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Neumarkt jubelt nach Schrödl-Dropkick

Bayernliga Nord 9. Spieltag, Freitag

Am Freitagabend hat der ASV Neumarkt zu ungewohnter Zeit den Aufsteiger ATSV Erlangen mit 2:1 (1:1) bezwungen.

Neumarkt (in weiß Torschütze Schrödl) und der ATSV Erlangen trennten sich 2:1.

 / © Bösl

Bereits zum Abschlusstraining am Donnerstag erreichten den ASV zwei Hiobsbotschaften: Zum einen verletzte sich Keeper Max Haid am Knie und fiel neben Urlauber Martin Bachner für die Begegnung aus, wodurch Youngster Lukas Wutz zu seinem Debut für die Herrenmannschaft kam. Zum anderen endete für „Kopfballmonster“ Philipp Stephan bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten die Saison frühzeitig, erneut riss sein Kreuzband im rechten Knie. Bleibt dem Kämpfer nur zu wünschen, dass er trotz dieses erneuten Rückschlags nochmal wieder zurück kommt. Spielerisch bot die erste Hälfte im Duell mit den Hochschulstädtern sehr viel, was man teils in den letzten Begegnungen vermisst hatte. Die Neumarkter begannen forsch und zeigten trotz der zuletzt nicht so von Erfolg gekrönten Spiele sofort, wer Herr im Ring ist. Sebastian Semmler hatte die ersten Abschlüsse für die erneut sehr junge Startelf von Marco Christ. Nach 20 Minuten hatte dann Lukas Wutz seinen großen Auftritt. Nach feinem Pass war Klaus Faßold allein auf den Weg in Richtung des jungen Torhüters, der aber geschickt erst einen Schritt nach hinten machte, um einen Lupfer zu unterbinden und dann gekonnt den Winkel verkürzte. So setzte der Erlanger Stürmer zu einem Chip an, den Wutz mit einem sensationellen Reflex mit seinem linken Arm entschärfte, wodurch Alex Moratz den Ball wegschlagen konnte. Knapp fünf Minuten später klingelte es auf der anderen Seite, Iatrou und Schrödl spielten sich in Co-Produktion vor den Gästekasten, wo Schrödl aus bester Position abzog und den rechten Pfosten traf. Doch Iatrou schaltete am schnellsten und schob zu umjubelten Führung ein. Die Gastgeber machten gleich weiter, zweimal vergab Grunner aus guter Position. In der 36. Spielminute dann Pech für die überlegenen Hausherren. Ruhrseitz kämpfte sich in den Strafraum des ASV, passte scharf in die Mitte, wo Kapitän Bindner ungünstig stand und unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. Doch auch im Anschluss zeigte sich gleich wieder der ASV. Über Schön und Hausner spielte er sich via doppelten Doppelpass vor Keeper Kraut, der aber, genauso wie 60 Sekunden später gegen Schödl, Sieger blieb. Im zweiten Durchgang zeigten beide Mannschaften ein kampfbetontes, aber jederzeit faires Spiel, wobei die ganz großen Torchancen eher auf sich warten ließen. Zunächst waren die Gäste einem Treffer noch näher: Yüce und Graine probierten es aus gefährlichen Situationen, doch einmal ging der Ball knapp vorbei, und das andere Mal war Lukas Wutz wieder zur Stelle und drehte den Ball um den Pfosten. Die letzten fünf Minuten hatten es dann in sich. Erst spielte sich Daniel Pandel an den Strafraum und prüfte den Gästekeeper, ob er noch dabei war. Kurz darauf kam Schrödl von der anderen Seite, war aber zu eigensinnig und scheiterte. Jonas Grunner tanke sich auch einmal an die Grundlinie und legte scharf in die Mitte, wo aber nur ein Abwehrbein dran kam. Dann kam die letzte Spielminute, der ASV setzte sich um den Strafraum der Gäste fest, die den Ball nicht wegbekamen. Letztendlich nahm sich Schrödl den Ball per Dropkick und jagte die Pille mit dem Vollspann mir gefühlten 150 km/h ins lange Eck. Das Stadion am Deininger Weg explodierte daraufhin, und die Elf von Marco Christ durfte den Sieg, der durchaus gerechtfertigt war, bejubeln. Christian Konrad

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