen wollen, damit dieser nicht ungestört das Spiel machen kann. Mit den zwei Neuzugängen Katidis und Glasner hat der SVS jetzt auch mehr Möglichkeiten im Spiel nach vorne. Dann wollen wir Standards vor dem eigenen Tor vermeiden, denn ein Sebastian Glasner verfügt über einen sehr guten Abschluss.“ Da hat wohl ein Coach das direkte Freistoß-Tor gegen die DJK Don Bosco Bamberg gesehen. Des Weiteren wird der Gast aus Ammerthal versuchen „frühzeitig“ anzulaufen, um den Gegner am Spielaufbau zu hindern. „Normalerweise versuchen wir, mit offenem Visier zu spielen.“ Michael Pfeifer fordert vor allem eine gewisse Wachsamkeit: „Wir müssen konzentriert bleiben – und zwar nicht nur über weite Strecken des Spiels, sondern über zweimal 45 Minuten plus X. Denn auch bei unseren verlorenen Spielen hatten wir immer wieder gute Phasen, haben uns dann aber durch Unkonzentriertheiten selbst in die Bredouille gebracht.“ Haußner stehen bis auf die angesprochenen Dietl und Schumacher alle Mann zur Verfügung. Auch beim SV Seligenporten könnte sich die personelle Lage an diesem Spieltag entspannen. Tim Olschewski, Fotios Katidis, Tobias Kramer und Dino Kardovic könnten allesamt wieder eine Option für das Spiel sein. Franz Hable

Nach drei Niederlagen stehen die Fußballer der SpVgg Jahn am Samstag (15 Uhr) zu Hause unter verstärktem Druck. Dabei müssen die Forchheimer für einen Erfolg auch gegen den Tabellenvierten DJK Gebenbach nicht viel verändern, findet Philipp Nagengast. Trainer Christian Springer ist weg, aber nicht geflohen. Mit Sohnemann und Motorrad verbringt er ein paar Tage, das lädt die Akkus wieder auf. Die Mannschaft, meint der Ex-Profi augenzwinkernd, könne so ja befreiter aufspielen. 2017 kamen seine Mannen im entscheidenden Relegationsspiel zum Aufstieg und beim Flutlicht-Auftritt in Hof tatsächlich gut zurecht. Das weiß auch einer der Schützlinge, der aktuell im Urlaub zu Hause geblieben ist. „Der Trainer ist uns an der Seitenlinie natürlich eine Hilfe. Letzten Endes liegt es aber an den Spielern, ihre Leistung abzurufen. Momentan ist es keine leichte Zeit, aber ich sehe unsere Formkurve ansteigend“, erklärt Vize-Kapitän Philipp Nagengast. Unter der Leitung von Torwarttrainer Thomas Oppelt und Mittelfeld-Stratege Patrick Hagen, die in Abstimmung mit Springer klare Ansprachen hielten, sei im Training fokussiert gearbeitet worden. Intensive Spielformen, dazu Zweikampf-Schule zur Aktivierung abstiegskampftauglicher Tugenden standen auf dem Programm. Um mental nicht zu verkrampfen, hat Philipp Nagengast sein ganz persönliches Rezept. Die effektivste Ablenkung findet er bei seinem Patenkind. Der 25 Jahre alte Kirchehrenbacher ist in seiner zweiten Saison freilich auch auf dem Platz gut ausgelastet. Vom dynamischen Flügelspieler wuchs er schnell in eine Führungsrolle hinein, die er vor allem durch Einsatzfreude interpretierte. Immer öfter forderte die personelle Not seine Dienste im Sturmzentrum. „Ich versuche einfach auf jeder Position, meine Aufgaben zu erfüllen“, gibt Nagengast ganz den bescheidenen Wasserträger. Er wolle sich gerade vom Kollegen Tom Jäckel noch einiges abschauen. Weder im Duo noch als Sologänger entfalteten beide Akteure bisher ihre volle Wirkungskraft. „Für eine alleinige Spitze habe ich eigentlich nicht den Körperbau. Bereits bei der Ballannahme tut es weh“, sagt Nagengast. Doch statt zu klagen blickt er positiv in die Zukunft. „Die Abstimmung kommt mit der Zeit.“ Nach den verbesserten Ansätzen in der zweiten Hälfte bei Ammerthal und im Derby gegen Eltersdorf könne der Knoten auch gegen eines der derzeitigen Topteams platzen. Nagengast zeigt keine Furcht vor der DJK Gebenbach: „In der vergangenen Saison waren sie im Hinspiel eiskalt vor dem Tor, haben ihre Angriffe aus dem Zentrum aufgebaut. In der Rückrunde konnten wir voll überzeugen und selbst unsere Räume nutzen. Jetzt kommt Gebenbach mit einem Lauf. Die Aufgabe halte ich dennoch nicht für unlösbar.“ Sein Übungsleiter Christian Springer wird es mit Spannung aus der Ferne verfolgen. KEVIN GUDD

In neun Spielen hat der FSV Erlangen-Bruck bereits 21 Gegentore kassiert. Grund genug für Trainer Normann Wagner dort den Hebel im Abschlusstraining anzusetzen. Frei nach Huub Stevens will er „hinten die Null halten und vorne eins schießen“ und die dafür nötigen Mittel mit seiner Mannschaft in der letzten Einheit vor dem Spiel gegen den Würzburger FV einüben. Vorne hat es bei den Bruckern in den bisherigen Spielen schon ganz gut geklappt. 19 Tore haben sie erzielt. Die Brucker müssen aber auf ihren Toptorjäger verzichten. Oliver Seybold, Prädikat unersetzlich, hat sich beim 0:2 in Gebenbach das Schlüsselbein gebrochen. Seine Operation am Mittwochmorgen verlief gut, dennoch wird der Angreifer wochenlang fehlen. Zudem konnte Angreifer Adem Selmani in dieser Woche noch keine Trainingseinheit absolvieren, weil er - ebenso wie Bastian Lunz – durch eine Grippe gesundheitlich angeschlagen ist. Fehlen wird auch Simon Drießlein. Der 22-Jährige wechselt zum SC Eltersdorf. „Er war bei uns mit den Einsatzzeiten nicht zufrieden“, sagt FSV-Coach Normann Wagner. Der Kader beim Bayernliga-Konkurrenten aus der Nachbarschaft ist dünn besetzt. „Das Angebot von Eltersdorf ist sicher finanziell lukrativer.“ Auch wenn Drießlein in dieser Saison noch keine tragende Rolle im Brucker Team inne hatte, „wiegt der Verlust schwer“, sagt Wagner. „Er ist ein junger, talentierter Spieler.“ In der Vorsaison kam der Angreifer auf 30 Bayernliga-Einsätze, ähnlich war es in den beiden Landesliga-Spielzeiten. Beginnt das neue Schuljahr, werden zudem Thomas Roas und Rafael Hinrichs ausfallen. Beide treten ihren Dienst als Lehrer an, ihre Schulen werden in München sein. Inwieweit das Duo dann noch in Bruck Fußball spielen kann, ist ungewiss. „Andere müssen in die Presche springen“, sagt Wagner. Nicht die allerbesten Aussichten also für den FSV gegen eine Würzburger Mannschaft, die aktuell die zweitbeste Defensive der Liga stellt und als einziges Team noch ungeschlagen ist. Das will Wagner am Wochenende ändern und sieht die Lösung in einer stabilen Verteidigung. „Die Würzburger haben eine spielstarke Mannschaft, deswegen müssen wir ihren Spielfluss unterbrechen, defensiv gut stehen und Nadelstiche setzen“, fasst der Coach der Erlanger seine Strategie zusammen. "Wir haben nichts zu verlieren.“ Timo Weith/ton

Im Rückblick auf die 1:3-Niederlage gegen Ansbach ärgert sich Vachs Coach Norbert Hofmann über "die vielen vergebenen Chance nach der Halbzeit", und vor allem über den schlechten Auftritt vor der Pause: "Da hat ein Mittelfeldspieler seine Arbeit schlichtweg nicht verrichtet. Ich lege Wert auf Spieler, die über 90 Minuten bereit sind sich zu quälen und in den Dienst der Mannschaft zu stellen." Namen nennt Hofmann öffentlich nicht, die Auswechslung von Jan Mazanec zur Pause gibt aber entsprechend Aufschluss. Denn den zweiten Durchgang lobt Hofmann ausdrücklich, wäre da eben nicht die katastrophale Chancenverwertung gewesen: "Wir müssen ja aus dem 0:2 noch ein 4:2 machen. Fast jeder zweite Angriff war eine Torchance für uns!" Die fußballerische Darbietung stimmt den Aufstiegstrainer in Hinblick auf die kommenden Aufgaben zuversichtlich. "Wir sind in der Lage mitzuhalten, auch gegen gute Gegner, aber wir müssen die Schwankungen und Schwächephase reduzieren." Mit dem TSV Großbardorf kommt am Sonntag "ein Schwergewicht der Liga" nach Mannhof, der in Person von Björn Schönwiesner den Top-Torjäger der Liga (zehn Treffer) aufbietet. Bei den Vachern kehren Patrick Schwesinger und Kai Hufnagel aus dem Urlaub zurück, in den sich Daniel Geißler, Daniel Krapfenbauer und der zuletzt starke Keeper Jonas Dirr verabschieden. mga

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